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Chemische Verhütungsmethoden

Chemische Verhütungsmethoden sind Substanzen, die Spermien abtöten oder daran hindern, in die Gebärmutter vorzudringen. Sie werden vor dem Geschlechtsverkehr zum Beispiel als Creme, Spray, Zäpchen oder in anderer Darreichungsform in die Scheide eingeführt.

Chemische Verhütungsmethoden
Voraussetzung für das Entstehen einer Schwangerschaft ist, dass die Spermien die Eizelle erreichen. Chemische Verhütungsmethoden hindern sie daran.
© iStock.com/Lexx

Spermizide in Form von Cremes, Salben, Gelees, Zäpfchen (Ovulum), Sprays oder Schaum, oder auch in Verbindung mit sogenannten Vaginalschwämmchen, werden kurz vor dem Geschlechtsverkehr zur Verhütung einer Schwangerschaft in die Scheide eingeführt. Die chemischen Substanzen töten die Spermien ab, behindern ihre Beweglichkeit oder/und verhindern die Passage der Spermien in die Gebärmutter.

Wirksamkeit und Verträglichkeit

Chemische Verhütungsmittel werden auf ölhaltiger Basis oder auf Wasserbasis hergestellt. Meist ist der Hauptbestandteil Nonoxynol-9, welches zu Schleimhautreizungen oder Schleimhautentzündungen in der Scheide oder/und am Penis führen kann.
Schonender für die Schleimhäute ist ein Gel auf Milch- oder Zitronensäurebasis.

Dieses hat aber keine echte spermizide Wirkung. Durch die Veränderung des Scheidensekretes, der Reduzierung des pH-Wertes, setzt es die Beweglichkeit der Spermien und die Dauer ihrer Überlebensfähigkeit herab. Viele Apotheken mischen derartige chemische Verhütungsmittel selbst. Sie sind zwar nicht ganz so sicher sind wie die Mittel auf Nonoxynol-9-Basis, aber dafür sehr viel besser verträglich.

Zuverlässigkeit

Die alleinige Anwendung chemischer Verhütungsmittel ist unsicher und zur Empfängnisverhütung allein nicht zu empfehlen.

Häufiger Geschlechtsverkehr

Bei häufigem Geschlechtsverkehr ist die Anwendung von chemischen Verhütungsmitteln nicht zu empfehlen, weil diese auf Dauer zu Hautreizungen führen können.

Chemische Verhütungsmittel in Kombination mit mechanischen Kontrazeptiva

In Kombination mit Pessaren oder dem Diaphragma gewinnen die chemischen Verhütungsmittel an Sicherheit. Die Anwendung in Zusammenhang mit Kondomen ist nur dann sinnvoll, wenn sichergestellt ist, dass die chemische Substanz das Material des Kondoms nicht beschädigt.

Die Verhütungsmethode mit chemischen Verhütungsmitteln besitzt einen Pearl-Index von 8-36. Bei gleichzeitiger Verwendung mit mechanischen Mitteln (Pessar, Diaphragma) lässt sich der Pearl-Index auf etwa 2 verringern.

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