Suchen Menü

Dreimonatsspritze

Die Dreimontasspritze punktet mit großer Sicherheit bei der Verhütung für bis zu zwölf Wochen. Allerdings ist die Gestagen-Dosis höher als bei anderen hormonellen Verhütungsmitteln, was zu stärkeren Nebenwirkungen führen kann.

Dreimonatsspritze
Dreimonatsspritze: Hormonpräparat spritzen statt täglich einnehmen
© iStock.com/juststock

Die Dreimonatsspritze zählt zu den hormonellen Verhütungsmethoden. Sie wird als Injektion in die Muskulatur verabreicht. Die Dreimonatsspritze ist ein Depotpräparat, das heißt, der Wirkstoff wird über einen längeren Zeitraum dosiert an den Körper abgegeben. Der Verhütungsschutz dauert je nach Präparat acht bis zwölf Wochen an. Derzeit werden zwei Präparate auf dem Markt angeboten, die unterschiedlich auf den Organismus wirken.

Wie wirkt die Dreimonatsspritze?

In den ersten Wochen nach der Injektion wird der Eisprung gehemmt, danach wirkt das Hormon Gestagen nur noch lokal in der Gebärmutter. Hier verhindert der Wirkstoff Gestagen durch Konsistenzveränderung des Gebärmutterschleims das Einnisten eines Eis. Die Dosis Gestagen ist bei der Dreimonatsspritze höher als bei anderen hormonellen Verhütungsmitteln. Dadurch kann es hierbei auch zu stärkeren Nebenwirkungen kommen. 

Vorteile der Dreimonatsspritze

Durch die Depotwirkung muss das Präparat nur alle acht bis zwölf Wochen erneut verabreicht werden. Im Vergleich zur Antibabypille besteht hier nicht die Gefahr, die tägliche Einnahme zu vergessen. Die Dreimonatsspritze ist für stillende Mütter ab der sechsten Woche nach der Geburt geeignet. Durch die Verabreichung als Injektion wird eine Belastung des Magen-Darm-Traktes vermieden. Die Sicherheit der Verhütung ist bei der Dreimonatsspritze hoch.

Nachteile der Dreimonatsspritze

Bei der Anwendung bei jungen Frauen über einen längeren Zeitraum kann die Knochendichte eventuell vermindert werden (Osteoporose). Nach dem Absetzen des Präparats kann es einige Zeit dauern, bis sich der Zyklus wieder normalisiert und wieder ein Eisprung stattfindet. Nebenwirkungen wie Regelstörungen, Depressionen, Akne und Kopfschmerzen sind möglich. Auch Nervosität, Schwindel, Übelkeit oder allergische Reaktionen kommen öfter vor. Gewichtsschwankungen und Störungen im Glukosestoffwechsel sind bei Verhütung mit der Dreimonatsspritze bekannt.

Bei Verhütung mit der Dreimonatsspritze ist es notwendig, nach drei Monaten Kontrolluntersuchungen beim Allgemeinmediziner und beim Gynäkologen wahrzunehmen.

Beiträge im Forum "Frauengesundheit"
Neuste Artikel in dieser Rubrik
Beziehung & Sexualität

Die Billingsmethode ist eine Methode der Natürlichen Familienplanung (NFP). Dabei wird der Zervixschleim im Zyklus untersucht, um Aussagen über die fruchtbaren Tage treffen zu können. Mehr...

So bleiben Sie ein Liebespaar

Baby und Beziehungsstress? Mit diesen Expertentipps meistern frisch gebackene Eltern die Hausforderungen im ersten Babyjahr. Mehr...

Feststellung der Vaterschaft

Der Vaterschaftstest mittels DNA ist eine einfache Möglichkeit, festzustellen, ob ein Mann der biologische Vater eines Kindes ist. Mehr...

Alle Themen zu Coronavirus, SARS-CoV-2 und COVID-19- Übersichtlich auf einer Seite.

mehr lesen...
Gewinnspiel

Wir verlosen ein langlebiges buntes Kinder-Set aus zertifizierter Bio-Baumwolle und recycelten Materialien!

Jetzt gewinnen

Nutze unsere Zyklus-App inklusive Eisprungkalender und Temperaturkurve (Android & iOS) bei Kinderwunsch.

Mehr zur App
Weitere interessante Themen
  • Kupferperlenball

    Der Kupferperlenball oder Kupferball ist eine hormonfreie Verhütungsmethode, bei der eine Kette mit kleinen "Perlen" aus Kupfer in die Gebärmutter eingeführt wird und dort für bis... Mehr...

  • NFP: Natürliche Familienplanung

    Natürliche Familienplanung (NFP) ist eine Methode, bei der die Vorgänge des weiblichen Körpers beobachtet und fruchtbare und unfruchtbare Tage ermittelt werden. Die NFP eignet sich... Mehr...