Spermizide
Spermizide sind chemische Substanzen, die den Muttermund mit einer spermienabtötenden Schicht abdecken und zur Empfängnisverhütung eingesetzt werden.
Spermizide in vielen Varianten
Es gibt
eine Vielzahl von Präparaten, die als Scheidenzäpfchen (Schaumovulum), Gel,
Creme, Schaumspray und Vaginalschwämmchen angeboten werden.
Sie alle werden vor dem Geschlechtsverkehr in die Scheide
eingeführt. Diese Verhütungsmittel kommen für Frauen
in Frage, die nur gelegentlich Schutz brauchen. Sie sind für
den häufigen oder regelmäßigen Gebrauch nicht
geeignet, weil sie die Scheidenschleimhaut reizen können.
Wirkung
Die Chemikalien in den
Präparaten wirken auf unterschiedliche Art: Sie können
Spermien abtöten oder bewegungsunfähig machen und
zusätzlich eine Barriere gegen die Spermien bilden. Die Mittel
gelten, wenn sie allein angewendet werden, als wenig sicher,
deshalb werden sie meistens in Verbindung mit dem Diaphragma oder Kondomen
genommen, aber auch das ist nicht ohne Risiko. Bei häufiger
Anwendung erhöht sich die Anfälligkeit für Harnwegs-
und Scheidenentzündungen.
Der Pearl-Index zur Beurteilung der Sicherheit von Empfängnisverhütungsmitteln und -methoden beträgt für Spermizide 5 bis 10.
Spermizide Cremes und HIV-Ansteckung
Einer Studie zufolge wurde darüberhinaus festgestellt, dass
"Frauen, die nicht regelmäßig mehrmals täglich
Verkehr haben, [können] ihr Risiko einer HIV-Infektion durch
die Verwendung von Spermiziden erheblich reduzieren." *
* Knut M. Wittkowski, Institut für Med. Biometrie der Eberhard-Karls-Universität, Tübingen. AIDS-Forschung 9(1994): 574-628 (312)
Autor: Qualimedic.de
Letzte Änderung am: 17.09.2007
