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Luftbefeuchter Vergleich

Autor: Marcel Strobel
Letzte Aktualisierung: 08. Mai 2019

Luftbefeuchter – die richtigen Modelle fürs Kinderzimmer

Gerade im Winter herrscht trockene Luft in vielen Innenräumen. Das führt dazu, dass die Schleimhäute austrocknen, man sich in dem betreffenden Raum nicht mehr wohlfühlt und anfälliger gegen Erkältungen wird. Auch die Schlafqualität sinkt. Besonders stark leiden Babys und Kinder unter der Trockenheit.

Ein Luftbefeuchter kann in solchen Fällen Abhilfe schaffen. Allerdings gibt es die Geräte in verschiedenen Ausführungen und nicht jede ist für jedes Kinderzimmer geeignet. Hier gehen wir näher auf die allgemeinen Eigenschaften von Luftbefeuchtern und die Unterschiede zwischen verschiedenen Varianten ein. Außerdem erhältst du Tipps, was du beim Kauf von Befeuchtern speziell für das Kinderzimmer und bei der Verwendung beachten musst.

Allgemeines zum Thema Luftbefeuchter

Eines haben alle Luftbefeuchter gemeinsam: Sie erhöhen die Luftfeuchtigkeit in Innenräumen. Allerdings geschieht dies auf verschiedene Weise, je nachdem, ob es sich um Verdunster, Verstäuber, oder Verdampfer handelt.

Vor- und Nachteile von Luftbefeuchtern

Auch die Vor- und Nachteile eines Luftbefeuchters hängen vom Modell und seiner Funktionsweise ab. Allgemein lassen sie sich folgendermaßen zusammenfassen:

Vorteile

Nachteile

  • Angenehmeres Raumklima
  • Besserer Schlaf
  • Stärkeres Immunsystem
  • Mehr Entspannung
  • Bei nachlässiger Reinigung Gefahr von Belastung mit Erregern
  • Schimmelgefahr bei zu hoher Luftfeuchtigkeit

Für wen eignen sich Luftbefeuchter?

Ein Luftbefeuchter kann immer dann eine sinnvolle Anschaffung sein, wenn die Luft in Räumen zu trocken ist und die Schleimhäute austrocknen. Das ist meistens bei beheizten Räumen im Winter der Fall. Oft macht es sich durch Symptome wie die folgenden bemerkbar:

  • Trockene Augen und trockene Haut
  • Erkältungsanfälligkeit
  • Schlechter Schlaf
  • Müdigkeit

Was viele nicht wissen, ist, dass Kinder besonders anfällig gegenüber trockener Luft sind. Das liegt daran, dass ihr Körper-Wasseranteil höher ausfällt als der von Erwachsenen. Außerdem ist das Immunsystem kleiner Kinder noch nicht völlig ausgebildet, sodass Keime oft leichtes Spiel haben.

Doch wann ist die Luft in Räumen zu trocken? Das lässt sich am leichtesten mit einem Hygrometer herausfinden. Orientiere dich dabei an den folgenden Werten:

Raum

Gesunde Luftfeuchtigkeit

Gesunde Temperatur

Schlafzimmer

40 - 60 %

17 - 20 °

Kinderzimmer

40 - 60 %

20 - 23 °

Badezimmer

50 - 70 %

20 - 23 °

Wohnzimmer

40 - 60 %

20 - 23 °

In Büros, die sich nur schwer belüften lassen, kann ein Luftbefeuchter ebenfalls zu einem besseren Arbeitsklima beitragen. Im Badezimmer ist er in der Regel nicht notwendig, da die Luftfeuchtigkeit hier meist ohnehin hoch genug ausfällt.

Tipps zum optimalen Aufstellen eines Luftbefeuchters

Bei der Wahl des Aufstellortes von Luftbefeuchtern sind folgende Faktoren zu beachten:

  • Ausreichender Abstand: Idealerweise sollte ein Abstand von einem Meter zu umstehenden Gegenständen sein, um Verschmutzungen vorzubeugen.
  • Luftzirkulation: Je besser die Luft durch den Befeuchter hindurchströmen kann, desto besser ist der Effekt. Deshalb empfiehlt sich zum Beispiel ein Ort nahe von Fenstern oder der Heizung.
  • Sicherheit: Im Kinderzimmer ist es wichtig, den Befeuchter außerhalb der Reichweite der Kleinen aufzustellen, um Unfällen vorzubeugen.

Welche Arten von Luftbefeuchtern gibt es?

Wie bereits angedeutet, gibt es unterschiedliche Varianten von Luftbefeuchtern. Diese bringen jeweils ihre eigenen Vor- und Nachteile mit:

Dampfluftbefeuchter

Verdampfer bzw. Dampfluftbefeuchter erhitzen Wasser und geben warmen Wasserdampf ab. So entsteht eine sanfte Wärme, die sich prinzipiell gut für das Kinderzimmer eignet und dem Holz in vielen Altbauten gut tut. Auch Keime tötet das Erhitzen ab. Allerdings wird das Gerät heiß, weshalb es unbedingt außerhalb der Reichweite von Kindern aufgestellt werden muss. Auch der Stromverbrauch von Verdampfern ist verhältnismäßig hoch

Vorteile:

  • Sanfte Wärme
  • Erhitzen tötet Keime ab

Nachteile:

  • Verdampfer werden heiß
  • Nur für den Winter geeignet
  • Hoher Energieverbrauch

Zerstäuber

Zerstäuber vernebeln Wasser. Bei älteren Modellen geschieht dies mithilfe sich drehender Scheiben. Neuere Zerstäuber verwenden dafür Ultraschall. Sie erzeugen Töne in einer so hohen Frequenz, dass sie das menschliche Ohr gar nicht wahrnehmen kann, und zerstäuben auf diese Art Wasser in feinen Nebel.

Zu ihren Vorteilen gehört, dass sie wenig Energie verbrauchen, angenehm klein sind und in der Regel auch noch gut aussehen. Leise sind die Geräte ebenfalls und es fällt keine Hitze an. Alles Eigenschaften, die Zerstäuber gut geeignet für das Kinderzimmer machen. Allerdings ist auch hier eine gründliche Reinigung notwendig. Außerdem kommt es bei Ultraschallgeräten zu einem höheren Kondenswasser-Niederschlag und die Geräte senken die Temperatur im Raum ab.

Vorteile:

  • Geringer Energieverbrauch
  • Klein
  • Leise
  • Erhitzen nicht

Nachteile:

  • Kondenswasser-Niederschlag
  • Gründliche Reinigung notwendig
  • Senken Temperatur im Raum ab

Verdunster

Verdunster befeuchten auf die sanfte Art. Denn, wie der Name schon vermuten lässt, lassen sie Wasser verdunsten. Das geschieht, indem Luft und Wasser durch drehende Scheiben gemischt werden. Ein anderer verbreiteter Name für Verdunster lautet „Luftwäscher“.

Ein Vorteil von Verdunstern liegt darin, dass ein Zuviel von Feuchtigkeit bei dieser Methode nicht zu befürchten ist. Außerdem arbeiten die Geräte ohne Hitzeentwicklung und sind somit gut für Kinderzimmer geeignet. Allerdings begünstigt das stehende Wasser die Bildung von Keimen. Außerdem sind Verdunster weniger effektiv in kurzer Zeit als andere Luftbefeuchter.

Vorteile:

  • Dauerbetrieb problemlos möglich
  • Keine Gefahr von Überfeuchtung
  • Keine Erzeugung von Hitze.

Nachteile:

  • Weniger effizient bei der Befeuchtung
  • Regelmäßige Reinigung besonders wichtig

Kaufkriterien

Abgesehen von der Art des Luftbefeuchters gibt es einige Kriterien, die bei der Auswahl eine wichtige Rolle spielen:

  • Die Größe des Wasserbehälters: Sie ist ausschlaggebend dafür, für welche Raumgröße der Luftbefeuchter geeignet ist und wie oft er nachgefüllt werden muss.
  • Maximale Laufzeit: Wer den Luftbefeuchter die ganze Nacht im Kinderzimmer laufen lassen will, greift am besten zu einem Gerät mit einer langen Laufzeit.
  • Lautstärke: Je leiser, desto besser. Das gilt vor allem im Schlafzimmer und im Kinderzimmer. Ultraschallgeräte punkten in dieser Hinsicht besonders.
  • Einfachheit der Reinigung: Die Reinigung von Verdampfern und Zerstäubern ist aufwendiger als die von Verdunstern. Wie aufwendig, hängt aber auch vom Modell ab. In jedem Fall gilt: Eine regelmäßige Reinigung ist wichtig, um die Bildung von Keimen zu vermeiden.
  • Maße und Gewicht: Die meisten Menschen bevorzugen kleine, unauffällige und leichte Luftbefeuchter in den eigenen vier Wänden.

Luftbefeuchter können das Raumklima entscheidend verbessern

Gerade in der kalten Jahreszeit können Luftbefeuchter entscheidend dazu beitragen, dass sich Kinder oder Erwachsene in Räumen wohler fühlen und weniger anfällig für Krankheiten sind. Wichtig ist, das Gerät so auszuwählen und aufzustellen, dass es nicht zur Gefahrenquelle wird – zum Beispiel wegen seiner Hitzeentwicklung.

Außerdem ist eine regelmäßige Reinigung das A und O bei der Verwendung von Luftbefeuchtern. Wenn du dies beachtest, spürst du vielleicht schon bald nach dem Aufstellen, wie sich dein Kind in seinen eigenen vier Wänden wohler fühlt. Und davon profitieren auch die Eltern.