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schmerzende Brustwarzen

Mein Sohn ist jetzt 13 Tage alt und ich stille ihn seit 6 Tagen voll (war vorher wegen Klinik-Aufenthalt nicht möglich). Anfangs dachte ich auch, das klappt ganz gut, aber mit jedem weiteren Tag zweifle ich daran, daß er genug trinkt bzw. richtig trinkt ....???? Normalerweise schaffen wir 2 Stunden dazwischen, aber es kommt auch öfter mal vor, daß er schon nach knapp einer Stunde wieder "sucht".... Nun schmerzen meine Brustwarzen auch noch ganz schön doll, beim Stillen selbst ist es fast noch auszuhalten, schlimmer finde ich es, wenn die Brust im BH "ruht" (sie brennt und es sticht wie tausend Nadeln)..... In der Stillvorbereitung haben wir "gelernt", daß das Baby nicht nur die Warze sondern auch den Hof mit im Mund haben soll, daß ist bei uns definitiv nicht der Fall.... Ich habe ziemlich große Brüste und den Eindruck, mehr als die Warze "paßt gar nicht in den kleinen Mund"....??? Wie kann ich ihn denn dazu bringen, mehr in den Mund zu nehmen????
Meine betreuende Hebamme meinte zwar, es wäre so gut, aber irgendwie kann das ja nicht so ganz stimmen, wenn die Brustwarzen darauf so reagieren, oder????
LG Claudia
Bisherige Antworten

Re: schmerzende Brustwarzen

Leider kennen sich Hebamen oft nicht sooo gut aus mit dem richtigen Andocken. Du hast ganz richtig beobachtet, daß die Schmerzen damit zusamenhängen, daß Dein Kind die Brust nicht richtig im Mund hat. Normalerweise sollte die Brustwarze im Mund des Kindes frei im hinteren Mundraum hängen, während das Kind mit der Zunge den Warzenhof massiert. Wenn es nur die Brustwarze im Mund hat reibt es mit der zunge an der Brustwarze und reibt sie so wund. außerdem kann es so die Milch nicht effektiv ausdrücken. Du kannst mal mit verschiedenen Stillhaltungen experimentieren. Ich habe festgestellt, daß es gerade bei so kleinen Babies oft einfacher geht, wenn man entweer in Rückenlage stillt, Baby auf dem Bauch, so daß es mit dem Mund direkt auf der Brust draufliegt - dabei muß man die Stirn aber etwas abstützen, damit das Baby noch Luft kriegt. Oder die Footballhaltung - dabei klemmst Du Dir das Baby im sitzen unter den Arm, Füße zeigen zu deinem Rücken, der Kopf liegt in Deiner Hand und Dein Bein und Unterarm stützen den Rücken. So hängt die Brustwarze von oben in den Mund, das klappt oft auch recht gut. Außerdem kannst du versuchen, das Baby die Brustwarze wirklich selbst nehmen zu lassen - wenn man sie 'reinschiebt' mach das Baby den Mund oft zu schnell zu. Besser als 'nachschieben' ist auch, ein bischen an der Brust zu ziehen, um das Baby dazu anzuregen, nachzufassen. Auf jeden fall wird es mit der Zeit besser (vorausgesetzt Du achtest weiter darauf), weil Neugeborene ja unheimlich schnell wachsen - und der Mund auch.
Viele Grüße,
Christine

Re: schmerzende Brustwarzen

Kleine Ergänzung: Lass zu Hause den BH aus (für oben ohne ist es ja
warm genug ;o) ). Luft und Licht an die Brust zu lassen, ist recht hilfreich
bei strapazierten Brustwarzen.
Und still ihn nach Bedarf, auch wenn er nach einer Stunde wieder an die
Brust möchte. Wenn du ihn warten lässt, saugt er evtl. umso gieriger und
"unkoordinierter". Wenn er gleich an die Brust kann, wenn er Bedarf
zeigt, ist er wahrscheinlich ruhiger. Langes Stillen strapaziert die
Brustwarzen auch mehr, als häufiges Stillen.
Wenn du zu normalen Stillabständen u.a. etwas lesen magst, schau mal
unter der uebersstillen-Adresse nach (bes. in "Wie oft...?").
Wenn andere Stillpositionen nichts bewirken oder das ganze noch länger
als eine Woche dauert, wende dich mal an eine Stillberaterin. Allzu lange
sollte man sich damit nicht rumärgern. Ehrenamtlich arbeitende
Stillberaterinnen findest du bei lalecheliga.de und bei afs-stillen.de.
Einfach mal anrufen. :o)
LG, Sonne
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