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Buggy Kaufberatung

Autor: Marcel Strobel
Letzte Aktualisierung: 13. Mai 2019

Die Wagenwende: So praktisch ist der Buggy im Alltag mit Kindern

In unserem Guide rund um die Welt der Kinderwägen kam der Buggy ja bereits groß raus: Als praktischer Alltagshelfer ist er neben dem klassischen Kinderwagen schon fast unverzichtbar geworden. Doch wofür braucht man den Buggy wirklich? Kann er den Kinderwagen sogar gänzlich ersetzen? Und worauf sollte man beim Kauf besonders achten? All diese Fragen werden hier beantwortet.

Was spricht für einen Buggy?

Im Gegensatz zum klassischen Kinder- oder sogenannten Erstlingswagen hat der Buggy keine Babyschale, sondern eine Sitzfläche; Er ist leicht, durch flexible Vorderräder wendig und obendrein zusammenklappbar – was ihn unbestechlich praktisch macht: Er ist schnell in die Straßenbahn gehoben und passt in jedes Auto, auch Einkaufen ist damit möglich, ohne dass man in den engen Gängen ständig an die Regale stößt. Lange Touren durch die Stadt mit verschiedenen Zwischenstopps sind damit ein wahres Kinderspiel und einige Eltern gehen mit dem Sprössling im Buggy sogar joggen, so handlich ist er. Und das wars noch nicht mit der Vielseitigkeit: Es gibt Liegebuggys, Sitzbuggys, Reisebuggys oder Zwillingsbuggys.

Kann der Buggy also zumindest für Aktive und Städter den Kinderwagen komplett ersetzen? Fast. Denn ein Buggy ersetzt die Babyschale im Kinderwagen erst, wenn der Nachwuchs ganz bequem aufrecht sitzen kann – es gibt zwar einige Buggys mit Liegefunktion, die schon ab 6 Monaten benutzt werden können, der Komfort ist jedoch nicht ganz der gleiche. Eine EU-Norm schreibt Herstellern vor, ihre Produkte schon ab 6 Monaten zu empfehlen; während das in manchen Fällen zwar gerechtfertigt ist, kann es in anderen dazu verleiten, einen Buggy zu benutzen, wenn das Kind eigentlich noch nicht bereit dazu ist.

Die Rückenmuskulatur sollte wirklich stark genug sein, damit es den Sprössling nicht zu viel Anstrengung kostet, sich über längere Zeit aufrecht zu halten: Dann sind die Kinder nämlich entspannt und können ihre Umgebung nämlich im Sitzen entdecken und ihrer Neugier freien Lauf lassen. Ein Buggy empfiehlt sich deshalb meist erst ab einem Alter von 10 Monaten, für Kleinere oder Schlafmützen eignet sich am besten ein Modell mit variabler Liegefunktion.

Der Buggy: Ein kleiner Steckbrief

Was? Faltbarer Kinderwagen zum Transport im Sitzen

Warum? Klein, wendig, leicht und transportfähig

Wann? Sobald das Kind selbständig sitzen kann (meist zwischen 6. und 10. Monat)

Auf den ersten Blick: Was darf bei einem Buggy auf keinen Fall fehlen?

Ein paar Dinge sind für einen guten Buggy unerlässlich. Damit bei der Auswahl nichts schief geht, kann man sich an folgender Liste orientieren:

✓ Räder

Üblicherweise haben Buggys vier Räder, wie alle anderen Kinderwägen auch; einzig der besonders schnittige Sportbuggy hat lediglich drei und ist somit besonders wendig, aber natürlich auch weniger stabil. Beim Material sollte man sich an den Bedürfnissen und dem Verwendungszweck orientieren: Luftreifen federn besonders gut und trotzen unebenen Untergründen, Reifen aus Gummi dagegen sind robust und schnurren gut auf Asphalt und Stadtwegen. Ein Muss sind bei Buggys natürlich die charakteristischen schwingbaren Vorderräder, die ein wendiges Lenken ermöglichen.

✓ Fußteil

Auf einer Fußstütze können die Kleinen ihre Füße ablegen und sich somit beim Sitzen noch etwas behelfen; später kann diese auch abmontiert werden. Im Herbst oder Winter ist auch ein sogenannter Fußsack praktisch, in dem kleine Füße immer warm bleiben.   

✓ Sicherheitsgurte

Der Buggy sollte unbedingt gute Sicherheitsgurte haben, die ein Herausrutschen oder -fallen des Kindes verhindern: Am besten bewährt sich der sogenannte 5-Punkt-Gurt, der wie bei einem 3-Punkt-Gurt über die Schultern bis zwischen die Beine verläuft und zusätzlich noch an den Seiten rechts und links befestigt wird.

✓ Höhenverstellbare Schiebestange

Da sich ja wahrscheinlich Mama und Papa, aber auch mal Freunde oder die Großeltern beim Schieben abwechseln werden, sollte man auch darauf achten, dass das Modell eine verstellbare Schiebestange hat: Damit kann man das Gefährt den verschiedenen Größen anpassen und den Buggy auch für die Schiebenden zu einer angenehmen Erfahrung machen. Eine durchgehende Schiebestange ist außerdem einfacher zu lenken als zwei einzelne Griffe – gerade einhändig.

Auf den zweiten Blick: Was sollte der Buggy noch können?

Nun ist nicht nur klar, weshalb sich die Anschaffung eines Buggys lohnt, sondern auch, welche Eigenschaften für dieses Gefährt unabdinglich sind. Doch diese erste Runde bestehen die meisten Modelle, nun kommt es zum Härtetest: Worauf sollte man beim Kauf also besonders achten, welcher Buggy ist ein wirklich guter Buggy? Das kommt auf ein paar Dinge an:

● Verwendung und Einsatzgebiet

Ein Buggy ist ja vor allem eins: praktisch. Wie immer ist das jedoch eine Frage der Perspektive: Während für zentral wohnende Städter die Handlichkeit und ein geringes Gewicht besonders wichtig sind, sollten Familien, die eher weiter draußen wohnen oder sonst naturverbunden sind, auf eine gewisse Robustheit und eine gute Wendbarkeit des Buggys achten. Wer den Buggy vor allem zum Einkaufen nutzen will, braucht eine Ablage oder Aufhängmöglichkeiten für schwere Taschen, wer viel mit dem Auto unterwegs ist, sollte dagegen lieber auf Kompaktheit setzen und auf unnötigen Schnickschnack verzichten.

● Gewicht

Da der Buggy als Leichtgewicht angepriesen wird, sollte er diesen Komfort auch bieten: Der Buggy sollte idealerweise ein Eigengewicht von 7kg nicht überschreiten und bis 15kg belastbar sein – dann kann er mühelos in die U-Bahn, über Stufen ins Café oder ins eigene Auto gehoben werden!

● Stauraum

Vor dem Kauf sollte jeder einen Kofferraumtest machen: Wie schnell lässt sich der Buggy zusammenklappen, müssen Räder notfalls aufwendig auf- und abmontiert werden und bleibt hinterher noch genug Platz für Einkäufe oder Gepäck?

● Zubehör

Sinnvoll sind Regendach beziehungsweise Sonnenschutz für launiges Wetter, auch ein Stauraum für Einkaufstaschen oder ein kleines Netz unter der Sitzfläche erleichtern den Alltag mit dem Buggy. Der Rest ist dann ganz abhängig von den individuellen Wünschen und Anforderungen

Nach vorn oder zu mir: In welche Blickrichtung sollte mein Kind sitzen?

Eine oftmals hitzig geführte Diskussion ist übrigens die um die Blickrichtung: In den meisten Buggys sitzen Kinder zwar mit Blick nach vorn, einige Modelle bieten nun aber auch die Möglichkeit, die Kleinen andersherum zu transportieren– also den Eltern zugewandt. Denn gerade in der Anfangsphase im Buggy sind Kinder mit den gerade bei längeren Fahrten täglich auf sie hereinprasselnden Eindrücken oft überfordert und suchen den vertrauten Kontakt zu den Eltern. Modelle mit flexibel einstellbarer Blickrichtung sind deshalb die absoluten Gewinner: So kann das Kind bei einem entspannenden Waldspaziergang die Natur von allen Seiten bestaunen und bei drohender Reizüberflutung in der Stadt die Kommunikation mit den Eltern üben.

 

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