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Montag, 20. November 2017
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Erste Hilfe bei Baby und Kind

Erste Hilfe bei Baby und Kind
Jeder kann einmal in die Situation kommen, Erste Hilfe bei Baby oder Kind leisten zu müssen
(c) Stockbyte

Jeder kann einmal in eine Situation kommen, in der ein Baby oder Kind Erste Hilfe benötigt. Der Ablauf von Erste Hilfe sollte daher bekannt sein. Erste-Hilfe-Kurse können außerdem bei verschiedenen Anbietern absolviert werden.

Erste Hilfe bei Baby und Kind ist nicht nur für Eltern wichtig. Auch jeder medizinische Laie kann einmal in die Situation kommen, einem Kind Erste Hilfe leisten zu müssen. Es schadet also nicht, wenn ein Erste-Hilfe-Kurs gemacht oder aufgefrischt wird. In manchen Berufsgruppen ist dies ohnehin vorgeschrieben.

Erste Hilfe bei Baby und Kind – Eltern sollten vorbereitet sein

Die meisten Unfälle von Kindern passieren in der Freizeit und im Haushalt, noch mehr als im Straßenverkehr. Eltern sollten also immer einen Erste-Hilfe-Kasten und ein paar Mittel, etwa eine Wunddesinfektion, zu Hause haben. So können sie im Verletzungsfall des Kindes Wunden notdürftig versorgen oder beispielsweise Blutungen stoppen, bis professionelle Hilfe eintrifft. Meistens sind Eltern ja diejenigen, die als erste am Unfallort sind.

Auffrischung von Erste-Hilfe-Kursen für Baby und Kind zweijährig empfohlen

In den mindestens achtstündigen Erste-Hilfe-Kursen speziell für die Versorgung von Babys und Kindern werden insbesondere die Maßnahmen trainiert, die sich von der Ersten Hilfe an Erwachsenen unterscheiden. Die Anbieter empfehlen, diese Kurse alle zwei Jahre zu wiederholen.

Erste Hilfe bei Baby und Kind – gibt es einen bestimmten Ablauf?

Die sogenannte Rettungskette unterteilt die Erste Hilfe in drei Abschnitte (Kettenglieder). Das erste Kettenglied sind die lebensrettenden Sofortmaßnahmen. Hierzu zählen:

  • Absicherung der Unfallstelle, Eigensicherung (beispielsweise im Straßenverkehr)
  • Retten des verunfallten Kindes aus einem Gefahrenbereich (z. B. bei Brand)
  • Schockbekämpfung und blutstillende Maßnahmen bei lebensbedrohlicher Blutung
  • Lagerung in stabiler Seitenlage bei Bewusstlosigkeit des Kindes
  • Herz-Lungen-Wiederbelebung bei Herz-Kreislauf-Stillstand des Kindes

Erste Hilfe bei Baby und Kind – die „fünf W“ des Notrufs

Anschließend erfolgt im Rahmen des zweiten Kettengliedes die Absetzung eines Notrufs. Auch dieser sollte möglichst in der vorgegebenen Reihenfolge der „fünf W“ durchgeführt werden. Ist die Aufregung sehr groß, wird der Anrufer von der Rettungsleitstelle angeleitet, die Unfallsituation möglichst genau zu schildern, damit der Rettungsdienst vor dem Eintreffen möglichst gut vorbereitet und informiert ist. Folgende Reihenfolge sollte hier eingehalten werden:

  • Wo ist es passiert?
  • Was ist passiert?
  • Wie viele Verletzte gibt es? Bei Babys und Kindern sollte eine ungefähre Altersangabe erfolgen.
  • Welche Verletzungen oder Erkrankungen müssen versorgt werden?
  • Warten auf Rückfragen der Rettungsleitstelle

Im dritten Abschnitt der Rettungskette wendet sich der Helfer wieder direkt an das Baby oder Kind. Weitere Erste-Hilfe-Maßnahmen werden nun durchgeführt. Dies bedeutet beispielsweise Beruhigung des Kindes und psychische Betreuung, Versorgung kleinerer Wunden, Ruhigstellung von Knochenbrüchen und Zudecken des Babys oder Kindes zum Wärmeerhalt. Der Ersthelfer sollte dem Kind Ruhe und Sicherheit vermitteln, bis der Rettungswagen eintrifft.

Wo finden Erste-Hilfe-Kurs für Babys und Kinder statt?

Einige Angebote zu Erste-Hilfe-Kursen für Babys oder Kinder werden unter anderem von den Johannitern, dem Malteser-Hilfsdienst oder dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) bereitgestellt. Hier können sich interessierte einen Kurs in ihrer Umgebung suchen.

http://www.asb.de/erste-hilfe-bei-kindernotfaellen.html

http://www.johanniter.de/aus-und-weiterbildung/erste-hilfe-kurse/erste-hilfe-am-kind/?pk_campaign=Jugendarbeit&pk_kwd=Erste%20Hilfe

Erste Hilfe leisten – im Gesetz verankert

Wer sich trotz Zumutbarkeit weigert, Erste Hilfe zu leisten, macht sich unter Umständen nach § 323 c des Strafgesetzbuches strafbar. Im Sinne einer optimalen Erstversorgung von Verletzungen bei Babys und Kindern teilen sich idealerweise mehrere Unfallzeugen die Aufgaben. Diese sollten allerdings möglichst koordiniert ablaufen, also gibt am besten der erfahrenste Helfer den Ton an. Während sich beispielsweise ein Beteiligter um die Erstversorgung kümmert, ruft ein zweiter schon den Notruf an.

 

Autor:
Letzte Aktualisierung: 08. November 2016
Quellen: De Gruyter, Pschyrembel Klinisches Wörterbuch 2013, de Gruyter Verlag, Berlin 2012; Online-Informationen der Barmer BEK http://www.barmer-gek.de (Stand: Oktober 2013)

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