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Neugeborenenakne

Babyakne: Was tun?

Autor: Karin Wunder
Letzte Aktualisierung: 24. April 2018

Babyakne oder Neugeborenenakne entwickelt sich bei manchen Neugeborenen in den ersten Lebenswochen: Kleine Pickelchen zeigen sich im Gesicht und manchmal auch auf der Brust des Säuglings. Wie beim Erwachsenen hat auch die Akne beim Baby hormonelle Ursachen. Sie ist absolut harmlos und heilt von allein ab.

Babyakne: Was tun?
Bei Babyakne oder Neugeborenenakne sollte das Gesicht lediglich mit warmem Wasser sanft gereinigt und ansonsten in Ruhe gelassen werden
iStock/sframephoto

Babyakne tritt bei manchen Säuglingen innerhalb der ersten Lebenswochen, oft etwa ab der dritten Woche nach der Geburt, auf. Im Gesicht, bevorzugt auf Stirn, Nase und Wangen sowie manchmal auch auf der Brust zeigen sich dann Pickelchen. Die auch Acne neonatorum genannten Hautprobleme sind zum Glück völlig harmlos und verschwinden bereits nach wenigen Tagen oder Wochen von allein. Und das ganz ohne Behandlung. In dieser Zeit sollten Sie die Haut Ihres Babys lediglich mit warmem Wasser reinigen, um sie nicht zusätzlich zu reizen und die Babyakne zu verschlimmern.

Die Babyakne hält unterschiedlich lange an. Von einigen Tagen bis einigen Monaten kann sie dauern. Meist ist das Gesicht betroffen, Babyakne kann aber auch am ganzen Körper auftreten. Im Zweifelsfall ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen, um festzustellen, ob es sich "nur" um die unangenehme, aber harmlose Babyakne handelt oder ob eine andere Erkrankung hinter den Pickelchen steckt.

Ursache der Babyakne

Nicht nur die Mutter macht in der Zeit nach der Geburt eine hormonelle Umstellung durch, auch das Baby ist betroffen. Genau so wie Akne in der Pubertät oder im Erwachsenenalter wird die Babyakne nämlich durch Hormone verursacht. Allerdings nicht von den eigenen, sondern noch von denen der Mutter. Babys tragen nach der Geburt noch Hormone der Mutter in ihrem Organismus, deren langsamer Abfall eine Hormonumstellung bewirkt. Gleichzeitig nehmen die Nebennieren des Babys ihre Arbeit auf und produzieren eigene Hormone. Dazu kommen die besonders sensiblen Talgdrüsen von Neugeborenen. In dieser Zeit tritt bei manchen Babys Babyakne auf.

Obwohl Babyakne eher Babys betrifft, in deren Familie auch eine Pubertäts- oder Erwachsenenakne vorkommt, heißt das nicht automatisch, dass es später selbst so eine Akne entwickelt. Meist sind jedoch Jungen häufiger betroffen als Mädchen.

Behandlung: Was hilft gegen Babyakne?

Die Babyakne bedarf keiner speziellen Behandlung, sondern sollte möglichst in Ruhe gelassen werden. Babys Haut ist in den ersten Lebensmonaten noch sehr empfindlich und reagiert schnell gereizt. Natürlich sollten Sie keinesfalls Aknemittel für Erwachsene verwenden.

Reinigen Sie die Haut lediglich mit warmem Wasser und reiben Sie die betroffenen Stellen nicht zu sehr mit Waschlappen und Handtuch. Wenn möglich, verzichten Sie auch auf Feuchttücher und/oder Babytücher, solange ihr Baby Neugeborenenakne hat. Baden Sie ihr Baby auch ganz normal und verzichten Sie auf einen Badezusatz.

Verwenden Sie in dieser Zeit Cremes oder Lotions nur nach Absprache mit dem Arzt. Genau wie die Aknehaut von Erwachsenen reagiert auch die Haut Ihres Babys nun besonders empfindlich auf fette Cremes, Salben oder Öle, da diese die Poren verstopfen können.

Entzündete Stellen können Sie nach Absprache mit Ihrem Arzt mit einer alkoholfreien Calendula-(Ringelblumen-)Tinktur-Mischung sanft abtupfen. Geben Sie dafür ein bis zwei Teelöffel Candula-Tinktur auf 250ml abgekochtes und abgekühltes Wasser. Bitte drücken Sie die Pickelchen keinesfalls auch, auch wenn sie sich mit Eiter füllen.

Manche Hebammen raten stillenden Müttern, ab und zu etwas Muttermilch auf die Babyakne zu tupfen. Es empfiehlt sich, die Fingernägel des Babys möglichst kurz zu halten, damit es die Pickelchen nicht versehentlich aufkratzt. Wenn Ihr Baby auch am Körper Pickelchen hat, ist luftige Kleidung aus angenehm-weichen, nicht kratzenden Materialien sinnvoll.

Babyakne: Wann zum Arzt?

Sicherheitshalber sollten Sie mit Ihrem Baby einen Arzt aufsuchen, damit er feststellen kann, ob es sich auch wirklich um Neugeborenenakne handelt. Experimentieren Sie vorher bitte keinesfalls mit Hausmitteln oder rezeptfreien Mitteln aus der Apotheke.

Teilen Sie Ihrem Arzt auch mit, wenn Sie stillen und Medikamente nehmen, da diese Babys Haut ebenfalls beeinflussen können. Wenn in Ihrer Familie Akne gehäuft oder ein schwerer Aknefall aufgetreten ist, ist dies ebenfalls von Interesse. Bitte teilen Sie das dem Arzt mit.

Autor: Karin Wunder
Letzte Aktualisierung: 24. April 2018
Quellen

Beiträge im Forum "Geburtstermin November/Dezember 2017"
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