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Honig in der Schwangerschaft

Autor: Christian Fiala, Medizinautor
Letzte Aktualisierung: 30. April 2019

Manche Schwangere fragt sich, ob sie während der Schwangerschaft Honig essen darf. Da allgemein bekannt ist, dass Säuglinge unter einem Jahr keinen Honig essen dürfen, sind manche Frauen unsicher, ob Honig auch in der Schwangerschaft dem Ungeborenen schaden könnte.

Honig in der Schwangerschaft
Darf man Honig in der Schwangerschaft essen? In Maßen ja.
© iStock.com/richiesd

Honig ist ein Naturprodukt

Neben dem leckeren Geschmack birgt Honig auch Risiken. Sie sind der Grund, warum Babys unter einem Jahr keinen Honig essen dürfen. Das Bakterium Clostridium botulinum, das zwar nur sehr selten in Honig enthalten ist, kann zum sogenannten Säuglingsbotulismus führen. Hierbei lagern sich die Bakterien im Darm des Säuglings an und produzieren toxische Substanzen, die Lähmungserscheinungen zur Folge haben können.

Auch Listerien können in Honig vorkommen. Diese können sich allerdings durch den hohen Zuckergehalt im Honig nicht vermehren und sind somit nicht gefährlich in der Schwangerschaft. Außerdem enthält Honig antimikrobielle Substanzen, die Erregern das Leben schwer machen können.

Das Auftreten von Listeriose kommt in der Schwangerschaft häufiger vor. Dies liegt jedoch nicht am Konsum von Honig, sondern an einigen tierischen Lebensmitteln wie manchen Fleischerzeugnissen oder Wurst, geräuchertem Fisch, Milch und Milchprodukte (auch Käse). Listerien werden außerdem nicht selten auf pflanzlichen Lebensmitteln gefunden, oftmals in vorgeschnittenen Salaten.

Toxoplasmose-Bakterien sind hingegen nicht in Honig enthalten, weshalb es aus dieser Sicht auch nicht gefährlich für Schwangere ist.

Ist Honig in der Schwangerschaft erlaubt oder nicht?

Honig in der Schwangerschaft – ja oder nein? Honig gilt in der Schwangerschaft als unbedenklich, allerdings sollte er in Maßen genossen werden. Es spricht nichts dagegen, den Tee statt mit Zucker mit Honig zu süßen. Manche Imker empfehlen fruktosearmen Frühlingshonig als Tipp, um bei Schwangeren qualitative Gewichtszunahmezu fördern und unnötige Pfunde zu vermeiden.

Imker weisen außerdem darauf hin, dass Propolis, Gelee Royal und Pollen kein Honig sind. Aber auch bei diesen Produkten ist von einer Keim- und Sporenbelastung auszugehen, die dennoch unbedenklich ist. 

In Schwangerschaft und Stillzeit kann Honig bedenkenlos genossen werden, sofern der Konsum in Maßen erfolgt. Durch einen hohen Zuckergehalt ist Honig ein alternatives Süßungsmittel, das sehr lecker schmeckt.

Autor: Christian Fiala, Medizinautor
Letzte Aktualisierung: 30. April 2019
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