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Montag, 29. Mai 2017
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Hormonelle Verhütungsmethoden

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Auf die Antibabypille zur Verhütung setzen besonders junge Frauen: 60 Prozent der 16- bis 30-Jährigen nehmen sie
(c) iStockphoto/MorePixels

Die Antibabypille ist die gebräuchlichste hormonelle Verhütungsmethode. Es gibt noch einige weitere. Alle basieren auf der Verabreichung der Hormone Östrogen und Gestagen in verschiedenen Zusammensetzungen, Dosierungen und Verabreichungsformen.

Es gibt eine Reihe hormoneller Verhütungsmethoden. Das bedeutet, durch Aufnahme von Hormonen eine Schwangerschaft zu verhindern. Hierbei werden der Frau die Hormone Östrogen und Gestagen in verschiedenen Zusammensetzungen und Wirkungsweisen verabreicht. Die so genannte Antibabypille ist die am häufigsten gewählte hormonelle Verhütungsmethode. Rund 30 Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter in Deutschland nehmen Gestagen und Östrogen in Tablettenform ein, in der Altersgruppe 16 bis 30 Jahre sogar 60 Prozent. Auch der NuvaRing zählt zu den hormonellen Verhütungsmethoden. Er gilt als ebenso sicher wie die Pille.

Arten der hormonellen Verhütung

Bei der Einnahme oraler Kontrazeptiva (hormonelle Verhütungsmittel) unterscheidet man Einphasenpräparate, Zweiphasenpräparate und Stufenpräparate. Diese beinhalten Gestagen und Östrogen in Kombination. Die so genannte Minipille ist hingegen ein reines Gestagenpräparat.

Depotpräparate zur hormonellen Verhütung werden auf verschiedene Art in den Körper eingebracht und geben die Hormone dann über einen bestimmten Zeitraum ab. Dazu zählt beispielsweise die Drei-Monatsspritze als Injektion. Ebenso kann ein Implantat unter die Haut eingebracht werden, welches dosiert über einen längeren Zeitraum Hormone abgibt. Dieses Hormonstäbchen (Hormonimplantat) ist ebenfalls ein Depotpräparat. Auch das Einsetzen einer Hormonspirale oder Aufkleben eines Verhütungspflasters (Hormonpflasters) sind Darreichungsformen hormoneller Verhütung. Bei jeglicher Art von hormoneller Verhütung ist es wichtig, regelmäßige Kontrollen beim Arzt wahrzunehmen.

Wirkungsweise der hormonellen Verhütung

In erster Linie wirkt das Hormon Gestagen zur Schwangerschaftsvermeidung. Es verändert den Zervixschleim in seiner Konsistenz, hemmt die Tätigkeit der Eierstöcke und der Gebärmutterschleimhaut. Das Östrogen wirkt sich zusätzlich positiv regulierend auf die Gebärmutterschleimhaut aus.

Sind hormonelle Verhütungsmethoden sicher?

Bei genauer Anwendung nach Anweisung des Arztes gelten hormonelle Verhütungsmethoden als sicher. Bei jeglicher Abweichung vom vorgegebenen Einnahmezyklus ist diese Sicherheit jedoch gefährdet. Deshalb gelten Depotpräparate als sicherer, da sie nur einmal im Monat oder alle drei Monate verabreicht werden. In der folgenden Übersicht sind die hormonellen Methoden zur Verhütung und ihr Pearl-Index auflistet.

Hormonelle Verhütungsmethoden:

 

Einphasenpille (Mikropille)

Zweistufen-Dreistufenpille

0,2 – 0,5

Minipille

1,2 - 3

Verhütungspflasters (Hormonpflaster)

0,7 – 0,88

Vaginalring (Nuvaring)

ca. 0,65

Dreimonatsspritze (Gestagendepotinjektion)

ca. 0,5

Hormonstäbchen (Gestagenimplantat)

ca. 0,3

Hormonspirale

ca. 0,1

Nebenwirkungen der hormonellen Verhütungsmethoden

Etwa zehn Prozent der Anwenderinnen leiden unter Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Schlafstörungen. Auch Stimmungsschwankungen, Veränderung der Libido und Spannungsgefühl in den Brüsten können auftreten. Dies gilt insbesondere für die ersten drei Monate der Einnahme.

Ein erhöhtes Risiko besteht für Thrombose oder Embolie, insbesondere bei Raucherinnen. Außerdem können verschiedene Karzinome und Infektionen des Genitaltraktes. Gewichtsveränderungen und Glukosestoffwechselstörungen bei hormoneller Verhütung auftreten.

Für wen sind hormonelle Verhütungsmethoden nicht geeignet?

Frauen mit folgenden Kontraindikationen sollten nicht hormonell verhüten:

  • Raucherin
  • Übergewicht
  • Gerinnungsprobleme
  • erhöhtes Thromboserisiko

Frauen, die davon betroffen sind, sollten sich von ihrem Frauenarzt beraten lassen, welche Verhütung ohne Hormone für sie in Frage kommt.

Hormonelle Verhütungsmethoden: Welche Arten gibt es?

Autor:
Letzte Aktualisierung: 25. April 2017
Quellen: Hoffmann, S.: Verhütung, Zyklus, Kinderwunsch. Knaur Verlag. München 2007; Breckwoldt, M.; Kaufmann,M.; Pfleiderer, A.: Gynäkologie und Geburtshilfe. Thieme Verlag, Stuttgart 2008; Online-Informationen der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe: http://www.dggg.de (Stand: Oktober 2016)

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