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Sonntag, 17. Februar 2019
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Hochstuhl für Kinder im Vergleich

Autor: Marcel Strobel
Letzte Aktualisierung: 13. Dezember 2018

Gemeinsame Mahlzeiten sind ein wichtiger Bestandteil des Familienlebens. Damit auch die kleinen Familienmitglieder daran teilnehmen können, gibt es spezielle Kinderstühle (Hochstühle), in denen Kleinkinder sicher – und auf Augenhöhe mit den Eltern und Geschwistern – mit am Tisch sitzen können.

Wie finde ich den passenden Hochstuhl für mein Kind? - Ein Kaufratgeber

Ein Hochstuhl ist für Kleinkinder sehr wichtig. Schließlich wollen und sollen alle Familienmitglieder gemeinsam am Tisch sitzen können. Das stärkt nicht nur das Zusammengehörigkeitsgefühl, sondern auch das Selbstbewusstsein, schließlich agieren alle Familienmitglieder hier – im wahrsten Sinne des Wortes – auf Augenhöhe. Das führt dazu, dass der Nachwuchs die "Großen" genau beobachten kann und dadurch tatsächlich viel lernt.

Aber auch für die Eltern haben Hochstühle Vorteile: So lässt sich das Kind beim Füttern im Sitzen jederzeit gut erreichen. Ebenfalls praktisch: Wenn es Arbeiten am Tisch oder in unmittelbarer Nähe zu verrichten gibt, ist es ganz einfach, das Kind nebenbei im Hochstuhl zu beaufsichtigen und zu beschäftigen. Abgesehen von einigen modellspezifischen Unterschieden hat ein Hochstuhl keine Nachteile; vorausgesetzt, das Kind wird nicht zu früh und/oder zu lange hineingesetzt.

Ab wann und wie lange darf ein Kind im Hochstuhl sitzen?

Babys sollten erst dann in einem Hochstuhl sitzen, wenn sie aus eigener Kraft sitzen können. Voraussetzung hierfür ist eine eigenständige Kopfhaltung und eine ausreichend starke Bauch- und Rückenmuskulatur. Den meisten Babys gelingt dies im Alter zwischen fünf und acht Monaten. Grundsätzlich sind Hochstühle jedoch keine dauerhafte Sitzmöglichkeit, vor allem Kleinkinder sollten nur kurz, also zum Beispiel für die Dauer einer Mahlzeit, darin sitzen bleiben. Mit zunehmendem Alter kann die Zeit im Hochstuhl zum Spielen verlängert werden.

Die verschiedenen Arten von Hochstühlen

Im Handel sind ganz unterschiedliche Hochstühle zu finden, die sich vor allem in der Bauweise unterscheiden. Die beliebtesten Bauarten sind:

  • Treppenhochstuhl

  • Kombi-Hochstuhl

  • Mehrzweckhochstuhl

Die unterschiedliche Bauweise bringt jeweils bestimmte Vor- und Nachteile mit sich, die in die Kaufentscheidung einfließen sollten.

Der Klassiker: Der Treppenhochstuhl

Der Klassiker unter den Hochstühlen ist der Treppenhochstuhl aus Holz. Durch die schrägen Seitenteile, die Fußabstellfläche, die Sitzfläche und die Rückenlehne wirkt das ganze Design des Stuhls stufenförmig. Fuß- und Sitzfläche lassen sich individuell einstellen, sodass der Stuhl "mitwächst". Für die meisten Modelle ist bei Bedarf ein Baby Set mit Bügel, Gurt und Tischchen erhältlich. Treppenhochstühle sind in der Regel massiv gebaut. Das hohe Gewicht erhöht die Kippsicherheit, macht den Transport jedoch schwierig.

Vor- und Nachteile auf einen Blick:

+ natürliches Material

+ höhenverstellbar

+ bis ins Schulalter verwendbar

+ sehr stabil und kippsicher

- zu schwer und unhandlich für unterwegs

Tisch und Stuhl in einem: Der Kombi-Hochstuhl

Wie ihr Name bereits vermuten lässt, vereinen Kombi-Hochstühle zwei Funktionen in einem Möbelstück. Auf der einen Seite ist es ein Hochstuhl, der sich mit wenigen Handgriffen in einen kleinen Tisch und Stuhl verwandeln lässt. Die Doppelfunktion erfordert eine spezielle Bauweise, die für beide Möbelstücke zusammen zwar Platz einspart, für einen Hochstuhl alleine aber vergleichsweise viel Platz benötigt.

Vor- und Nachteile auf einen Blick:

+ zwei Möbelstücke in einem (Platzersparnis)

- selten höhenverstellbar

- für einen Hochstuhl hoher Platzbedarf

Der Allrounder: Der Mehrzweckhochstuhl

Mehrzweckhochstühle zeichnen sich durch eine leichte Bauweise und ein geringes Gewicht aus. Sie bestehen in der Regel aus Kunststoff und Metall und sind, je nach Modell, mit einem (abnehmbaren) Esstablett ausgestattet. Einige sind höhenverstellbar und erlauben sogar verschiedene Liegepositionen, sind somit auch als Babywippe einsetzbar.

Vor- und Nachteile auf einen Blick:

+ viele Positionen (auch Liegepositionen) einstellbar

+ auch als Babywippe geeignet

+ geringes Gewicht

- eventuell Schadstoffe im Kunststoff

- weniger Standfestigkeit (Kippsicherheit)

Worauf ist beim Kauf zu achten?

Wenn die Entscheidung für einen bestimmten Bautyp gefallen ist, bleibt die Qual der Wahl zwischen verschiedenen Herstellern und Modellen.

Neben der Bauweise unterscheiden sich Hochstühle vor allem in dem Material, aus dem sie gefertigt sind. Dies ist in den meisten Fällen Holz. Es gibt aber auch Hochstühle aus Kunststoff und Metall. Die Wahl des Materials ist vor allem Geschmackssache.

Auf jeden Fall sollte ein Hochstuhl jedoch die folgenden Eigenschaften besitzen:

Verstellbare Höhe

Wenn der Hochstuhl über einen längeren Zeitraum im Einsatz sein soll, sollte er mit dem Kind mitwachsen. Das bedeutet, er sollte höhenverstellbar sein. Wichtig ist, dass die Beine bequem unter die Tischplatte passen, ohne dass die Knie anstoßen.

Tipp: Die Sitzhaltung bestimmt den Sitzkomfort. Dieser ist am größten, wenn das Kind seine Füße auf einer Plattform abstellen kann und diese nicht frei baumeln lassen muss. Die Plattform sollte so weit unter dem Gesäß sein, dass die Knie des Kindes beim Aufstellen der Füße einen 90°-Winkel bilden. Gleichzeitig sollte das Kind den Rücken an die Lehne anlehnen können.

Schadstoffarm

Durch den ständigen Kontakt der Kinder mit dem Stuhl ist es wichtig, dass das Material keine gesundheitsgefährdenden Schadstoffe wie Weichmacher oder umstrittene Klebstoffe (Formaldehyd) enthält. Das gilt nicht nur für das Material des Stuhls, sondern auch für dessen Polsterung. Die Verbrauchermagazine Öko-Test und Stiftung Warentest liefern hierzu gute Anhaltspunkte.

Sicherheit

Wenn es um Kinder geht, sollte deren Sicherheit ganz oben auf der Prioritätenliste stehen. Ein Hochstuhl gilt dann als sicher, wenn er folgende Kriterien erfüllt:

  • keine scharfen Kanten oder Splitter

  • hohe Kippsicherheit, auch beim Hochklettern und Herüberlehnen des Kindes

  • hohes Gewicht mit einer Tragkraft von bis zu 90 kg

  • Rutsch-Schutz (zum Beispiel Gurt oder mittig angebrachter Steg)

Gut zu reinigen

Kleine Kinder kleckern gerne. Bevorzugt beim Essen, aber auch beim Malen oder Spielen. All das hinterlässt sichtbare und unsichtbare Spuren auf dem Stuhl. Deshalb sollte dieser aus hygienischen Gründen eine glatte Oberfläche besitzen und leicht zu reinigen sein.

Abnehmbares Esstablett

Vor allem für kleine Kinder bietet ein eigenes Esstablett am Stuhl die Möglichkeit, das Essen in direkter Nähe mit allen Sinnen zu erfahren. Gleichzeitig wird der Aktionsradius der lieben Kleinen eingeschränkt, sodass Gläser oder heiße Schüsseln während des Essens unbesorgt auf dem normalen Esstisch stehen bleiben können. Und darüber hinaus bietet ein Esstablett mehr Flexibilität, denn wenn du dein Kind in einem anderen Raum mitnehmen und dort in den Hochstuhl setzen möchtest, braucht es keinen Tisch, um hier essen zu können.

Tipp: Das Esstablett sollte allerdings abnehmbar sein, nicht nur, weil es so leichter zu reinigen ist. Ab einem gewissen Alter möchten Kinder auch mit am "richtigen" Tisch essen und dabei stünde ein eigenes Esstablett nur im Wege.

Für Passung und Komfort: Hochstuhleinlagen & Sitzverkleinerung

Manchmal passen die Größen von Kind und Hochstuhl noch nicht richtig zusammen. Für eine optimale Passung und hohen Sitzkomfort gibt es spezielle Hochstuhleinlagen, die passgenau auf der Sitzfläche des Stuhls angebracht werden. Sie verkleinern die Sitzfläche und verhindern so ein Heraus- oder Herunterrutschen des Kindes. Und ganz nebenbei sind sie auch sehr bequem und erhöhen dadurch ebenfalls den Sitzkomfort.

 

Autor: Marcel Strobel
Letzte Aktualisierung: 13. Dezember 2018

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