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Tipps zur Gesichtspflege

Babyakne: Was tun bei Neugeborenenakne?

Babyakne oder Neugeborenenakne entwickelt sich bei manchen Neugeborenen in den ersten Lebenswochen: Welche Ursachen die Pickel haben, wie lange sie bleiben und welche Behandlung hilft.

Babyakne: Was tun?
© GettyImages/Tatyana Tomsickova Photography

Kleine Pickelchen im Gesicht oder auf der Brust des Säuglings werden als Babyakne oder Neugeborenenakne bezeichnet. Diese Erscheinung ist völlig harmlos und heilt von alleine wieder ab. Wir verraten Ihnen, was genau es mit der Babyakne auf sich hat und wann sie doch ein Fall für eine ärztliche Beratung ist.

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Was ist Babyakne und wie lange dauert sie?

Bei der Babyakne, in der Fachsprache Acne neonatorum genannt, handelt es sich um Hautprobleme, die bei manchen Säuglingen innerhalb der ersten Lebenswochen auftreten – oft etwa ab der dritten Woche nach der Geburt. Im Gesicht, bevorzugt auf Stirn, Nase und Wangen sowie manchmal auch auf der Brust oder seltener auch auf dem restlichen Körper zeigen sich dann Pickelchen. Die Babyakne hält unterschiedlich lange an: Sie kann von einigen Tagen bis einigen Monaten dauern.

Ursachen: Warum tritt Babyakne auf?

Nicht nur die frisch gebackene Mutter macht in der Zeit nach der Geburt eine hormonelle Umstellung durch, auch das Baby ist von dem Hormonchaos betroffen. Wie die typische Akne in der Pubertät oder im Erwachsenenalter wird die Babyakne durch Hormone verursacht. Allerdings nicht von den eigenen, sondern noch von denen der Mutter. Babys tragen nach der Geburt Hormone der Mutter in ihrem Organismus, deren langsamer Abfall eine Hormonumstellung bewirkt. Gleichzeitig nehmen die Nebennieren des Babys ihre Arbeit auf und produzieren eigene Hormone. Die Talgdrüsen von Neugeborenen sind besonders sensibel und es kann in den ersten Lebenswochen ebenso wie später in der Pubertät zu einer Überproduktion von Talg kommen.

Obwohl Babyakne eher Babys betrifft, in deren Familie auch eine Pubertäts- oder Erwachsenenakne vorkommt, heißt das nicht automatisch, dass es später selbst so eine Akne entwickelt. Meist sind jedoch Jungen häufiger betroffen als Mädchen.

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Behandlung: Was hilft gegen Babyakne?

Die Babyakne ist harmlos und bedarf keiner speziellen Behandlung. Im Gegenteil: Sie sollte möglichst in Ruhe gelassen werden! Babys Haut ist in den ersten Lebensmonaten noch sehr empfindlich und reagiert schnell gereizt. Beachten Sie daher Folgendes:

  • Warmes Wasser genügt: Reinigen Sie die Haut bei Babyakne lediglich mit warmem Wasser und reiben Sie die betroffenen Stellen nicht zu sehr mit Waschlappen und Handtuch. Wenn möglich, verzichten Sie auch auf Feuchttücher und/oder Babytücher, solange ihr Baby Neugeborenenakne hat. Baden Sie ihr Baby ganz normal und verzichten Sie auf einen Badezusatz.

  • Zurückhaltung bei Cremes und Co.: Verwenden Sie in der Zeit der Babyakne Cremes oder Lotions nur nach ärztlicher Absprache. Genau wie die Aknehaut von Erwachsenen reagiert auch die Haut Ihres Babys nun besonders empfindlich auf fette Cremes, Salben oder Öle, da diese die Poren verstopfen können.

  • Spezielle Tinktur bei Entzündungen: Entzündete Stellen können Sie nach ärztlicher Absprache mit einer alkoholfreien Calendula-(Ringelblumen-)Tinktur-Mischung sanft abtupfen. Geben Sie dafür ein bis zwei Teelöffel Calendula-Tinktur auf 250 Milliliter abgekochtes und abgekühltes Wasser.

  • Finger weg: Bitte drücken Sie die Pickelchen der Babyakne keinesfalls aus, auch wenn sie sich mit Eiter füllen. Verwenden Sie keine Aknemittel für Erwachsene!

  • Kurze Nägel: Bei Babyakne empfiehlt es sich, die Fingernägel des Babys möglichst kurz zu halten, damit es die Pickelchen nicht versehentlich aufkratzt.

  • Weiche Kleidung: Wenn Ihr Baby die Neugeborenenakne auch am Körper hat, ist luftige Kleidung aus nicht kratzenden Materialien sinnvoll.

Babyakne: Wann zur ärztlicher Beratung?

Sicherheitshalber ist es bei einer möglichen Babyakne im Zweifelsfall ratsam, eine kinderärztliche Praxis aufzusuchen, um festzustellen, ob es sich nur um die harmlose Neugeborenenakne handelt oder doch etwa um einen allergischen Ausschlag oder ähnliches. Experimentieren Sie vorher keinesfalls mit Hausmitteln oder rezeptfreien Mitteln aus der Apotheke. Auch wenn sich die Pickel der Babyakne entzünden, stark verkrusten oder beim Baby Unwohlsein hervorrufen, sollte eine ärztliche Beratung in Anspruch genommen werden.

Teilen Sie dem Praxis-Team auch mit, wenn Sie stillen und Medikamente nehmen, da diese Faktoren Babys Haut ebenfalls beeinflussen können. Wenn in Ihrer Familie Akne gehäuft oder ein schwerer Aknefall aufgetreten ist, ist dies für die Diagnose der Babyakne ebenfalls von Interesse.

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