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Kindersicherungen Kaufberatung

Autor: Marcel Strobel
Letzte Aktualisierung: 17. Januar 2019

Kein Kinderspiel: Mit diesen Kindersicherungen schützt du dein Baby

Etwa ab dem ersten Lebensjahr geht es los – wortwörtlich: Denn in diesem Alter machen die meisten Kleinkinder ihre ersten Schritte und gehen auf Erkundungstour im Haus. Doch was für uns Erwachsene ein normales Wohnzimmer ist, ein Schlafzimmer oder eine Küche, ist für die Kleinen ein Gebiet, in dem an jeder Ecke eine neue Gefahr lauert. Deshalb ist es unerlässlich, seine Wohnung kindersicher zu machen. Um dabei wirklich jede Gefahrenquelle im Blick zu haben, hilft es, sich die Räume einmal mit Kinderaugen vorzustellen und sich zu fragen: Wo würde ich hinlaufen, für welche Dinge würde ich mich interessieren?

Und: Kinder lernen schnell. Verbote und Erklärungen, wieso sie bestimmte Dinge nicht anfassen können, sind zwar noch keine Garantie, dass nichts passiert, bleiben aber doch im Kopf.

Do It Yourself!

Übrigens: Viele schrecken vor der Rundum-Kindersicherung des Heims zurück, da in der Summe die vielen einzelnen Produkte, die auf dem Markt angeboten werden, ihren Preis fordern – eine sichere Umgebung für das erkundende Kind bleibt aber trotzdem ein Muss. Wer ein bisschen Geschick und Zeit mitbringt, kann deshalb auch vieles selbst basteln: Aus alten Schwimmnudeln zum Beispiel kann man hervorragende Eckenschoner für Möbel und Türkanten machen, selbstgenähte Türstopper aus Stoff setzen individuelle Akzente.

 

Die häufigsten Gefahrenquellen für Kinder – und wie man sie entschärft

Ecken und Kanten

An spitzen Ecken und Kanten aus Holz oder Metall können sich Kleinkinder stoßen und Verletzungen zuziehen. Abhilfe ist dabei recht leicht geschaffen: Scharfe Ecken und Kanten einfach mit einem Eckenschutz aus Gummi oder Plastik abrunden. Die meisten Eckenschützer können ganz einfach auf die Möbel geklebt werden – und auch problem- und spurenlos wieder entfernt werden, wenn das Kind der Gefahr entwachsen ist.

Schubladen und Schranktüren

Schubladen und Schranktüren sind für neugierige Kinderhände natürlich besonders spannend: Dinge aufzumachen, zu durchwühlen und somit zu erkunden gehört zu den Lieblingsbeschäftigungen der Kleinen. Doch dabei können kleine Finger schnell eingequetscht werden – was meist nicht lebensbedrohlich ist, aber doch zu viel Schmerz und damit verbundenem Geschrei führt. Mit einer Kindersicherung wie zum Beispiel einem magnetischen Schrankschloss, dessen Mechanismus Babys noch nicht durchschauen, bleiben Schubladen und Schranktüren vor Kinderhänden geschützt. Netter Nebeneffekt für die Eltern: Die sorgsam sortierte Wäsche bleibt undurchwühlt!

Türen

Auch in Zimmertüren können Babyhände schnell eingeklemmt werden. Die einfachste Lösung wäre zwar, Zimmertüren immer abzuschließen. Allerdings ist das denkbar unpraktisch und in einem normalen Haushaltsalltag kaum einzuhalten – klüger geht es deshalb mit speziellen Türstoppern, die oben auf den Türrahmen gesetzt werden und ein Zufallen der Tür verhindern; sie bleibt nun immer – im Sinne des Babys – eine Handbreit offen. Das ist nicht nur praktischer als das ständige Auf- und Zusperren der Türen, sondern macht auch optisch mehr Freude, denn die meisten Türstopper gibt es in bunten babyfreundlichen Designs.

Fenster

Leider gehören Fenster immer noch zu der Gefahrenquelle Nummer eins im Haushalt – und ein Sturz aus eben diesem ist um einiges gravierender als das Anstoßen an einer Möbelkante. Da Kleinkinder in ihrer Neugier viel ausprobieren, sind nicht nur offenstehende, sondern auch geschlossene Fenster eine Gefahr: So manche Kinderhand hat sich schon erfolgreich am Griff versucht. Der erste Ratschlag wäre deshalb, den Zugang zum Fenster schwerer erreichbar und auch weniger verlockend zu machen – also keine Möbel direkt unter das Fenster stellen, denn darauf werden Babys als erstes klettern und von dort auf Entdeckungstour gehen. Als umfassender Schutz empfiehlt sich jedoch zusätzlich eine Kindersicherung zum Beispiel durch Blockierung der Drehfunktion am Hebel oder abschließbare Griffe an allen Fenstern und auch Balkontüren.

Treppen

Auch wenn der Nachwuchs nun langsam anfängt, durchs Haus zu laufen und nicht mehr nur zu krabbeln, bleiben Treppen für Kleinkinder noch eine Herausforderung: Um zu verhindern, dass sie herunterfallen, sollte man diese Gefahrenzone am besten mit einem Treppengitter sichern, das am Anfang der Treppe befestigt wird und das Gebiet regelrecht abriegelt. Wichtig: Vor dem Kauf unbedingt darauf achten, dass die Breite des Gitters zu der des eigenen Treppenhauses passt!

Möbel und Geräte

Babys erster Instinkt ist nach dem Krabbeln meist das Klettern: Und dabei macht es auch vor Möbelstücken nicht Halt. Schnell können frei herumstehende Möbelstücke dabei umstürzen und jemanden unter sich begraben; und auch die heutigen, sehr leichten Flachbildschirme des Fernsehers werden schneller als gedacht umgerissen – das ist nicht nur eine Gefahr für das Kind, sondern kann auch schnell teuren Schaden anrichten. Technische Geräte sollte man deshalb am besten an den Wänden befestigen und Möbelstücken Standhaftigkeit verleihen, indem man sie entweder beschwert (schwere Dinge stets in die unteren Regale oder Schubladen lagern!) oder am besten auch gleich an der Wand fest schraubt – ein solcher Kippschutz ist unkompliziert zu montieren und macht selbst in einem kinderlosen Haushalt Sinn!

Steckdosen

Besonders gefährlich für Kinder in der Erkundungsphase sind Dinge, die aus der Wand herauslugen und interessant aussehen: Steckdosen sind deshalb ganz besonders beliebt bei neugierigen Kinderhänden und sehr gefährlich. Eine Kindersicherung mit Drehmechanik überlistet Babys und schützt vor Stromschlägen.

Herd und Ofen

Die Küche ist ein wortwörtlicher Gefahrenherd: Hier lauern Verbrennungen, Verbrühungen oder Verletzungen. Für den Herd gibt es deshalb Kindersicherungen wie Schutzknöpfe, die über den eigentlichen Knöpfen angebracht werden und nur durch gleichzeitiges Drehen bedient werden können; noch beliebter sind sogenannte Herdschutzgitter, die an der Vorderseite des Herds montiert werden und jeglichen Zugriff auf die heißen Herdplatten verhindern.

Badewannen

Auch im Bad gibt es einige Stolperfallen: Damit Kinder nicht auf rutschigen Fliesen oder in der Badewanne ausrutschen, gibt es ganz einfache Tricks – Anti-Rutsch-Matten und -Sticker, die an die Wanneninnenwand geklebt werden, schützen den Nachwuchs vor Stürzen.

Chemikalien

Und zu guter Letzt: Vorsicht mit Waschpulver, Reinigungsmittel, Rattengift und Co.! Was gerne mal unter der Spüle oder in der Vorratskammer aufbewahrt wird, kann in die falschen Hände geraten. Damit sich Kleinkinder nicht vergiften, sollte man solche Flüssigkeiten in einen abschließbaren Schrank sperren, der am besten noch in unerreichbarer Höhe liegt.

Auf einen Blick: Wie wird die Wohnung kindersicher?

Quelle Gefahr Lösung
Ecken und Kanten Stoßen Eckenschutz aus Gummi
Schubladen und Schranktüren Einklemmen magnetisches Schrankschloss
Türen Quetschen Türstopper
Fenster Herausfallen Griffstopper oder abschließbare Fenstergriffe
Treppen Herunterfallen Treppengitter
Möbel und Geräte Herabstürzen Wandbefestigung
Steckdosen Stromschlag dreh- und schließbarer Steckdosenaufsatz
Herd und Ofen Verbrennen Herdschutzgitter oder aufsetzbare Knöpfe
Badewannen Ausrutschen Anti-Rutsch-Matten und - Sticker
Chemikalien Vergiften Abschließbarer Flüssigkeitsschrank