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Dienstwagen - Elterngeld?

Oh je, Ihr Lieben… ich habe mich die letzten Tage wirklich tot gegoogelt. Selbst ein Anruf bei der zuständigen Elterngeldstelle hat mich nicht weiter gebracht :-(.

Ich bin auf der Suche nach Frauen in Deutschland, die in früheren Schwangerschaften (allerdings nach 2012!) in der Elternzeit ihr Dienstauto weiter privat genutzt haben. Mein AG gesteht mir die private Nutzung zu (allerdings u.a. auch, weil ich plane, ab Lebensmonat 7 wieder in TZ einzusteigen).

Ich weiß, dass ich das Auto weiter versteuern muss während der Elternzeit. Vermutlich allerdings erst nachträglich, aber das hängt dann vom tatsächlichen Einkommen während der EZ ab.

Ich weiß auch, dass sich das Auto zusätzlich (und das ist eine Frechheit!) auf das Elterngeld auswirkt, da es vom Staat als "Einkommen" betrachtet wird. Obwohl es das nicht ist und obwohl ich es ja bereits versteuere!!! Egal, ich kann mich darüber nicht aufregen ;-).

Hatte eine von Euch schonmal so einen Fall? Wie viel wurde Euch abgezogen vom Elterngeld? Gerne auch per PN.
Zu mir: Ich komme auf die Maximalgrenze 1.800 € Elterngeld, meinen Wagen versteuere ich aktuell (inkl. km) mit 518 € / Monat.

 

DANKE schonmal!

Bisherige Antworten

Re: Dienstwagen - Elterngeld?

Also 518 € brutto natürlich… sonst wär's doch arg teuer :-P.

Re: Dienstwagen - Elterngeld?

Liebe Kalu, ich stehe nun vor der gleichen Fragestellung und finde wenig Informationen dazu. Wie viel wurde dir letztendlich für das Auto vom Elterngeld abgezogen?

Vielen Dank für deine Hilfe schon Mal!

Re: Dienstwagen - Elterngeld?

Hallo kalu,

das ist echt eine harte Nuss. Wenn nicht mal die Elterngeldstelle Bescheid weiß, würde ich entweder dort darauf drängen, jemanden ausfindig zu machen, der sich da auskennt. Schließlich muss dein Antrag ja von jemandem bearbeitet werden. Wenn das nicht fruchtet, würde ich evtl. echt etwas Geld in die Hand nehmen und mich beim Steuerberater bzw. Anwalt darüber schlau machen. Vielleicht haben die ja spezielle Mittel und Wege da an Informationen zu kommen. Bei deinem Arbeitgeber sind wahrscheinlich noch andere Damen, die vor der gleichen Situation standen, aber ob die Personalabteilung darüber Auskunft gibt bzw. den Kontakt herstellt bezweifle ich eher. Evtl. fällt dir da jemand ein, den du privat kontaktieren könntest. Ein Versuch wäre es wert und vor allem wäre es billiger als ein Anwalt/Steuerberater.

Auch wenn ich jetzt wahrscheinlich deinen Ärger auf mich ziehen werde, aber ich finde es keine Frechheit, dass dir das Auto angerechnet wird, da dies zweifellos ein geldwerter Vorteil ist. Normalerweise muss eine Mama mit Firmenwagen diesen nach dem Mutterschutz abgeben und selber zusehen wie sie mobil bleibt. Noch dazu kosten das Auto selber, die Reparaturen, die Wartung und (je nach Vereinbarung mit dem Arbeitgeber) der Sprit viel Geld, die andere neben dem Elterngeld selber aufbringen müssen.

Ich hoffe, dass dir noch jemand anders weiterhelfen kann, aber leider fällt mir zu dem Thema keine andere Lösung ein.

Ich wünsche dir alles Gute für deine Schwangerschaft und hoffentlich eine schöne Elternzeit mit deinem Zwerg.

LG

Re: Dienstwagen - Elterngeld?

Liebe voetstapjes,

vielen Dank, dass Du meinen Post gelesen und geantwortet hast.

Zunächst mal: Um Himmels Willen, wieso sollte ich zornig sein? Weder Du noch ich haben diese Gesetze gemacht :-).
Nach wie vor bleibe ich jedoch dabei, dass ich es ungerechtfertigt finde, dass der Staat zwei Mal zulangt. Ich zahle normal meine Steuern auf das Auto weiter (damit ist der geldwerte Vorteil abgegolten!) und trotzdem wird mir zusätzlich was beim Elterngeld abgezogen. Sorry, erschließt sich mir nicht. 

Ich bin schon viele viele Jahre bei meinem Konzern und habe als Trainee damals einige Stationen besucht und einige Frauen in Führungspositionen kennengelernt, die dann später auch Mutter wurden. Diese habe ich zT bereits angeschrieben. Alle, die bislang geantwortet haben, konnten nicht helfen, weil sie das Auto abgegeben haben ;-).

Man findet im Netz in den Foren ja wirklich zu ALLEM irgendwelche Erfahrungsberichte. Nur dazu nicht. Das finde ich schade.

Der Steuerberater weiß hier keinen Rat (meine Bekannte bereits dazu befragt ;-)) und ja, man kann sich kostenpflichtig beraten lassen. Ich dachte halt mal, ich frage mal rum. Wieso auch nicht.

PS: Sprit bekomme ich übrigens für die Monate 3-6 nicht, da ich da ja nicht für das Unternehmen tätig bin (während des Mutterschutzes hast Du ja ein Recht auf den Firmenwagen und auch auf die Spritbezahlung).

 

VG
Katharina

Re: Dienstwagen - Elterngeld?

Liebe Kalu,

ich bin zwar Steuerfachangestellte, aber so einen Fall hatte ich leider noch nicht.

Das der Dienstwagen über den Lohn versteuert wird ist ja normal wie du sagst. Das du den Dienstwagen auch in der Elternzeit nutzen darfst heißt für mich das du einen "Bonus" gegenüber anderen Dritten in Elternzeit hast und das dies wie eine zusätzliche Entlohnung zum Elterngeld gilt. Daher wird es vermutlich dem Elterngeld angerechnet. 

Schau mal bei Haufe.de ob du dazu was findest. Ich würde heut Abend mal schauen ob ich dazu was finde. :-)

Re: Dienstwagen - Elterngeld?

Danke Hanna, da hatte ich schon mal geschaut. Aber konkret kann mir keine Website etwas sagen... ;-).

Ist aber auch OK... wir finden eine Lösung.

Da kann man jetzt drüber streiten. In meiner Welt ist der geldwerte Vorteil mit den Steuern abgegolten. So ist es ja auch während der Nicht-Elternzeit. Ich bekomme ein Auto vom AG und zahle dafür an den Staat. Das genaaau gleiche tue ich in der EZ auch. Ich zahle genau den gleichen Betrag (mW). Und muss trotzdem Abstriche beim Elterngeld hinnehmen. Ich finde das doppelt abgesahnt. Denn meinen Vorteil gegenüber anderen mache ich durch die Versteuerung wieder gut. So wie zur Nicht-Elternzeit auch. 

Sei's wie's sei. Es ändert niemand das Gesetz ;-). Verstehen tu ich es dennoch nicht und fair finde ich es auch nicht. Aber meine Meinung ist natrl hier irrelevant ;-), da halt Gesetz.

Re: Dienstwagen - Elterngeld?

Ich verstehe was du meinst. Gerecht finde ich es auch nicht :-( und die Elterngeldstelle kann dazu nicht beraten? 

Re: Dienstwagen - Elterngeld?

Sorry, dass ich mich kurz einmische.

Der Dienstwagen ist ja quasi ein zusätzlicher Lohn zu deinem normalen Gehalt. Logisch, dass du darauf Steuern zahlst.

Wenn du den Dienstwagen nun in der Elternzeit weiter nutzt, ist es logisch, dass du darauf weiter Steuern zahlst. Damit hast du ja auch kein Problem. Du findest es ungerecht, dass du deswegen aber weniger Elterngeld bekommst... Der Dienstwagen zählt ja quasi wie ein Zuverdienst. Logisch, dass der versteuert wird. Und ebenfalls logisch, dass dir das vom Elterngeld anteilig abgezogen wird. Jede Frau (und jeder Mann), die in der Elternzeit dazu verdient, bekommt weniger Elterngeld. Man bekommt nicht das abgezogen, was man verdient, aber einen Teil davon. Die Arbeit soll sich ja auch trotzdem lohnen.

Beispiel: Du bekommst den Höchstsatz Elterngeld, verdienst pro Monat 300€ dazu, dann werden dir beim Elterngeld rund 100€ abgezogen.

Ich denke, mit dem Dienstwagen wird es ähnlich sein. Letztlich ist es ja ein Teilgehalt, dass du weiterhin bekommst (sogar ohne, dass du dafür etwas tun musst). Was der nun pro Monat wert ist, wirst du selber am besten wissen (auf irgendeinen Wert müssen sich die Steuern und Sozialabgaben, die du darauf zahlen musst, ja beziehen). Diesen Wert würde ich im Elterngeldrechner als monatlichen Zuverdienst eintragen und dann wirst du wohl in etwa auf die Summe kommen, die du erhalten wirst.

Letztlich ist das nur eine Mutmaßung meinerseits, aber für mich ergibt das Sinn. Sowohl, dass du den Wagen a) weiter versteuern musst und er b) Einfluss auf dein (ausgezahltes) Elterngeld hat.

Re: Dienstwagen - Elterngeld?

Danke Dir :-).

Alles, was Du schreibst, ist inhaltlich korrekt. Und mir völlig bewusst, bekannt und klar.

Trotzdem ist es für mich nicht nachvollziehbar & unfair, dass doppelt abgesahnt wird. 

Re: Dienstwagen - Elterngeld?

Dann verstehe ich nicht, worüber du dich aufregst. 

Jedem, der während des Elterngeldbezugs etwas hinzuverdient, wird etwas vom Elterngeld abgezogen. Es ist eine Ersatzleistung, die es einem ermöglicht, für das Kind im ersten Jahr da zu sein. Man muss nicht vorher groß Geld sparen, um über die Runden zu kommen, sondern man darf (mehr oder weniger bezahlt) ein Jahr zu Hause bleiben. Glaube mir, das ist in vielen Ländern anders. In manchen vielleicht besser, in den meisten aber schlechter geregelt. Zumindest vom finanziellen her. Selbst in der Schweiz müsstest du schnell wieder arbeiten, um an Geld zu kommen (die andere Seite ist natürlich, dass dort die Kinderbetreuung auch schon früher viel leichter möglich ist als hier in D, aber das ist jetzt ein anderes Thema).

Und wenn du es im eigentlichen Sinn betrachtest, dass es eine Ersatzleistung für dein Gehalt ist, dann ist es logisch, dass dir etwas abgezogen wird, wenn du den Dienstwagen behältst. Andernfalls müsste der Sinn des Elterngelds ein anderer sein. Nämlich eine Kindsprämie.

Die Diskussion, die dahinter steckt, ist dann eine ganz andere. 

Re: Dienstwagen - Elterngeld?

Zunächst mal: ich rege mich nicht auf ;-).

Dass es in anderen Ländern anders ist, ist mir bewusst. Nun lebe ich aber halt in Deutschland und nehme die guten, aber auch die schlechten Seiten, dessen an. 

Ich versuche zu erklären, dass ich zwar akzeptiere und inhaltlich verstehe, wie der deutsche Staat hier argumentiert. Ich es aber nicht gerechtfertigt finde.

Diese Leistung, die dauernd angesprochen wird, bezahle ich durch das Versteuern des Autos. Ich zahle ja auch während der Nicht-Elternzeit nicht doppelt. Die Leistung ist doch die gleiche, ob ich normal arbeite oder ob ich in EZ bin. Es ist EIN Auto, das ich nutze, das zu Wartung muss usw usw. Es ist EINE Leistung. Die ich - wie schon mehrfach angesprochen - weiterhin versteuere in der EZ. Wieso jetzt diese "Gefälligkeit" NOCHMAL als Gehalt dargestellt wird und ich NOCHMAL Abzüge habe, genau das ist mein Thema. 

Ich rege mich nicht auf, ich habe es bereits akzeptiert und es ist alles bene. Ich wollte lediglich von Frauen, denen es ähnlich erging, wissen, ob sie mir sagen können, wie es bei denen konkret lief. Nichts anderes. Ging es Dir denn so ähnlich? 

 

PS: Ich habe übrigens keine Angst davor, nicht über die Runden zu kommen. Wäre dem so, würde ich nicht ab Lebensmonat 7 freiwillig wieder Teilzeitarbeit anstreben. Denn das ist quasi der finanzielle Ruin (wenn man Dienstwagen noch dazu rechnet).

 

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