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Wut und Verzweiflung...

Hallo zusammen,

bis vor einem halben Jahr war ich im ReproForum mal mehr, mal weniger aktiv, vielleicht kennt mich die ein oder andere noch.

Wir haben uns im Januar entschieden von der ganzen Kiwu-Geschichte Abstand zu finden, abzuschalten und andere Dinge zu finden, die uns wichtig sind. Das hat auch erstaunlich gut geklappt, wir sind gerade dabei ein Häuschen zu kaufen, waren im Urlaub und ich dachte echt, so langsam kann ich mich auch an den Gendanken gewöhnen, vielleicht nie ein Kind zu haben. Freundinnen wurden am laufenden Band schwanger und jedesmal war es doch ein ziemlicher Stich ins Herz, aber nach ein paar Tagen habe ich mich damit dann doch abgefunden.

Seit ein paar Tagen nun weiß ich, dass ich nächsten Februar Tante werde. Und ich werde einfach nicht damit fertig. Der Zwillingsbruder meines Mannes bekommt ein Kind. Meinem Mann macht es nichts aus, er freut sich, dass sein Bruder nicht das selbe durchmachen muss wie er und ich. Aber ich kann mich verdammt noch mal nicht freuen, sorry. Nicht dass ich ihnen gegönnt hätte, dass sie auch keine Kinder bekommen können, aber es schmerzt unheimlich, dass wir mittlerweile unter unseren Freunden und Verwandten als einzigste ohne Kind dastehen. Und ich glaub ich kann doch nicht ohne Kind leben, das ist mir doch in den letzten Tagen klar geworden. Aber für eine weitere ICSI, ohne die geht es bei uns nicht, habe ich einfach keine Kraft, auch nach einem halben Jahr Pause und Abstand. Ich hätte nicht gedacht, dass mich diese Schwangerschaftsnachricht so umhaut. Ich könnte nur noch heulen. Ich habe so eine verdammte Wut im Bauch, warum habe ich unser Kleines, was bei der 1. ICSI entstanden ist, in der 9. Woche verloren? Es wäre jetzt 15 Monate alt. Es tut doch alles mehr weh, als ich zugeben wollte.

Und was ich echt schlimm finde, alle freuen sich mit ihr und niemand fragt nach mir. Alle in der Verwandtschaft wissen um uns. Wir haben es allen gesagt, weil wir diese ewigen Anmerkungen, "und wann seid ihr dran" nicht mehr hören konnten. Alle wissen Bescheid, und keiner fragt wie es uns geht, wie es bei uns weitergeht, es wird einfach totgeschwiegen.Keiner fragt ob wir nicht doch noch einen Versuch machen oder wie ich die FG verkraftet habe. Ende August wird mein Mann 30 und ich habe einfach keine Lust darauf. Ich weiß, dass es nur ein Thema geben wird, weil dann gleich zwei Schwangere aufenander treffen, meine beste Freundin und meine Schwägerin. Und alle werden sich freuen. Und ich steh dann da und werde einen auf gute Laune machen müssen und nicht die Spielverderberin spielen. Naja, bis dahin sind noch 4 Wochen Zeit.

Sorry, wenn es jetzt doch so lange geworden ist, aber ich musste es irgendwie loswerden.

Tief in meinem Inneren spüre ich, dass wir uns mit dem Gedanken anfreunden müssen, ohne Kinder zu leben, denn ein weiterer Versuch kommt irgendwie nicht in Frage, ich kann es nicht noch einmal durchmachen, diese ganzen Spritzen, USs, Narkosen, zittern ob es klappt und am Ende klappt es dann doch nicht.

Traurige Grüße, Julia :,( :,( :,( :,( :,( :,( :,( :,( :,(

Bisherige Antworten

Wut und Verzweiflung...

Hallo Juwip,

ich weiß genau was du gerade durchmachst!!! Meine Schwägerin und meine beste Freundin wohnen nebeneinander und haben beide ein Baby bekommen mit 1 Tag Unterschied!!!!:DEVIL:

Wie geht das frag ich mich??? Es gibt nur noch ein Thema für die beiden und sie raffen es einfach nicht wie sehr sie mich damit verletzen. Es wird noch nichtmal nachgefragt wie es mir geht obwohl das offensichtlich ist. Gibt es denn niemanden mehr mit ein bißchen Taktgefühl? Egoismus hin oder her aber ich muß mir das einfach nicht geben. Bei dir ist das wohl ähnlich die Frage wann wir denn dran sind beantworte ich schon garnicht mehr oder je nach Laune fällt die patzig aus. Ich würde mir einen Knopf wünschen den ich drücken kann um diese Gedanken und Gefühle vergessen zu können, mein Kopf@= ist das Problem naja und der verdammte Körper. Wenn man nur wüßte was das Problem ist.....Mich macht es wütend zu sehen wie Leute in meinem Umfeld einfach so mal schwanger werden und dann Panik schieben, schonmal was von Verhütung gerhört? Und wir die nichts machen können und so sehr wollen sind am A.....!

Nur Mut kann ich dir leider nicht wünschen weil es das ist was man am wenigsten hören will. Diese verdammten Sprüche von wegen naja das wird schon es dauert halt ein bißchen länger sind absolut unangebracht.

Lg

Danke dir...

... für deine so ehrlichen Worte.

Tja, was soll ich sagen, dieses Schicksal hat uns heimgesucht und wir müssen es irgendwie schaffen damit leben zu können ohne dass wir daran kaputt gehen. Aber das ist leichter gesagt als getan. Seit knapp 3 Jahren ist in meinem Bekanntenkreis immer wirder eine schwanger, einfach so. Und wir müssen so kämpfen.

Ich weiß, dass es nichts hilft zu jammern, aber manchmal tut das gut.

Was genau ist bei euch, dass es bei euch nicht klappt?

Wir haben jetzt 3 Icsi's hinter uns. Und mit jeder schwand meine Energie und Kraft mehr. Ich weiß auch nicht wie es weiter gehen soll. Eigentlich würde ich gerne weiter machen, aber wenn ich daran denke bekomme ich Angst, aber ich glaube das hatt ich schon geschrieben, sorry.

Ich werde jetzt mal mein Arbeitszimmer aufräumen, aklenken hilft.

LG, Julia

Wut und Verzweiflung...

Hallo Julia,
ich weiß nicht ob Du mich noch kennst, ich Dich schon ;-) und ich nehm Dich mal ganz fest in den Arm.
Leider habe ich kein "Patentrezept" für Dich. Ich weiß nicht was ich Dir schreiben kann, dass es Dir besser geht......
Ich kann Dir nur von mir und meinem Weg schreiben. Ich habe mich entschieden weiterzukämpfen und weiterzumachen. Ich will und kann einfach nicht kampflos aufgeben. Ich kann mich nicht damit anfreunden kein Kind zu bekommen. Es gibt nur diese beiden Wege: weitermachen oder aufgeben.........
Wut egal auf wen oder was bringt nichts, gar nichts. Es verbittert nur und macht weiter unglücklich. Auch auf Takt- und Mitgefühl hoffen, hab ich mir in all den Jahren wirklich abgeschminkt. Gibt´s von "Normalempfängern" einfach nicht, weil sie es einfach nicht nachvollziehen können, selbst wenn sie sich die größte Mühe geben. Auch Frauen die nach jahrelanger ungewollter Kinderwunschzeit schwanger werden, vergessen ziemlich schnell wie schwer und steinig der Weg doch war-so meine Erfahrungen.
Ich weiß leider nicht (mehr) was eure Probleme beim schwanger werden/bleiben waren/sind. Sorry, schlechtes Gedächniss :-[ mein Mann und ich informieren uns aktuell über Eizellspende. Ich weiß nicht ob das für euch evtl auch ne Option wäre? Bei uns werden damit meine "Probleme" umgangen.
Ich wünsche Dir von Herzen alles, alles Liebe und viel Kraft für die Schwangeren und die Taktlosen, nimm´s ihnen nicht sooooo übel-sie wissen es einfach nicht besser.
GLG Schnorchel :-*

Wut und Verzweiflung...

Hallo Schnorchelchen,

klar, ken ich dich noch aus dem Repro-Forum und ich denke früher oder später werde ich da wohl auch wieder auftauchen. Aber es gibt halt immer wieder Momente, da zweifelt man an allem und jedem und so Nachrichten geben einem dann noch den Rest.

Ich war schon lange nicht mehr im Repro-Forum. Wie siehts bei dir eigentlich aus?

Es ist schön zu wissen, dass es Menschen gibt, die wissen wie es einem geht und mitfühlen können.

Grüßle, Julia

Wut und Verzweiflung...

Hallo Julia,
Deine Wut und Verzweiflung kann ich sehr gut verstehen! Mir ging es im letzten Jahr ähnlich - als ich die Nachricht von der Schwangerschaft meiner Schwester bekam. Ich freue mich für sie und kann gleichzeitig nur ganz schlecht damit umgehen.
Die Angst, "Spielverderberin" zu sein oder "gute Laune" zu spielen, kenne ich und habe aus dem Grund, die Teilnahme an der Taufe abgesagt. Wenn es andere nicht verstehen, kann ich ihnen nicht helfen.
Vor dem Thema kann ich trotzdem nicht weglaufen, denn es holt mich immer wieder ein. Also geht es darum, die gesamte Gefühlspalette zu spüren. Denn ich freue mich ja auch an meiner kleinen Nichte und für meine Schwester. Und ich sorge dafür, dass die "Gefühlsportionen" für mich erträglich sind. Ich habe die Hoffnung, dass sich die Zusammensetzung des Gefühls-Cocktails verändern lässt. Auch wenn sicherlich immer ein bitterer Beigeschmack bleibt.
Auch Deine Gedanken zu einem weiteren Versuch kann ich gut verstehen. Ein "Spiel" zwischen Hoffnung und Angst, Schmerzen und Freude. Und am Ende steht man wieder dort, wo man am Anfang losgefahren ist ...
Ich wünsche Dir, dass Du zusammen mit Deinem Mann einen Weg findest damit umzugehen und Euren Abschied davon findet, wenn es Eure Entscheidung ist.
Viele Grüße
Inkognita

Wut und Verzweiflung...

Hallo,

es tut mir sehr leid für dich, beim Lesen deiner Nachricht ist mir wieder eingefallen, wie es mir ging, als alle um mich rum schwanger wurden, vier Freundinnen, eine davon zweimal, nur ich nicht für eine lange Zeit (PCO, schlechte Spermienqualität). Ich lernte eine ganz neue Seite an mir kennen: Ich war neidisch bis aufs Blut. Das Schlimmste war, dass fast die Freundschaft zu meiner besten Freundin zerbrach, weil ich sie jeden Tag an der Arbeit sah, und zusehen musste, wie ihr Bauch wuchs. Das war kaum auszuhalten...

Ich war schon 35, mein Mann 48, in der Uniklinik sagten sie uns, helfen könne höchstens nóch ICSI....Ich bin dann meinem Gefühl gefolgt, wir haben ein paar Monate pausiert und dann habe ich mir einen neuen Arzt gesucht, hab mir gesagt, ach wenn schon, vielleicht werde ich erst mit 38/39 schwanger, vielleicht ist es zu was gut...wir sind dann viel ausgegangen auf Konzerte und in Pubs, mein Mann und ich, und zum ersten Mal seit langer Zeit dachte ich ab und zu, hey, eigentlich ist es schön, nur wir zwei, die anderen sitzen zu Hause und wechseln Windeln und wir haben Spaß. Ich bekam dann von meinem neuen Arzt, dem ich vom ersten Händedruck an vertraute, Kortisontabletten gegen meine hohen Testosteronwerte, 4 Monate später war ich dann schwanger...Gib nicht auf, wenn du wirklich das Gefühl hast, dass du ohne Kind nicht leben kannst, dann wird es irgendeinen Weg für dich geben, aber vielleicht musst du erst einmal loslassen, auch wenn das das Schmerzhafteste überhaupt ist...

Viel Glück

Jasmin

Wut und Verzweiflung...

Liebe Julia,
deine Wut kann ich gut nachvollziehen. Bin selbst auch nicht jemand, der viel heult, sondern könnte auf alles und jeden einprügeln...habe schon ernsthaft die Anschaffung eines Boxsackes erwogen.
In unserem Freundes-/ Bekannten-/ Kollegenkreis sind inzwischen 27 Kinder zur Welt gekommen, seit wir angefangen haben zu üben. Uns fragt auch längst keiner mehr, wie es uns geht; wir haben auch allen erzählt, schon vor Jahren, dass es eben schwierig ist. Um eben genau solche Fragen "und, wann seid ihr dran" zu vermeiden.
Ich glaube, dass ich dir erklären kann, warum uns keiner mehr fragt, wie es uns geht.
Fall 1: Drei Jahre sind, wenn du ein Kind hast, eine Ewigkeit. Für unsere Freunde ist unser Schicksal doch längst besiegelt. Wir sind halt die, bei denen es nicht klappt.
Eine wirklich gute Freundin war kürzlich total überrascht, dass ich nicht zum Klassentreffen gehen will. Klar, ich präsentiere mich als im Job erfolgreiche Frau, die gerne in Urlaub fährt, neue Hobbies angefangen hat und einer weiteren Karriere nicht abgeneigt ist. Aber was wird denn bei Klassentreffen gefragt? Da muss man doch vor Leuten, die man 5 Jahre nicht gesehen hat und gar nicht mag, das ganze Privatleben rechtfertigen. Keine Kinder? Ach, wollt ihr nicht? Oder: hörst du die Uhr nicht ticken, blabla. Und man muss überall Fotos von glücklichen Familien anschauen- also Leute, die es hingekriegt haben. Und da ist sie überrascht, dass ich nicht hinwill. Siehst du, das meine ich: keiner glaubt mehr daran, dass wir noch üben, dass es mal klappen könnte usw.
Fall 2: Andere Freunde, die sind so nahe am Wasser gebaut und haben so Mitleid mit mir, dass ich mir jedes Gespräch darüber verboten habe. Das kann ich nicht leiden, ein Kind auf dem Schoß schaukeln und mit Wasser in den Augen auf mich armen Wurm blicken, der es nicht hinkriegt.
Fall 3: Sie sind sofort schwanger geworden und haben überhaupt keine Ahnung, wie es sich anfühlt.
Ich war bei unserer 2.ICSI jetzt mal ein bißchen schwanger, aber schon wieder alles vorbei, FG in Woche 6, ich blute gerade, dass es eine Freude ist. Wenn ich jetzt meinen Freunden erzählen würde, dass ich eine FG hatte, die würden aus allen Wolken fallen. Weil mir keiner auch nur überhaupt eine SS zutraut.
Wenn du einen Wahnsinns-Rat von mir willst. Wenn du noch nicht nahe dran bist an 40 (und somit jeder Monat zählt) und die Vorstellung einer weiteren ICSI dich fertigmacht, dann würde ich mir mal Adoptionsbücher ansehen und vorallem mindestens 1 Jahr quasi Körper-Seele-Ruhezeit einbauen. Also bewusst sagen: wir machen ab jetzt ein Jahr nix und gönnen uns Ruhe. Und dann schauen wir weiter.
Ich bin ja anders: ich sehe ICSI inzwischen als einzige Chance und bin dankbar um jeden Termin in der KIWU, und wenn es nur Blutabnehmen ist. Ich kann nur erahnen, wie es werden wird, wenn unser Geld aus ist (wir können noch 4 machen, samt Kryo) und ich es einfach nicht geschafft habe. Entweder bricht dann meine Ehe auseinander, ich dreh durch oder ich finde einen Weg, den ich noch überhaupt nicht sehen kann.
Boah, langer Text. Liebe Grüße an Dich!
Charlie

Wut und Verzweiflung...

Hallo Ihr Lieben!

Ihr sprecht mir so aus der Seele.

Ich habe auch Wutgefühle und möchte gerne die Personen niederschlagen, die sich erdreisten mir auf den Bauch zu fassen und zu fragen: "Na, immernoch nicht schwanger? Ist doch alles ganz einfach, muss man einfach mehr üben." :DEVIL:

Einen Rat kann ich auch nicht geben! Leider! Ich weiss noch nicht einmal wie ich meine Agro unter Kontrolle halten soll. ;-)

Aber ich wünsche Euch alles erdenklich Gute und viel, viel Glück. :ROSE:

LG

Rübe

Hallo Rübe

Ja, Worte gibt es dafür nicht, wir müssen halt irgendwie lernen damit umzugehen, auch wenn es schwer ist. Aber kaputt gehen dürfen wir an unserem Wunsch ist.

Und wenn wir wirklich irgendwann ein kleines Wunder in unseren Händen halten dürfen, wissen wir, was für ein besonderes Wunder es ist. Und nur wir wissen, dass es soch nicht unbedingt "das natürlichste der Welt ist" ein Kind zu haben.

Ich wünsche dir viel Kraft!

Liebes Grüßle,

Julia

Wut und Verzweiflung...

Hallo Charlie,

es ist zwar schon ein paar Tage her, dass du mir geschrieben hast, vielleicht liest du ja diese Zeilen noch.

Ein bisschen schwanger war ich ja auch schon, nach unserer 1. Icsi bis zur 8. Woche und nach einer Kryo, aber nur bis zur 5. Woche, da war "nur" der Hcg erhöht, gesehen hat man noch nichts.

Aber du hast mir ja ganz schön die Augen geöffnet. Dass unser Kinderwunsch für viele andere schon abgeschlossen ist, dacht ich nicht. Aber wenn ich so die Reaktionen im Bekannten- und Verwandtenkreis anschaue, dann denkt der ein oder andere bestimmt so. Obwohl es für uns noch nicht so ist, haben sich andere schon an den Gedanken gewöhnt, dass wir eben keine Kinder haben werden.

Aber wir werden bestimmt weiterkämpfen.
Ich denke ein paar Monate Pause brauche ich noch, aber nächstes Jahr in den Sommerferien werden wir den noch verbleibenden Eisbärchen (ich glaube 6 sind es noch) eine Chance geben.

Danke dir, liebes Grüßle, Julia

Mal eine andere Seite...

Hallo,
ich habe die ganzen Beiträge hier gelesen. Ich hoffe, ich trete niemanden zu nahe mit dem was ich vielleicht schreibe.
Ich hatte PCO. Wurde dann aber nach 2 Jahren und Gewichtsreduktion schwanger. Wohl die letzte Chance gewesen wer weiß. Ich habe eine Freundin, die auch nicht einfach so Kinder bekommen kann. Sie hat auch keinen Partner.
Das Problem ist: ich verstehe euch alle, diese Gefühle die aufkommen, wenn man hört, dass Frauen ungewollt schwanger wurden. Wieso immer die Anderen und nicht ich?! Aber ... es ist genauso Horror für Andere, wenn man auf solche leidende Menschen trifft.
Oft muss man sich ebenso rechtfertigen dafür, dass bei einem selbst angeblich alles perfekt ist. Ich kann mir das jedes Mal anhören, wie neidisch sie ist (sie sagt es direkt so). Sehen wir einen Film kann ich mir danach irgendwelche Deprisachen anhören. Immer wieder, jahrelang. Ich weiß nicht mehr, was ich sagen soll.
Sag ich nichts, interessiert es mich nicht. Sag ich etwas heißt es ja, ich soll froh sein, nicht in ihrer Lage zu sein. Versteh ihr, was ich meine?
Irgendwann kann das Umfeld nicht mehr reagieren weil es nicht weiß wie. Es ist so schwer und belastend. Teilweise kam ich mir schon schuldig vor, dass ich Babyfotos gepostet hab.

etwas spät....

möchte ich mich hier auch noch "einschleichen" - da nicht aktiv in diesem Forum.

Die Repromühle habe ich auch hinter mir und kann von daher sämtliche Reaktionen und Empfindungen - Wut, Trauer, Neid.... - nach empfinden. So lange ich keine Kinder hatte und über Jahre mir sehnlichst welche gewünscht hatte - war es mir immer wichtig, dass es "eine Freundin" gab, die das möglicherweise gleiche "kinderlose" Schicksal tragen musste. Derer wurden immer weniger und es gab mir jedesmal einen Stich und viel zu denken, wenn wieder eine sagte: Ich bin schwanger.... :-)

Nur bin ich- aufgrund des fortgeschrittenend Alters- und eines Abganges, nach ICSI den Weg gegangen wirklich alles menschenmögliche zu ertesten und der ganze Geschichte die größtmögliche Erfolgschance zu geben: habe also einige wichtige Parameter vor dem letzten Versuch testen lassen UND bin ins Ausland gegangen.

Vllt haben sich inzwischen die Möglichkeiten in DTLD geändert, vor drei Jahren war es jedenfalls nicht so- und in Pilsen bin ich gleich schwanger geworden. Mit Zwillingen. Man wartet einfach ein paar Tage länger, bis man die Eizellen einsetzt - viele hätten Tag x sowieso nicht überlebt und ich weitere zum Misserfolg von vornherein verurteilten in Dtld nicht mehr.

Nur ein weiterer Gedanke. Du bist noch so jung! Gib nicht auf, so es deine Kräfte zulassen.

GLG Eva mit Marla und Lilo bald drei Jahre

Re: Wut und Verzweiflung...

Hallo,

ich kann das auch nachvollziehen. Ich muss mich auch gerade damit abfinden, ein Leben ohne Kinder zu leben, was für mich immer unvorstellbar war. Es ist schwer und ich bin eifersüchtig auf alle, die schwanger sind oder einen Kinderwagen schieben.

 

Vielleicht hat ja jemand Lust, mir zu schreiben und sich auszutauschen.

Lg

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