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Immer mit der Ruhe: Wenn Ihr Kind Sie zur Weißglut bringt

Autor: Miriam Funk
Letzte Aktualisierung: 18. Dezember 2017

Alle Eltern kennen das: Das Kind macht einen plötzlich so wütend, dass man selber kaum noch weiß, wie man richtig reagieren soll. Die Kleinen sind manchmal in der Lage, sämtliche Wutauslöser zu betätigen und Sie damit zur Weißglut zu bringen. Oft reagieren Eltern über, schreien und schimpfen. Wir zeigen Ihnen Wege, wie Sie sich selbst in den Griff bekommen und ruhig werden.

Immer mit der Ruhe: Wenn Ihr Kind Sie zur Weißglut bringt
Eine innige Beziehung zum Kind ist die beste Vorbeugung von Wutanfällen
(c) iStockphoto

Als Eltern immer verständnisvoll bleiben und jede Problemsituation locker lösen - das würden Eltern gerne immer können. Aber selbst die gelassensten Eltern kennen es, dass sie selber die Fassung verlieren und losbrüllen möchten, weil sie vor Wut kochen.

6 Tipps, um bei Wut Ruhe zu bewahren

1. STOPP-Signal

Sobald Sie spüren, dass die Wut aufsteigt, heben Sie die Hände, signalisieren Sie STOPP und sagen Sie nichts.

2. Abstand suchen

Gehen Sie räumlich auf Distanz und entfernen sich von Ihrem Kind.

Alternative: Kind umarmen, wenn Sie die dafür nötige Ruhe haben.

3. Ruhig werden

Tief ein- und ausatmen, beruhigende Worte für sich selbst wiederholen. Musik hören, Yoga, Sport oder lesen kann Ihnen helfen, wieder zur Ruhe zu finden.

4. Problem erkennen

Betrachten Sie die Situation in Gedanken nüchtern nochmal. Analysieren Sie objektiv.

5. Problem benennen

Benennen Sie das Problem ganz konkret: „Das Problem ist, dass…“

6. Problem lösen

Überlegen Sie sich verschiedene Lösungsansätze. Welche Erziehungsmaßnahmen möchten Sie einsetzen?

Ganz wichtig: Setzen Sie es um!

Checkliste: Ruhe bewahren!

Pinnen Sie sich dies an die Wand, um in notwendigen Situationen mit Ihrem Kind besser reagieren zu können.

Liebe als Basis der Erziehung

Als gute Grundlage sollten Sie sich immer wieder klarmachen, dass Liebe die Basis der Beziehung zu Ihrem Kind und auch der Erziehung ist. Nehmen Sie sich regelmäßig zeit, mit Ihrem Kind zu spielen, Ihrem Kind zuzuhören und sich mit ihm zu unterhalten. Nehmen Sie sich ebenso Zeit dafür, mit Ihrem Kind zu schmusen, es zu umarmen und zu küssen. Je positiver, liebevoll und emotional Ihre Beziehung zu Ihrem Kind ist, desto weniger werden Sie selbst an sich Wutanfälle beobachten.

Im Notfall Hilfe suchen!

Sollten Sie merken, dass Sie sehr häufig wütend auf Ihr Kind sind und dies allmählich zum Dauerzustand wird, suchen Sie sich Hilfe. Lassen Sie es nicht so weit kommen, dass Sie Ihr Kind schlagen! Manchmal ist es notwendig und hilfreich, sich fachliche Hilfe, beispielsweise in einer Erziehungsberatungsstelle (die Adresse der nächstgelegenen Beratungsstelle finden Sie bei der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung) zu suchen.

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Autor: Miriam Funk
Letzte Aktualisierung: 18. Dezember 2017
Quellen

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