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Body-Mass-Index (BMI)

Body-Mass-Index (BMI) ist eine Messgröße zur Beurteilung des Körpergewichts. Um den BMI zu berechnen, wird das Gewicht ins Verhältnis zur Körpergröße gesetzt. Ab einem BMI von 25 gilt man als übergewichtig.

Body-Mass-Index (BMI)
Der Body-Mass-Index (BMI) ist eine Messgröße zur Beurteilung des Körpergewichts, seine Aussagekraft stößt aber mitunter an ihre Grenzen
iStock/stockvisual

Wo man mit dem eigenen Gewicht steht, ist oftmals schwer einzuschätzen. Eine Messgröße wie der Body-Mass-Index (BMI) kann dabei helfen. Ein Gewicht gilt als "normal" bei einem BMI zwischen 18,5 und 24,9.

Die geläufige Formel zur Berechnung des BMI gilt nur für Erwachsene. Zur Bestimmung des Body-Mass-Index (BMI) wird das Körpergewicht in Kilogramm durch die Körpergröße (in Metern) zum Quadrat geteilt. Die Formel für die Berechung des Body-Mass-Index lautet:

BMI = Körpergewicht [kg] / Körpergröße [m] x Körpergröße [m]

Folgende Einstufung des Gewichts nimmt die Weltgesundheitsorganisation WHO für Erwachsener unabhängig von Alter und Geschlecht vor:

  • unter 18,5: untergewichtig
  • 18,5 und 24,9: normalgewichtig
  • ab 25: übergewichtig
  • über 30: stark übergewichtig.

Beispiel: Bei einem Gewicht von 65 Kilogramm und einer Größe von 1,68 Metern beträgt der Body-Mass-Index 23 und liegt somit im normalen Bereich. Außerdem ist der BMI abhängig vom Alter einer Person. Die optimalen BMI-Werte für die unterschiedlichen Altersgruppen sind:


Alter BMI
19 - 24 19 - 24
25 - 34 20 - 25
35 - 44 21 - 26
45 - 54 22 - 27
55 - 64 23 - 28
65 und älter 24 - 29

Der Body-Mass-Index wird auch herangezogen, um eine Erkrankung - beispielsweise Essstörungen - festzustellen oder deren Schweregrad zu beurteilen. Ein BMI bei oder unter 17,5 gilt als Grenzwert für eine Magersucht. Ein BMI von 30 und mehr gilt als Grenzwert für starkes Übergewicht (Adipositas). Auch Empfehlungen zur Gewichtszunahme während der Schwangerschaft orientieren sich am Body-Mass-Index.

Wichtig zu wissen: Der BMI gilt nicht für Schwangere, Stillende und Sportler.

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Berechnung des BMI bei Kindern

Bei Kindern und Jugendlichen bis zum Alter von 18 Jahren schwankt das Verhältnis von Knochen- und Muskelmasse während des Wachstums. Daher wird bei ihnen eine Abwandlung des Body-Mass-Index zur Einschätzung des Körpergewichts genutzt. Bei der Auswertung werden Geschlechterunterschiede und Altersmerkmale berücksichtigt.

Der Index dient auch hier zur Diagnose, beispielsweise von Übergewicht und Adipositas, die zu orthopädischen und psychischen Erkrankungen sowie zu Herz-Kreislauf-Problemen führen können. Bereits 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen zwischen drei und 17 Jahren in Deutschland sind übergewichtig. Etwa vier bis fünf Prozent sind stark übergewichtig (adipös).

Für eine realistische Einschätzung des Body-Mass-Index' eines Kindes empfiehlt es sich, neben dem Body-Mass-Index auch die Meinung des Kinderarztes heranzuziehen.

Einen BMI-Rechner für Kinder ab 8 Jahre finden Sie hier.

Grenzen der Aussagekraft des Body-Mass-Index

Viele Experten kritisieren den Body-Mass-Index als zu allgemein. Tatsächlich stößt seine Aussagekraft gelegentlich an seine Grenzen. So können mit dem BMI nur Aussagen über das Gewicht an sich getroffen werden. Woraus dieses Gewicht besteht (Körperfett, Muskeln, Knochen) wird gar nicht berücksichtigt.

Der BMI erlaubt in seinen Einstufungen lediglich Spielräume. Bodybuilder zum Beispiel kommen häufig auf einen Body-Mass-Index von 30 und mehr. Ihre Körpermasse setzt sich jedoch hauptsächlich aus Muskeln und nicht aus Fett zusammen. Laut Einstufung würden sie als stark übergewichtig gelten. Es können mit dem Body-Mass-Index also keine Aussagen zur Verteilung von Fett und Muskeln im Körper oder zur allgemeinen Fitness eines Menschen getroffen werden.

Zudem kann das Körpergewicht von genetischen Faktoren beeinflusst sein. Manche Menschen sind besonders "dünn" und haben einen entsprechend niedrigen BMI, sie leiden aber nicht automatisch an einer Essstörung. Daher ist das individuell "richtige" Körpergewicht oft abhängig von Faktoren wie sportlicher Betätigung, Ernährung , Veranlagung oder der Art der Berufstätigkeit.

Autor:
Letzte Aktualisierung: 21. Februar 2018
Quellen: Online-Informationen des Bundesgesundheitsministeriums: www.bundesgesundheitsministerium.de (Stand: September 2017) Online-Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): www.bzga-kinderuebergewicht.de (Abruf: Januar 2018); Online-Informationen der Weltgesundheitsorganisation (WHO): www.who.int (Stand: September 2017);

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