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Ultraschallbilder aufbewahren: Das müssen Sie beachten

Autor: Viola Lex, Medizinautorin
Letzte Aktualisierung: 26. April 2019

Das erste Ultraschallbild des Babys in den Händen zu halten, erfüllt werdende Mütter und Väter mit Stolz. Wie Sie Ultraschallbilder richtig aufbewahren und die Aufnahmen aus dem Mutterleib dadurch zu einer bleibenden Erinnerung werden.

Ultraschallbilder aufbewahren: Das müssen Sie beachten
Das Ultraschallbild hilft Eltern dabei, eine Verbindung zum Baby aufzubauen
© iStock.com/PeopleImages
Artikelinhalte auf einen Blick:

Wozu wird ein Ultraschallbild gemacht?

Ultraschallbilder dokumentieren und kontrollieren die Gesundheit und Entwicklung Ihres Babys – sie dienen in erster Linie einem medizinischen Zweck. Bei jeder Ultraschalluntersuchung stellt Ihre Ärztin Größe und Herzschlag des Ungeborenen fest und trägt die Ergebnisse im Mutterpass ein.

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Während der Schwangerschaft werden drei Ultraschalluntersuchungen durchgeführt – die erste zwischen der 9. und 12. Schwangerschaftswoche, die zweite zwischen der 19. und 22. Schwangerschaftswoche und die dritte zwischen der 29. und 32. Schwangerschaftswoche. Diese drei Basis-Ultraschallunterschungen sind in den Mutterschaftsrichtlinien vorgeschrieben und dienen als Grundlage der Schwangerschaftsvorsorge, um auffällige Merkmale, Fehlbildungen und Mehrlingsschwangerschaften festzustellen. Darüber hinaus können weitere Ultraschalluntersuchungen durchgeführt werden.

Wann bekommen Sie das erste Ultraschallbild?

Wird die Schwangerschaft in der 6. bis 8. Schwangerschaftswoche per Ultraschall festgestellt, ist auf dem Gerät das Embryo im Dottersack zu sehen, umgeben von der Gebärmutter. Etwa um die 6. bis 7. Woche herum, kann die Scheitel-Steißlänge (SSL) durch den Ultraschall ermittelt werden, um so das Schwangerschaftsalter zu bestimmen. Ebenfalls ungefähr ab der 7. Schwangerschaftswoche sehen Sie während der Ultraschalluntersuchung bereits den Herzschlag des Babys.

Zu diesem Zeitpunkt können Sie von Ihrer Frauenärztin bereits das erste Ultraschallbild erhalten. Spätestens im Anschluss an die Vorsorgeuntersuchung zwischen der 9. und 12. Schwangerschaftswoche bekommen Sie ein Ultraschallbild zum Mitnehmen.

Was ist auf dem Ultraschallbild zu sehen?

Das Ultraschallbild zeigt einen Ausschnitt der Ultraschalluntersuchung. Was genau darauf zu sehen ist, hängt von verschiedenen Faktoren wie dem Schwangerschaftsalter oder der Lage des Kindes ab.

  • Ultraschallbild aus der ersten Untersuchung: Im Vergleich zum Ultraschall, der zur Feststellung der Schwangerschaft diente, hat sich zwischen der 9. und 12. Schwangerschaftswoche auf dem Ultraschallbild schon einiges verändert. Bereits jetzt sind menschliche Züge darauf erkennbar.

  • Ultraschallbild aus der zweiten Untersuchung: Zwischen der 19. und der 22. Schwangerschaftswoche hat das Baby sich weiterentwickelt – die menschlichen Züge sind auf dem Ultraschallbild noch ausgeprägter. Mit etwas Glück erkennt die Ärztin während der Untersuchung auf ihrem Bildschirm schon das Geschlecht. Wenn Sie das Geschlecht nicht erfahren wollen, teilen Sie dies Ihrer behandelnden Ärztin vorab mit.

  • Ultraschallbild aus der dritten Untersuchung: Es könnte gut sein, dass Ihr Kind auf dem Ultraschallbild aus der 29. bis 32. Schwangerschaftswoche bereits in der typischen Fötusstellung liegt. Auch erkennt der Arzt bei dieser Untersuchung, ob das Baby sich schon in eine günstige Geburtslage begeben hat.

  • 3-D- und 4-D-Ultraschallbild: 3-D- und 4-D-Ultraschall liefern ein räumliches Bild des Babys. Auf diese Weise wird das Ungeborene sehr plastisch sichtbar. Da diese Art von Ultraschall aus medizinischer Sicht keinen Mehrwert bietet, müssen Sie für die Ultraschallbilder selbst bezahlen. Den Preis sollten Sie in der Praxis erfragen.

In welcher Form erhalten Sie ein Ultraschallbild?

Je nachdem, was Ihre Frauenärztin anbietet, kann ein Ultraschallbild im Anschluss an die Untersuchung ausgedruckt oder Ihnen digital direkt auf das Smartphone gesendet werden.

Warum ist das Ultraschallbild auch für Eltern wichtig?

"Der Sinn von Ultraschalluntersuchungen ist natürlich in erster Linie die medizinische Dokumentation. Aus meiner Sicht sind die Bilder aber auch für die Eltern enorm wichtig", sagt PD Dr. med. Kai-Sven Heling von der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM). Die werdenden Eltern erhalten dadurch einen Eindruck, was genau im Bauch passiert, sehen, wie sich ihr Kind entwickelt und bekommen so eine stärkere Bindung zum Ungeborenen. Ein Ultraschallbild bietet außerdem die Möglichkeit, andere Familienmitglieder und Freunde an der Schwangerschaft teilhaben zu lassen.

Können Ultraschallbilder verblassen?

Natürlich soll die Erinnerung an den Augenblick, in dem Sie Ihr Kind das erste Mal im Mutterleib sahen oder Ihr Arzt Ihnen das Geschlecht des Kindes mitteilte, nicht verblassen. Viele Eltern fragen sich deshalb, wie Sie die Bilder am besten aufbewahren. Denn: "Für den Ausdruck von Ultraschallbildern wird Thermopapier verwendet", so Heling von der DEGUM. Dieses Papier wird auch zum Ausdruck von Kassenbelegen benutzt und hat tatsächlich den Ruf, durch Wärme, Licht und Feuchtigkeit mit der Zeit zu verblassen. Wie schnell das passiert, unterscheidet sich je nach Papierhersteller. Heute sind die Papiere nicht mehr ganz so anfällig wie früher.

Wenn bestimmte Lagerbedinungen erfüllt sind – eine maximale Raumtemperatur von 25 Grad, eine relative Luftfeuchtigkeit von 40 bis 60 Prozent und die Vermeidung von Licht – können die Papiere einige Jahre (je nach Hersteller zwischen zwei und zwölf Jahren) halten.

Wie können Sie Ultraschallbilder aufbewahren?

Wer lange etwas von den original Ultraschallbildern haben möchte, sollte deshalb besser darauf verzichten, sie am Kühlschrank aufzuhängen. Lagern Sie die Bilder lieber dunkel – in einer Mappe, einem kleinen Karton oder einem Briefumschlag. Kalt (nicht heiß!) laminieren schützt sie zusätzlich.

Auf Nummer sicher gehen Sie, wenn Sie die Ultraschallbilder digitalisieren. Scannen Sie die Aufnahmen ein oder fotografieren Sie diese ab. So können Sie die Bilder immer wieder ausdrucken – entweder auf normalem Papier oder auf Fotopapier – und sie beliebig verwenden. Tipp: Verewigen Sie das Ultraschallbild in einem digitalen Fotoalbum, Ihrem ganz persönlichen "Baby-Buch". Im Internet bieten Onlineshops auch die Möglichkeit an, ein Ultraschallbild auf eine Leinwand zu drucken.

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Autor: Viola Lex, Medizinautorin
Letzte Aktualisierung: 26. April 2019
Quellen
Beiträge im Forum "Geburtstermin Juli/August 2018"
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