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Suchtmittelprävention bei Kindern und Jugendlichen

Autor: Christian Fiala, Medizinautor
Letzte Aktualisierung: 04. August 2017

Eine Suchtmittelprävention richtet sich prinzipiell an alle Kinder oder Jugendliche. Es gibt eine Vielzahl legal oder illegal käuflicher Suchtmittel, mit denen Kinder und Jugendliche in Kontakt kommen können.

Suchtmittelprävention bei Kindern und Jugendlichen
Suchtmittelprävention bei Kindern und Jugendlichen ist umso wichtiger, da gerade mit akzeptierten Suchtmitteln wie Nikotin und Alkohol früh begonnen wird
© iStock.com/michaeljung

Große Anzahl verschiedener Suchtmittel

Alkohol, Tabak und Medikamente, aber auch eine Reihe verbotener Substanzen wie Cannabis, Heroin, Kokain oder chemische Substanzen unterschiedlichster Zusammensetzungen bergen ein Suchtrisiko. Oftmals beginnt der erste Konsum von Tabak, Alkohol und Drogen schon im frühen Jugendalter.

Alle Eltern wünschen sich ein Kind, das sich im Leben gut zurecht findet. Charakterstärke, Selbstbewusstsein und eine möglichst reibungslose Schul- und Ausbildungszeit ist hier wohl das Idealbild der meisten Eltern, die hoffen dies mit ihrem Erziehungsstil zu erreichen. Hierzu ist es jedoch notwendig, dem Kind genau diese Eigenschaften vorzuleben, damit es diese langfristig verinnerlichen kann. Dies geschieht in erster Linie durch die Eltern, aber auch andere Nahestehende des Kindes können hier Einfluss auf die Entwicklung nehmen. Umso älter Kinder werden, desto mehr nimmt der Einfluss der Eltern auf das Kind ab.

Eltern sind Vorbilder – auch bei Suchtmitteln

Eltern, die ihren eigenen Konsum verharmlosen und gleichzeitig ihren Kindern ein striktes Verbot erteilen, begünstigen womöglich ein späteres Suchtverhalten ihres Kindes. Nicht wenige Kinder und Jugendliche erleben einen regelmäßigen Tabak- oder Alkoholkonsum der Eltern, der innerhalb der Familie als normal angesehen wird. Durch diese Selbstverständlichkeit kann bei einem Kind oder Jugendlichen das Interesse an diesen Suchtmitteln gefördert werden.

Zusätzlich ist auch das Familienleben ein Faktor, der eine Suchtneigung bei Kindern und Jugendlichen fördern oder hemmen kann. Gibt es beispielsweise nur wenig Struktur im Tagesablauf oder wird das Kind vernachlässigt, kann dies zu späteren Suchterkrankungen führen. Erfährt ein Kind einen hohen Leistungsdruck bei nur wenig Bestätigung und Wertschätzung, kann dies ebenfalls problematisch auswirken.

Freunde haben großen Einfluss

Oft orientieren sich Kinder und Jugendliche an ihren Freunden. Werden im Freundeskreis Suchtmittel konsumiert, wird der eigene Einstieg leicht gemacht. In dieser Situation sollte ein Kind stark genug sein, um Nein zu sagen. Das sollte es in der Familie lernen.

Ein Kind braucht während des Heranwachsens viel familiäre Sicherheit. Spürt das Kind Interesse und Anerkennung der Eltern, steigt das Selbstwertgefühl. Mit fortschreitendem Alter sollte das Kind zunehmend mehr Rechte und Freiheiten bekommen, dies kann dazu beitragen, das Kind zu stärken und somit auch Suchterkrankungen vorzubeugen.

Suchtmittelprävention in der Schule

Auch in einigen Schulen gibt es Suchtmittelprävention, manchmal bereits in der siebten Klasse.

Beratungsstellen zur Suchtmittelprävention

Es gibt eine Vielzahl an Beratungsmöglichkeiten zur Suchtmittelprävention, beispielsweise Gesundheitsämter, soziale Dienste aber auch Polizei und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA).

Autor: Christian Fiala, Medizinautor
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