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Geburtsbericht Hannah

Hier ist nun der Bericht unserer nicht ganz so schönen Geburt. Ich hab lange überlegt, ob ich überhaupt einen schreiben soll, aber ich mache es jetzt einfach, so dramatisch wie es sich in dem Moment angefühlt hat, war es im Endeffekt nicht.

 


Am Morgen des 8.11. bin ich mit einer kleinen Zeichnungsblutung aufgewacht. Ich hab mich gefreut, weil so die Geburt bei einer Freundin auch begonnen hat. Da ich bei 40+2 war, hatte ich an dem Tag eh einen FA-Termin am späten Vormittag. Bis dahin hatte ich dann alle halbe Stunde eine Wehe, die sich anders anfühlte, als die bisherigen Übungswehen. Auf dem CTG beim Arzt war aber nix zu sehen, da die Aufnahmezeit einfach nicht passte. Muttermund war auch noch geschlossen, trotzdem waren sowohl der FA als auch ich der Ansicht, dass wir uns zum pro forma vereinbarten Termin am 11.11. wohl nicht mehr sehen würden.

Bis zum Nachmittag zog sich der halbstündige Wehenrhythmus hin, ich hab noch einen kurzen Mittagsschlaf gemacht, der dann sehr abrupt mit der ersten wirklich sehr schmerzhaften Wehe geendet hat. Ab da wurden die Abstände kürzer und ich musste jede Wehe konzentriert verarmen. Um 21:30 Uhr sind wir dann im Krankenhaus angekommen, ich wurde ans CTG gehängt und erstmal mit meinem Mann allein gelassen, weil die Ärztin noch im OP war und die Hebammen gerade den Schichtwechsel vorbereitet haben. Nach einer halben Stunde platzte die Fruchtblase und ab da wurden die Wehen unerträglich. 5 Minuten Abstände, Dauer 2,5-3 Minuten mit teilweise kleineren Wehen dazwischen. Ich hab vor Schmerz gesungen (hab nie gedacht, dass diese Ausdrucksweise tatsächlich stimmt) und kam mit dem Veratmen nicht hinterher, ich war so vom fast konstanten Schmerz aus dem Konzept gebracht. 

Nach mehrfachem Klingeln auf das niemand reagierte (wegen des Schichtwechsels), wurde ich dann 1,5 Stunden nach Beginn des CTGs endlich Mal untersucht, Ergebnis: MuMu erst 2cm offen, für eine PDA muss er mindestens 3-4 cm offen sein. Also würden wir spazieren geschickt, wir haben eine Stunde gebraucht, um einmal den Flur hoch und runter zu gehen, weil ich alle 2 Schritte eine Wehe verarbeiten musste. Aber um kurz vor 3 Uhr konnte dann endlich die PDA gelegt werden. 

Was für eine Wohltat! Eine perfekte PDA, ich konnte alle Gliedmaßen bewegen, hab jede Wehe gespürt, aber ohne Schmerzen. Prompt regulierten sich die Wehen und es ergab sich ein wunderbares CTG. Nur 1,5 Stunden später war der MuMu schon bei 7cm.

Leider fingen an da die Probleme an. Die Herztöne sackten immer wieder ab. Ich bekam einen Wehentropf, womit es kurzzeitig besser wurde, dann aber wieder so schlecht, dass die Ärztin entschied, dass sie den Blut-pH-Wert überprüfen muss. Auch dieser sah schlecht aus und sank immer weiter ab.

Plötzlich hieß es, dass die Kleine jetzt raus muss, entweder mit Saugglocke oder per Kaiserschnitt. Für Saugglocke reichte aber leider die Muttermundöffnung nicht aus, sodass ein Notkaiserschnitt gemacht wurde.

Um 8:32 Uhr am 9.11. war Hannah dann da und es stellte sich glücklicherweise heraus, dass sie kerngesund ist und die Eile doch nicht notwendig gewesen wäre.

Nachdem die Wirkung der PDA abgeklungen war, stellte sich heraus, dass ich zu den 2-5% aller Leute gehöre, die starke Kopfschmerzen als Nachwirkung haben. Diese Kopfschmerzen haben mich 3 Tage komplett ans Krankenhausbett gefesselt, ich konnte nur kurze Toilettengänge machen und im Liegen stillen. Danach habe ich einen Blut-Patch gesetzt bekommen, der Wunder gewirkt hat und wir wurden am nächsten Tag entlassen.

Wenigstens der Heilung hat die Bettruhe sehr gut getan, da bin ich nun besser dran als andere Kaiserschnittpatientinnen.

Bisherige Antworten

@nilkaras

Liebe nilkaras,

:GIRL 200:zur Geburt Deiner kleinen Hannah.

Die Geburt klingt wirklich dramatisch, dass Du so starke Nebenwirkungen von der PDA hattest tut mir sehr leid.

Ich hoffe, Du hast Dich mittlerweile erholt und freust Dich nun Dein Baby im Arm halten zu dürfen.

Viele liebe Grüße

Victoria

 

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