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Babyschnupfen - Schnupfen bei Säuglingen

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Schnupfen ist auch für Babys sehr nervig. Nasentropfen aus Kochsalzlösung lassen sich einfach selbst herstellen
(c) iStockphoto/ Marko Lazarevic

Schnupfen kommt bei Babys häufig im Rahmen einer Erkältung vor. Schnupfen (Rhinitis) behindert die Nasenatmung des Säuglings und ist dadurch insbesondere beim Trinken und beim Schlafen hinderlich.

Hat ein Schnupfen beim Baby keinen ernsten Hintergrund, lässt er sich gut mit Hausmitteln behandeln. Schnupfen ist fürs Baby zwar lästig, aber meist harmlos.

Säuglingsschnupfen

Beim Säuglingsschnupfen handelt es sich um eine harmlose Symptomatik in den ersten zwölf Lebensmonaten des Kindes. Klares, schleimiges Nasensekret behindert hier die Nasenatmung des Babys. Die Ursache hierfür ist nicht bekannt. Babys haben im ersten Lebensjahr recht häufig einen harmlosen Schnupfen oder röcheln etwas durch die Nase. Sie haben noch sehr kleine innere Nasengänge und ihre Nasenschleimhaut schwillt schnell an, etwa wenn das Baby sich aufregt. Da Babys auch noch nicht schneutzen können, sammelt sich der Schleim in der Nase und bleibt länger dort.

Akuter Schnupfen bei Babys durch Infekt

Beim akuten Schnupfen beim Baby liegt meist eine harmlose Entzündung der Nasenschleimhäute vor. Diese führt zu vermehrter Sekretabsonderung. Oft tritt Schnupfen bei Babys auch als Symptom im Rahmen einer Erkältung oder Grippe auf. Auch Masern können sich anfangs mit einem Schnupfen ankündigen. Viren (zu 90 %) oder Bakterien sind für gewöhnlich die Ursache für die Entzündung der Schleimhäute. Die Blutgefäße der Schleimhäute werden erweitert, dadurch schwillt die Schleimhaut an und verengt den Luftdurchlass in der Nase. Die Mehrdurchblutung lässt mehr Abwehrzellen in den Bereich vordringen und die vermehrte Sekretbildung dient dazu, die Erreger „wegzuspülen“. In den meisten Fällen geht ein harmloser Schnupfen bei Babys ohne Fieber einher. Aber auch leichtes Fieber begleitend zum Schnupfen ist nicht direkt ein Grund zur Besorgnis.

Häufig wiederkehrende akute Schnupfensymptomatiken dürfen nicht mit einem chronischen Schnupfen verwechselt werden. Chronisch ist ein Schnupfen erst, wenn er drei Monate am Stück auftritt. Der tatsächlich chronische Schnupfen kommt bei Babys und Kindern selten vor.

Schnupfen bei Babys kann auch allergische Ursachen haben, wie beispielsweise der Allergie.

Wann mit dem Baby zum Arzt bei Schnupfen?

Bei über 50 Prozent der Kinder dauert der Schnupfen länger als vier Tage, bei 20 Prozent länger als sieben Tage. Ist die Erkältung nach einer guten Woche noch nicht deutlich besser und der Schnupfen bleibt hartnäckig und wird eher schlechter als besser, dann gehen Sie mit Ihrem Baby bitte zum Kinderarzt. Auch zusätzliche starke Ohrenschmerzen oder deutliche Atemprobleme sind ein Grund für den sofortigen Artbesuch. Tritt sehr hoher Fieber auf und starke Kopfschmerzen sowie Nackenschmerzen, rufen Sie bitte einen Notarzt. Möglicherweise liegt keine Erkältung vor, sondern ein schwerer Infekt.

Bei der Diagnostik des Schnupfens beim Baby muss ausgeschlossen werden, dass ein Fremdkörper in der Nase des Babys die Symptomatik hervorruft, insbesondere dann, wenn die Sekretabsonderung einseitig auftritt und eventuell blutiges Sekret aus der Nase kommt. Auch ein allergischer Schnupfen sollte vor einer Therapie des Schnupfens bei Babys ausgeschlossen werden.

Behandlung des Schnupfens bei Babys

Der Schnupfen bei Babys sollte nur im Notfall mit abschwellenden Nasentropfen behandelt werden, da sie die Funktion der Nasenschleimhaut schädigen können. Für Baby eignet sich Kochsalzlösung als Nasentropfen.

Tipps zur Behandlung des Schnupfens

  • Nasentropfen, die ein Abschwellen der Schleimhaut bewirkt, lassen sich einfach selbst herstellen: 1 Gramm Kochsalz mit 100 ml Wasser aufkochen, abkühlen lassen und mehrmals täglich zwei bis drei Tropfen in jedes Nasenloch des Babys geben.
  • Stillende Mütter können einige Tropfen Muttermilch in die Nase des Kindes zu träufeln. Muttermilch enthält Salze, die die Schleimhäute der Nase abschwellen lassen. Da diese aber auch Keime enthalten kann, raten manche Experten davon ab.
  • Mit Nasensaugern kann die Nase vorsichtig von zähem Schleim befreit werden.
  • Es gibt auch pflanzliche Nasenbalsams speziell für Babys, z. B. Engelwurzbalm
  • Täglich mit dem Baby an die frische Luft gehen.
  • Striktes Meiden von Zigarettenrauch in der Umgebung des Babys.

Homöopathie bei Babyschnupfen

Auch wenn es bisher keine wissenschaftlichen Belege für die Wirksamkeit von Homöopathie bei Babys gibt, so scheinen doch einige Mittel je nach Situation zu helfen. Die Dosierung sollte dem Baby als Globuli in der Potenz C12 gegeben werden. Die Mittel sollten nicht kombiniert oder einfach gewechselt werden. Anfangs alle sechs Stunden drei Globuli, später zwei- bis dreimal täglich drei Globulis, bis die Beschwerden besser werden.

Homöopathisches Mittel Wann geben?
Lycopodium Dauerhafter Schnupfen, der Schleim quillt regelrecht aus der Nase, Kind erwacht plötzlich aus dem Schlaf, ist gereizt, Schnupfen wird nachts und an der frischen Luft besser
Sambuccus nigra Einfacher, nicht infektiöser (also nicht gelb) Babyschnupfen, Baby röchelt nachts durch die Nase
Pulsatilla bei leichten, wechselnd wässrig und gelblichem Nasensekret, wird an der frischen Luft besser
Kalium jodatum Sehr zäher, hartnäckiger, gelber Schleim in Babys Nase
Zincum Verstopfte Nase beim Baby mit gelegentlich Husten dazu, wird an der frischen Luft besser

 

Autor:
Letzte Aktualisierung: 30. August 2017
Quellen: Herbert Polster-Renz et. al.: Gesundheit für Kinder. Kösel-Verlag. München 2014; Sitzmann, F.: Pädiatrie, Thieme Verlag, Stuttgart 2007; Online-Information der Kinderärzte Dr. Martin Lang und Dr. Petra Weinzierl-Moll: http://www.kinderarzt-augsburg.de/baby/gesundheit-in-den-ersten-wochen/saeuglings-schnupfen/ (Abruf: 11. März 2017)

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