Suchen Menü

Buchtipp: Am Ende aller guten Hoffnung

Das Buch von Sandra Wiedemann "Am Ende aller guten Hoffnung - Sterbehilfe im Mutterleib?" ist ein sehr persönlicher Erfahrungsbericht über das Tabu-Thema Spätabtreibung in der Schwangerschaft wegen schwerer Erkrankung des Kindes.

Am Ende aller guten Hoffnung

Ein Wunschkind ist unterwegs und wie in der Bilderbuchfamilie erwartet die schwangere Sandra eine kleine Schwester für ihren kleinen Sohn. Die Familie ist glücklich und voller freudiger Erwartung. Doch dann tritt das Unvorstellbare ein: Beim Ungeborenen werden in der 25. Schwangerschaftswoche schwerste Fehlbildungen festgestellt. Die furchtbare Diagnose lautet: Trisomie 13 , nicht mit menschlichem Leben vereinbar. Dieses Kind hat aufgrund seiner Fehlbildungen keine Chance zu leben. Aber was tun? Abwarten, bis das Kind stirbt und die Schwangerschaft trotz dem Wissen fortsetzen? Oder die unvorstellbare Möglichkeit, sein eigenes Kind im Mutterleib töten zu lassen, um es dann tot zur Welt zu bringen?

Sandra Wiedemann beschreibt in diesem emotionalen und sehr persönlichen Erfahrungsbericht ihre Perspektive. Es ist die Geschichte einer Mutter, die sich - obwohl einst strikte Abtreibungsgegnerin - für einen Schwangerschaftsabbruch bei sicherer Nicht-Lebensfähigkeit ihres Kindes entscheiden hat. Aus Liebe, wie sie schreibt. Sie erkennt, dass es individuelle Entscheidungen und Situationen gibt, die man nicht pauschal beurteilen kann und die Akzeptanz in der Gesellschaft erfordern. Sie beschriebt die Ereignisse, die ihre Welt auf den Kopf stellen, den kühlen Kllinikalltag, der im krassen Gegensatz zu den Emotionen der Betroffenen stehen und auch ihre Gedanken, Schuldgefühle und sehr persönlichen Empfindungen.

Das Thema Schwangerschaftsabbruchist ein Tabuthema. Die Entscheidung, ein schwer krankes Kind im Mutterleib sterben zu lassen und zur Welt zu bringen, geht auch in Kliniken oft unter und Betroffene werden alleine gelassen. Eben deshalb ist dieser offene Erfahrungsbericht wichtig, um die Öffentlichkeit zu sensibilisieren und zu verstehen, warum jemand eine solche Entscheidung trifft.

Am Ende aller guten Hoffnung - Sterbehilfe im Mutterleib
Sandra Wiedemann
252 Seiten, 24,99 €
edition riedenburg
ISBN:  978-3-902943-61-3

Beiträge im Forum "Geburtstermin Juli/August 2018"
Neuste Artikel in dieser Rubrik
Vorgeburtliche Diagnostik

Der PraenaTest® ist eine Möglichkeit zur Diagnostik von Trisomie 21 beim Ungeborenen und seit August 2012 in Deutschland erhältlich. Der PraenaTest® wird nicht von den Krankenkassen übernommen und ist somit... Mehr...

Schwangere haben die Wahl

Schwangerschaftsvorsorge lieber beim Arzt oder der Hebamme durchführen lassen? Welche Unterschiede gibt es und warum darf nur ein Arzt den Ultraschall machen? Mehr...

Untersuchungen

Gegen Ende des zweiten Schwangerschaftsdrittels erwarten viele Eltern gespannt den Ultraschall, um ihr Kind zu sehen. Wenn es dann noch lächelt, ist das Glück perfekt. Experten raten jedoch von solchen... Mehr...

Stammzellen aus der Nabelschnur haben ein großes Potential bei der Behandlung von Krankheiten

mehr lesen...

Alle Themen zu Coronavirus, SARS-CoV-2 und COVID-19- Übersichtlich auf einer Seite.

Zum Ratgeber
Gewinnspiel

Wir verlosen ein langlebiges buntes Kinder-Set aus zertifizierter Bio-Baumwolle und recycelten Materialien!

Jetzt gewinnen

Wann kommt mein Baby? Mit dem Geburtsterminrechner können Sie das schnell und einfach herausfinden

mehr lesen...
Weitere interessante Themen
  • Chorionzottenbiopsie

    Die Chorionzottenbiopsie ist eine Untersuchung im Rahmen der pränatalen Diagnostik. Bei diesem Verfahren wird eine Gewebeprobe (Biopsie) aus der Zottenhaut (Chorion) entnommen. Mehr...

  • Vorsorgeuntersuchungen in der...

    In Österreich gibt es eine Anzahl an Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft, die von den Kostenträgern übernommen werden. Mit dem Mutter-Kind-Pass, der nach der Feststellung... Mehr...