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Übergewicht bei Kindern: Tipps zur Veränderung der Alltagsgewohnheiten

Autor: 9monate.de
Letzte Aktualisierung: 20. Juli 2017

Es gibt viele hilfreiche Tipps und Tricks, die beim Abnehmen helfen und die es erleichtern können, das angestrebte Ziel der Gewichtsreduktion und -stabilisierung diszipliniert zu erreichen. Dazu zählt am Anfang unseres "Wegs der kleinen Schritte", bestimmte Alltagsgewohnheiten vieler übergewichtiger Kinder zu verändern, um langfristig das Gewicht zu reduzieren.

Übergewicht bei Kindern: Tipps zur Veränderung der Alltagsgewohnheiten
Mit Bewegung kann Übergewicht vorgebeugt werden
(c) iStockphoto/Tomwang112

Kassettenrecorder, Computer, Fernsehen und Gameboy gehören heute schon fast zur Grundausstattung vieler Kinderzimmer und prägen vor allem das Freizeitverhalten vieler übergewichtiger Kinder. Insgesamt hat seit den 1990er Jahren der Fernsehkonsum von Kleinkindern ebenso exzessiv zugenommen wie die Nutzung von Gameboy- und Computerspielen bei größerer Kindern und Jugendlichen. Folgen dieser multimedialen Vielbeschäftigung sind neben Haltungsschäden und Störungen der sprachlichen und feinmotorischen Entwicklung vor allem die Fettleibigkeit durch den Mangel an körperlicher Bewegung.

Vor allem dicke Kinder ziehen sich gerne mit diesen Beschäftigungen in ihr Zimmer zurück, anstatt mit Altersgenossen draußen herum zu toben und zu spielen. Natürlich ist es aus medizinischer Sicht dringend geboten, diese Kinder zum richtigen Maß einer sinnvollen Mediennutzung hin zu führen, um die Vielnutzung und die daraus resultierenden Folgeschäden einzudämmen.

1. Stufe der Veränderungen

Die erste wichtige Maßnahme auf dem Weg der kleinen Schritte ist der Vorsatz, jeden Tag etwas weniger vor dem Bildschirm, dem Fernseher oder mit dem Gameboy zu verbringen. Das fällt vielen Kindern natürlich schwer und sie sind auf die Hilfe und Unterstützung ihrer Eltern dabei angewiesen.
Es ist eine wichtige Aufgabe der begleitenden Eltern, ihren Kindern durch Lob und Anerkennung die Fähigkeit zur Selbstkontrolle und Selbstregulation auf diesem Gebiet zu vermitteln. Das Erlernen von Selbstkontrolle und -regulation ist gleichzeitig auch eine wichtige Voraussetzung, um eine dauerhafte Reduzierung des Gewichtes zu erreichen und zu halten.

Wie aber lobt man richtig?

Auch das Loben basiert am besten auf der "Kunst der kleinen Schritte". Oft genügt schon ein Lächeln, ein Streicheln oder kurzes In-den-Arm-nehmen, um dem Kind zu vermitteln, dass man stolz auf seine Leistungen ist. Natürlich ist es wichtig, sich hierfür mit dem, was das Kind tut, inhaltlich auseinander zu setzen und das auch auszudrücken. Eine Leistung lobend in Worte zu fassen, wie etwa "Du kannst aber superstolz darauf sein, dass Du es schaffst, jeden Tag etwas weniger Gameboy zu spielen" hilft vielen Kindern weiter als nur ein oberflächliches "gut gemacht". Ein solches einsilbiges Lob signalisiert oft ein elterliches Desinteresse, das die Kinder auch deutlich spüren.

Natürlich wirken auch kleine Belohnungen sehr motivierend, um das Kind in seinem Bemühen zu bestärken. Es versteht sich von selbst, dass hierfür ess- und trinkbare Überraschungen tabu sind. Die größten Erfolge erzielt man oft, wenn es sich bei den Belohnungen um gemeinsame Unternehmungen mit der ganzen Familie, wie z.B. einem Freibad- oder Zoobesuch handelt.

Eltern schlagen so leicht mehrere Fliegen mit einer Klappe: Das Kind fühlt sich besonders belohnt, und die Bewegung und der Spaß dabei lenken die Gedanken vom Essen ab. Während dieser Zeit genießen alle zusammen den Erfolg und werden bestätigt in ihrem Vorhaben: "Gemeinsam können wir es schaffen, unsere Gewohnheiten zu verändern und unsere Ziele damit zu erreichen".

2. Stufe der Veränderungen

Ist der 1. Schritt geschafft, sollte die jetzt "eingesparte" Zeit, die sonst vor Fernsehen oder Computer verbracht wurde, möglichst sinnvoll ausgefüllt werden. Ein täglich fest eingeplanter Aufenthalt im Freien ist gesund und stellt gleichzeitig einen guten Einstieg für ein individuelles Fitnessprogramm dar. Ob das Kind hierbei mit Freunden draußen spielt oder den Hund spazieren führt, ist zunächst egal, Hauptsache, es bewegt sich an frischer Luft.

Vielen Kindern wird ein Bewegungsmangel durch ihre Lebensverhältnisse regelrecht aufgezwungen. Wenn nicht schon im Kindergarten, so ist spätestens in der Schule für alle Kinder stilles Sitzen und ruhiges Verhalten angesagt. Nachmittags ist dann oft noch ein Berg von Hausaufgabe zu erledigen. Viele Kinder gewöhnen sich daran und machen es sich anschließend auf dem Sofa bequem und schauen Fernsehen oder lesen ein Buch. Dabei wird nicht selten viel genascht.

Regelmäßige körperliche Bewegung ist beinahe ebenso wichtig für eine Gewichtsreduktion wie vernünftiges Essen:

  • Der Stoffwechsel wird angekurbelt, das Fettgewebe ab- und das Muskelgewebe aufgebaut.

  • Der Kreislauf wird angeregt, neue Energien freigesetzt und Sehnen und Bandstrukturen gekräftigt.

  • Passivität und Lethargie können schneller überwunden werden und der Stress, den viele Kinder vorher "weg futterten" wird auf gesunde Art und Weise abgebaut.

  • Die Gedanken kreisen bei körperlicher Betätigung nicht pausenlos ums Essen.

  • Das negativ besetzte Körpergefühl, das viele Pummelchen plagt, wird zum Positiven verändert, damit wächst auch das Selbstbewusstsein.

Natürlich brauchen manche Kinder, die bisher lieber in ihrem Zimmer gehockt haben, anstatt sich zu bewegen, auch in dieser Phase oft die Unterstützung von ihren Eltern. Diese sollten deshalb auch in Bezug auf einen aktiven Lebensstil ganz bewusst mit gutem Beispiel voran gehen. Jedes Kind sieht die Notwendigkeit von Bewegung leichter ein, wenn Vater und Mutter mitmachen. Auch hier bieten sich regelmäßige gemeinsame Unternehmungen für den "Einstieg" an.

Eine wichtige Voraussetzung ist es, dass der Sport dem Kind Spaß macht, sonst bleibt es nicht bei der Stange. Außerdem muss er, zumindest in der Startphase, so beschaffen sein, dass er die ohnehin durch das Gewicht schon stark strapazierten Gelenke nicht zu sehr belastet. Geeignete Sportarten sind:

  • Radfahren
    Gerade im Frühling und Sommer sind gemeinsame Familienradtouren auch nach "Feierabend" noch gut durchzuführen, weil es ja lange genug hell ist. Radfahren wird von vielen Kindern nicht als anstrengender Sport, sondern als spannendes Unternehmen angesehen, deshalb sind sie auch schnell dafür zu begeistern. Viele Muskelgruppen des Körpers werden hierbei in Bewegung gesetzt und gestärkt und der gemeinsame Spaß lässt die Gedanken an das Essen oft vorübergehend in den Hintergrund treten. Außerdem stärkt es Herz und Kreislauf und fördert die Ausdauer und Kondition.

  • Schwimmen
    Auch Schwimmen ist ein sehr geeigneter Einstiegssport, der, gemeinsam mit Freunden oder der Familie auch viel Spaß macht. Das Schwimmen belastet die Gelenke kaum, trainiert die oft geschwächte Rückenmuskulatur und trägt zum Fettabbau bei. Leider sind viele übergewichtige Kinder in der Startphase der Gewichtsreduktion aufgrund ihres Aussehens jedoch noch nicht bereit, sich in Badekleidung in der Öffentlichkeit zu zeigen. Das sollte man auch zunächst akzeptieren und auf andere Sportarten ausweichen.

  • Walking
    Gemeinsam mit den Eltern kann ein regelmäßiger Spaziergang oder auch "Walking" die Lust an der Bewegung wecken und gleichzeitig einen Trainingsanreiz für den gesamten Organismus bieten. Walking ist ein bewusstes Gehen, bei dem das Tempo etwas über dem eines normalen Spaziergängers und unter dem eines Joggers liegt. Man geht dabei locker und aufrecht, Arme und Beine bewegen sich in gleichmäßigem Rhythmus. Die Körperhaltung verbessert sich mit der Zeit durch die Übung.
    Walking belastet im Gegensatz zum Joggen die Gelenke und Bänderstrukturen nicht übermäßig stark, was der Statik eines übergewichtigen Kindes durchaus entgegen kommt. Es trainiert und stärkt alle Muskelgruppen und trägt zum Fettabbau bei.

  • Rollschuhlaufen / Skating
    Hier werden vor allem die Beinmuskeln trainiert und die Geschicklichkeit und Koordinationsfähigkeit gefördert.

  • Rudern
    Rudern ist ein ideales Training für Kraft und Ausdauer und stärkt das Herz und den Kreislauf.

  • Judo
    Vor allem der Muskelaufbau, die Koordination und die Beweglichkeit werden hier unterstützt. Die Fähigkeit zur Selbstverteidigung hebt das Selbstvertrauen enorm und mit den erlernten Tricks kann ein Kind sein Image unter Gleichaltrigen immens aufpolieren.

  • Reiten
    Dieser Sport lässt die Pfunde dahin schmelzen und trainiert gleichzeitig die Muskulatur von Rücken, Bauch und Oberschenkeln. Vielen Kinder verhilft der Umgang mit den Tieren auch zu einem Weg aus der Passivität.

Folgende Punkte sollten beim gemeinsamen Sport von allen begleitenden Eltern beachtet werden:

  • Strenge Regeln verderben den Spaß, deshalb ist es wichtig, an alle Unternehmungen spielerisch heran zu gehen.

  • Elterlicher Ehrgeiz sollte beim gemeinsamen Sport hinten an stehen, denn nichts demotiviert so wie ein unerreichbares sportliches Ideal vor Augen. Übergewichtige Kinder fühlen sich schnell noch tollpatschiger und verlieren erst recht die Lust.

  • Jeder mögliche Weg sollte gemeinsam mit dem Fahrrad anstatt mit dem Auto bewältigt werden.

  • Lifte sind tabu, Treppensteigen ist in.

  • Auch zu Hause sollten Kinder und Eltern herum toben dürfen. Besonders Väter sind als Klettergerüst, Kitzelgegner oder wildes Tier, vor dem man fliehen muss, sehr beliebt.

Auch in dieser Phase sollte das Kind für jeden Erfolg speziell gelobt und manchmal auch belohnt werden. Kleine Überraschungen sind hierbei viel wirkungsvoller als ein großes Geschenk, das beim Erreichen eines Sollgewichts in Aussicht gestellt wird. Das ist meistens noch viel zu lange hin, um als Anreiz für das Kind attraktiv zu sein. Wichtig ist es auch, sein Kind zu trösten statt auszuschimpfen, wenn sich zwischendurch kleine "Sünden" einstellen. Schimpfen hilft erfahrungsgemäß kaum, während positive Verstärkung für fast jedes Kind ein Anreiz zum Weitermachen darstellt.

3. Stufe der Veränderung

Parallel zu den ersten beiden Stufen ist es natürlich wichtig, seine Ernährung und sein Essverhalten umzustellen. Ganz besondere Bedeutung besonders für Kinder kommt dabei dem Verzicht auf Süßigkeiten und Knabbereien zu. Kindern die Süßigkeiten komplett zu entziehen, würde für viele an Folter grenzen, denn fast alle lieben Süßes und Chips über die Maßen. Die Lust am Süßen ist auch lange gelernt. Schon die Muttermilch hat einen leicht süßliche Geschmack, der folgende Kostaufbau geschieht nicht selten überwiegend mit süßen Breien und Getränken. Bevor die Kinder andere Geschmacksrichtungen wie salzig oder sauer, bitter oder scharf überhaupt kennen lernen, hat sich bei vielen die Vorliebe für Süßes schon fest gesetzt. Und weil es so gut funktioniert, ersetzen Süßigkeiten später auch viele andere Dinge: es gibt ein Betthupferl statt einer vorgelesenen Geschichte, einen Trostlutscher für ein aufgeschlagenes Knie oder ein Eis als Lob für besondere Leistungen. Schnell lernen Kinder auf diese Weise Süßigkeiten nicht nur als Leckereien sondern auch als Gemütsaufheller zu schätzen.

Natürlich sind Verbote der denkbar ungeeignetste Weg, Kinder vom Schleckern abzuhalten. Verbotenes reizt besonders stark, deshalb würden die meisten Kinder wahrscheinlich jede mögliche Gelegenheit wahrnehmen, unbeobachtet "Schmankerl" in sich hinein zu stopfen. Dabei können sie aufgrund des schlechten Gewissens die verbotenen Freuden nicht mal richtig genießen.
Vernünftiger ist es, Naschereien als Extra zwischendurch zu erlauben und jeden bewussten Verzicht des Kindes auf Süßigkeiten besonders zu loben. So kann jedes Kind lernen, damit umzugehen und hoffentlich nicht mehr so wild darauf zu sein.

Allerdings sollte man auch hier mit dem bewährten Weg der kleinen Schritte vorgehen, denn ein zu hoch gestecktes Ziel wie ein weitgehender Süßigkeitsverzicht in kurzer Zeit ist unrealistisch und führt aufgrund des Scheiterns nur zu Enttäuschungen. Diese setzen nur zu schnell den bekannten Teufelskreis (Trost durch Essen) wieder in Gang.

Ein hilfreicher Trick ist es, alle Verwandten und Bekannte über das Vorhaben zu informieren. So kann vermieden werden, dass Süßes mitgebracht wird. Auch hilft fast jeder gerne mit, dass unnötige Versuchungen durch herumstehende Süßigkeiten gar nicht erst entstehen.

Geduld ist wichtig

Zusätzlich braucht man für die Startphase noch jede Menge Geduld, denn nur wer bei diesem Unternehmen Geduld und Zeit investiert, hat meistens auch Erfolg. Erste Erfolge werden nach der Beherzigung der ersten 3 Schritte recht bald sichtbar und der Blick auf die Waage und in den Spiegel zeigen, dass die Kleidung nicht mehr spannt und das Gesicht nicht mehr so rundlich wirkt. Auch Eltern und Freunde merken das und freuen sich mit. Das wiederum ist Balsam für die Seele und gibt Mut zum Weitermachen.

Mit dem Schmelzen der Pfunde entwickelt sich bei vielen übergewichtigen Kindern auch eine gesunde Selbstliebe, aus der sich ein gesundes Selbstwertgefühl entwickeln kann. Das schafft Zufriedenheit und nur, wer mit sich zufrieden ist, kann auch lernen, in sich selber zu ruhen.

4. Schritt der Veränderungen

Eine wichtige Voraussetzung für eine dauerhafte Gewichtsabnahme ist es, die mit der Nahrung aufgenommene Energie zu reduzieren und gleichzeitig den Energiebedarf durch zusätzliche Bewegung zu erhöhen. Da die Essgewohnheiten und das Essverhalten der Eltern auch die Ernährungsgewohnheiten eines Kindes prägen, ist es einleuchtend, dass auch hier die Vorbildfunktion von Mutter und Vater an erster Stelle stehen, wenn sie ihrem Kind bei der Bewältigung seines Gewichtsproblems helfen wollen. Auch sie sollten darauf verzichten, zwischendurch zu Süßem oder zu Knabbereien zu greifen oder sich beim Brotkauf ein Stück Kuchen zusätzlich zu gönnen, denn solange sie sich selber solche süßen "Verführungen" gestatten, ist es nicht zu erwarten, dass sich ihr Kind anders verhält.

Wird diese Veränderung jedoch zum "Familienprogramm", in dem es ebenso wenig Essenverwöhnte wie Ausgegrenzte gibt und bei dem die Kinder auch auf die Eltern "aufpassen" dürfen, damit ihnen kein Ausrutscher passiert, ziehen alle am gleichen Strang und Gemeinsamkeit macht stark. So fällt es einem übergewichtigen Kind leichter, bei der Stange zu bleiben.

Sich von geliebten Essgewohnheiten zu trennen, ist alles andere als leicht. Erwachsene wissen das meistens aus Erfahrung und für Kinder, die meistens sehr an vertrauten Gewohnheiten hängen, ist es oft besonders hart. Aber auch ihren Geschmack kann man ändern, wenn man es langsam angehen lässt. Veränderungen im Hauruck- Verfahren provozieren dagegen meistens nur Ablehnung und das Genießen im Geheimen. Wahrscheinlich stopft ein übergewichtiges Kind dann eben heimlich weiter unkontrolliert Süßes und Fettes in sich hinein.

Meistens sind Schulkinder schon alt und verständig genug, um die Bedeutung der verschiedenen Lebensmittel für das Wohlbefinden zu verstehen, wenn sie ihm erklärt werden. Hilfreich ist es ebenfalls, das Kind bei der Planung der Mahlzeiten, dem Einkauf und der Zubereitung von Lebensmitteln mit einzubeziehen.

Regelmäßige Mahlzeiten, an denen möglichst alle Familienmitglieder teilnehmen, fördern das Vorhaben ebenfalls. Gute Tischmanieren, gemütliche Tischatmosphäre und feste Regeln helfen dem Kind dabei, langsam sein Essverhalten kontrollieren zu lernen, ohne dabei Zwang zu empfinden. Es entdeckt, dass es nicht darauf ankommt, möglichst schnell und möglichst viel zu essen. Der Genuss wird viel größer, wenn man bewusst isst und trinkt.

Folgende Tricks helfen bei der Umsetzung des Vorhabens:

  • Das Auge isst mit, wenn das Essen attraktiv auf dem Teller angerichtet ist, reizt auch Gemüse und Salat den kindlichen Gaumen.

  • Vor dem Essen sollte Mineralwasser in kleinen Schlucken getrunken werden.

  • Mit kleinerem Besteck isst man langsamer und wird dadurch schneller satt.

  • Vorspeisen wie Rohkostsalat oder Brühe, nehmen den größten Hunger.

  • Legt man das Besteck zwischendurch zur Seite, z.B. wenn man dem Kind zuhört, was es aus der Schule erzählt, und kaut dabei bewusst, tritt das Sättigungsgefühl schneller ein.

  • Gegessen wird immer im Sitzen und nie im Stehen, Ablenkungen wie Fernsehen oder Lesen beim Essen sollten tabu sein.

  • Leichte Zwischenmahlzeiten bewahren vor Heißhungerattacken.

  • Stellt man das Trinken von Limo oder Cola auf Wasser um, fällt es leichter, wenn es in einem Krug mit einigen Zitronenschnitzen angerichtet ist.

  • Die Umstellung auf Vollkornprodukte sollte langsam geschehen, indem man zunächst nur wenig Neues unter das bislang Übliche mischt und den Anteil allmählich steigert. Manche Kinder reagieren sonst schnell mit Blähungen und Bauchweh.

  • Süße Nachspeisen dürfen auf dem Speiseplan stehen bleiben, allerdings bevorzugt in Form von Joghurt, Quark oder Obst anstelle von Puddings und Cremes.

  • Ausnahmen fördern die Regel: zwischendurch kann man seinem Kind ruhig einmal eine Schlemmerrunde mit seinen Lieblingsspeisen, wie Pommes/Majo oder einem Rieseneisbecher gönnen. Auch an Kindergeburtstagen braucht ein übergewichtiges Kind nicht zuschauen, wie die anderen Süßes "bis zum Abwinken" futtern. Diese Ausnahmen machen es viel leichter, sich ansonsten an die Regeln der gesunden Ernährung zu halten.

Autor: 9monate.de
Letzte Aktualisierung: 20. Juli 2017
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