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Die Kupferkette GyneFix zur Verhütung

Die Kupferkette mit dem Handelsnamen Gynefix ist ein Verhütungsmittel ohne Hormone. Sie wird in die Gebärmutter eingelegt und wirkt fünf Jahre.

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Die Kupferkette Gynefix ist eine Form des Intrauterinpessars (IUP), die vom Frauenart in der Gebärmutter befestigt wird
© iStock.com/Voyagerix

Die Kupferkette Gynefix® wirkt so ähnlich wie die Kupferspirale, indem sie Kupferionen abgibt, die die Beweglichkeit der Spermien behindern und den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut einschränken, sodass keine Einnistung stattfinden kann. Sie besteht aus Kupferröhrchen von 5 mm Länge, die an einem Faden aufgereiht sind. Je nach der Größe der Gebärmutter stehen zwei Größen zur Verfügung.

Kupferkette: Verhütungsmittel im Check

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Anwendung und Kosten der Kupferkette

Die Kupferkette wird beim Frauenarzt in die Gebärmutter eingelegt.  Dies geschieht während der Periode, da dann bereits der Muttermund leicht geöffnet ist. Da der Faden der Kupferkette in der Gebärmutterwand befestigt werden muss, kann der Eingriff unter Gabe eines leichten Schmerz- oder Betäubungsmittels erfolgen. Die Kosten für die Untersuchungen, das Einlegen und die Kupferspirale selbst liegen insgesamt bei 300 bis 350 Euro und müssen von der Frau selbst übernommen werden. Sie kann etwa fünf Jahre getragen werden und wird danach mithilfe eines Rückholfadens entfernt.

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(c) GyneFix

Sicherheit und Vorteile der Kupferkette

Die Sicherheit der Kupferkette GyneFix® wird mit einem Pearl-Index von 0,1 bis 0,5 angegeben. Die Sicherheit hängt allerdings stark von der Erfahrung des einsetzenden Arztes mit der Kupferkette ab. Beim Hersteller findet man Ärzte, die darin ausgebildet sind, die Kupferkette einzusetzen.

GyneFix® ist eine Langzeitverhütung, da sie drei ("Mini-Kupferkette") bzw. fünf Jahre wirkt. Das bedeutet, dass die Frau sich in dieser Zeit - abgesehen von Kontrolluntersuchungen - nicht um die Verhütung kümmern muss. Außerdem wirkt sie ohne Hormone und der natürliche Zyklus der Frau bleibt bestehen.

Die Kupferkette kann auch als Notfallverhütung eingesetzt werden: Sie kann bis zu fünf Tage nach der Verhütungspanne eingelegt werden und eine Einnistung samt ungewollter Schwangerschaft so vermeiden.

Nachteile der Kupferkette

Wie bei der Kupferspirale besteht auch bei der Kupferkette das Risiko von Infektionen. Da bei der GyneFix® das Fadenende in die Scheide ragt, bietet es Keimen eine Möglichkeit, in die Gebärmutter zu gelangen. Da die Kupferkette auch nicht vor sexuell ansteckenden Krankheiten schützt, ist das Infektionsrisiko bei wechselnden Sexualpartnern sogar erhöht.

Die Periode kann bei Anwendung der Kupferkette stärker und schmerzhafter als sonst sein.

Auch bei der Kupferkette besteht die Gefahr, dass sie ausgestoßen wird (0,5 bis 10 Prozent). Bei diesem Risiko spielt die Erfahrung des einsetzenden Gynäkologen eine große Rolle.

Beiträge im Forum "Kinderwunsch und Partnerschaft"
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