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Hallo zusammen, Betr.: Auslandsadoptionen

zuerst möchte ich mich vorstellen, denn ich bin neu hier (mein Profil ist nich up to date-sorry). Vielleicht langweile ich mit dem Thema, aber gibt es eine Quelle über Auslandsadoptionen (Bücher, Internet...), denn eine dt. Ado können wir wohl vergessen. Inwiefern ist es evtl. einfacher (gelockerte Bedingungen z.B. betreffs des Alters der Eltern etc.), ein Kind aus dem Ausland zu adoptieren? Fragen über Fragen, die ich hier hoffentlich nach und nach beantwortet bekomme. Herzlichen Dank, dass ihr mich aufnehmt und LG!
Bisherige Antworten

Re: Hallo zusammen, Betr.: Auslandsadoptionen

Hallo Sternchen,
wenn Deine 66 im Nickname für Deinen Jahrgang steht, sind wir gleichalt ;-).
Mein Mann, 13 Jahre älter und ich, sind in Deutschland anerkannte Ado-Bewerber seit dem vergangenen Jahr, es geht also. Die Anerkennung gilt für ein Kind etwa zwischen 2 und vier Jahren, was für uns auch o.K. ist. Das Problem ist, das zur Adoption selbst in unserer Großstadt fast nie Kinder in diesem Alter zur Ado freigegeben werden. Wir haben uns deshalb auch für eine Auslandsado entschieden, was eigentlich von vornherein unser Herzenswunsch war, wir scheuten nur den schwierigen Weg und die Kosten und haben es halt erstmal hier versucht.
Auslandsadoptionen sind alles andere als einfach, man braucht wirklich Nerven, Geduld und Geld. Und gute Unterstützung von einer Ado-Vermittlungsstelle. Allerdings hast Du Recht, manche Staaten sind mit der Altersregelung großzügiger als hier. Ihr müsst Euch einfach mal über die Bedingungen der jeweiligen Länder schlau machen. Dafür gibt es ein gutes Buch: Ratgeber Auslandsadoption. Wege, Verfahren, Chancen vo. B. Gillig-Riedle, H. Riedle.
Aber richtet Euch bitte nicht allein nach den jeweiligen Altersgrenzen und Verfahrensdauern ( die können sich sowieso beim kleinsten "Zwischenfall" wie Regierungswechseln etc. ändern ). Ihr solltet Euch schon möglichst für das Herkunftsland Eures Kindes und seine Kultur interessieren, damit Ihr es ihm später mal nahebringen könnt.
Parallel zum Lesen könntet Ihr Euch dann mit dem für Euch zuständigen Jugendamt bzw. der Ado-Vermittlungsstelle des Landkreises in Verbindung setzen. Die müssen in jedem Fall einbezogen werden, u.a. weil viele Auslandsadoptionsvermittlungsstellen die notwendigen Sozialberichte nicht selbst schreiben. In der Regel führt der Weg dann über eine Auslandsadostelle ( meist eingetragene Vereine ) die eine Zulassung für Adoptionsvermittlung aus jeweils bestimmten Ländern haben. Wer für welche Länder zugelassen ist und welche Anforderungen sonst an die Bewerber gestellt werden, ist in der Zeitschrift "Farbenfroh Nr. 5" des Bundesverbandes der Eltern ausländischer Adoptivkinder gut dargestellt. Hier ein Link: .bveaa.de/Farbenfroh5/start.htm mit den üblichen drei Ws davor.
Aus Deinem Profil ist zu entnehmen, dass Ihr schon ein Kind habt. Habt Ihr schon mal darüber nachgedacht, ob für Euch auch ein Pflegekind in Betracht kommt? Pflegeeltern werden vielerorts dringend gesucht und die Altersgrenzen sind dort meines Wissens nach weiter gesteckt als bei Ado. Man muss natürlich wissen, ob man es sich zutraut, mit dem Wissen zu leben, dass das Kind vielleicht nicht auf Dauer bei Euch lebt, mit eventuell schwierigen leiblichen Eltern umzugehen etc.. Aber auch darüber kann Euch sicher das Jugendamt beraten.
Alles Gute für die vor Euch liegenden Entscheidungen
Ulli

Vielen lieben Dank

für deine Ausführungen und die Mühe, die du dir gemacht hast! Auch euch wünsche ich alles Gute! Vielleicht lesen wir uns hier ja zukünftig des Öfteren?! LG, die mit der 66 aus´m Geburtsjahr ;-)

Re: Vielen lieben Dank

Hallo Sternchen,
hab´Dir noch was geschrieben und versehentlich auf den falschen Knopf gedrückt. Ist jetzt einen Beitrag weiter oben im Forum unter "Komm doch mal rüber".
Viele Grüße
Ulli

Re: Hallo zusammen, Betr.: Auslandsadoptionen

Hallo Sternchen,
also wir waren gerade am Donnerstag beim Jugendamt zum
Erstgespräch (sind Jg. 68 und 66) und hier sagte man uns,
warum wir denn Auslandsado machen würden: Die Kinder in
Kolumbien können wir vermutlich erst in 3-4 in Obhut
nehmen, hier ginge das viiiiiel schneller!!! Naja. Man
bekommt aber natürlich keinerlei Garantie in Deutschland
und in Kolumbien weiß man, wenn man anerkannt ist, daß es
irgendwann absehbar soweit ist.
Es ist aber gar nicht mehr so, daß man 'zu alt' ist. Es
kommt immer auf die Sachbearbeiterin in D an und auf die
Stadt. In größeren Städten kann es sehr schnell gehen (auch
in D), ein Kind 'zu bekommen'. Ich weiß das z.B. von Köln.
Und hier, in Bielefeld, soll es wie gesagt auch rasch
passieren können.
Bei einer Auslandsadoption mußt Du einfach mit 10.-12.000
Euro rechnen (für Aufenthalt, Übersetzungskosten,
Vorbereitungsseminare, Adoptionsvermittler). In Deutschland
darf man ja nur noch über anerkannte Vermittler adoptieren,
damit dem Kinderhandel keine Chance gegeben wird.
LG, Arte
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