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Samstag, 24. Februar 2018
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Massage in der Schwangerschaft

Massage in der Schwangerschaft kann sehr hilfreich und wohltuend sein. Sie kann dabei helfen, Verspannungen abzubauen oder Stresssymptome zu lindern.

Massage in der Schwangerschaft
Eine fachmännisch durchgeführte Massage in der Schwangerschaft kann äußerst wohltuend sein
Steve Mason

Auch mit der Schwangerschaft einhergehenden Rückenschmerzen können mit Massage behandelt werden. Der Behandler muss unbedingt über die Schwangerschaft informiert werden. Denn wenn gewisse Punkte bei der Durchführung beachtet werden, kann eine Massage der Schwangeren sehr gut tun.

Massagetherapie

Massage als Therapie gehört zur Physikalischen Therapie und wird von Masseur/innen oder Physiotherapeut/innen durchgeführt. Sie wird meist mit den Händen (manuell) oder mit Hilfsmitteln (Vibrationsgerät, Unterwassermassage, Ultraschall) angewandt. Durch Streichen, Reiben, Kneten oder andere Griffe kann positiv auf Muskulatur, Haut und Bindegewebe durch Druck- und Zugreize eingewirkt werden. Verspannungen werden gelöst und der massierte Bereich wird vorübergehend stärker durchblutet.

Massagen durch die Hebamme – auch unter der Geburt

Die Hebamme kann während der Schwangerschaft auch mit Massage unterstützend auf die Beschwerden der Schwangeren eingehen. Sogar zwischen den Wehen oder während der Geburt kann eine Hebamme mit Massage des Damms oder manueller Therapie am Becken die Geburt erleichtern.

Partner-Massagen

Auch eine leichte Massage im Nacken durch den Partner kann einer Schwangeren helfen, Stress und Spannungen abzubauen. Nicht wenige Partner haben Talent und Einfühlungsvermögen, um ihre Frau gut und wirksam zu massieren. Zum Thema Partnermassage gibt es einiges an Literatur im Handel. Oftmals kann allein das Auflegen einer warmen Hand oder leichtes Streichen schon eine sehr effektive Maßnahme sein. Aromaöle mit beruhigenden Düften lassen die Schwangere zusätzlich entspannen. Hand- und Fußmassagen empfinden viele Frauen als sehr angenehm. Selbst während der Geburt kann der Partner hiermit unterstützend einwirken.

Welche Öle sollten zur Massage in der Schwangerschaft verwendet werden?

Für eine Massage sollten Sie geeignete Hautöle oder Cremes verwenden. Sie können die Öle auch mit verschiedenen Essenzen oder ätherischen Ölen anreichern. Positiv bei einer Schwangerschaft wirken zum Beispiel natürliche Aromastoffe wie Kamille, Citrus, Orange, Lavendel, Geranie oder Sandelholz. Andere Aromen wie Salbei, Kiefer, Myrrhe, Wacholder, Rosmarin, Thymian oder Lorbeer sollten in der Zeit eher vermieden werden. Zur allgemeinen Entspannungen tragen Aromaöle wie Rose, Ylang, Jasmin oder Neroli bei.

Folgende ätherische Ölmischungen eignen sich als Zusatz zum Massageöl in der Schwangerschaft, können aber natürlich auch außerhalb der Schwangerschaft angewendet werden:

Erfrischende, konzentrationssteigernde Ölmischung

  • 20 ml Basisöl (z.B. Sesam-, Traubenkern- oder Mandelöl)
  • Je 3 Tropfen Zitronengras (oder Zitronenöl) und Orangenöl
  • Erfrischt und belebt den Körper und den Geist
  • Beugt bei regelmäßiger Anwendung Schwangerschaftsstreifen an Bauch und Oberschenkel vor

Stimmungsaufhellende Ölmischung

  • 20 ml Basisöl (z.B. Jojoba-, Traubenkern- oder Mandelöl)
  • Je 3 Tropfen Lavendel, Bergamotte und Orangenöl
  • Hebt die Stimmung und wirkt leichten Depressionen entgegen

Entspannende Ölmischung

  • 20 ml Basisöl (z.B. Jojoba-, Traubenkern- oder Mandelöl)
  • 2 Tropfen Geranie, 5 Tropfen Sandelholz und 6 Tropfen Bergamotte
  • Fördert die Entspannung von Körper und Geist, am besten mit einer Ganzkörpermassage

Wellness-Massagen

Darüber hinaus gibt es noch unzählige Arten von Wellness-Massagen, die dem Wohlbefinden dienen. Hierzu zählen etwa Ganzkörpermassagen, Hot Stone Massagen, Gesichtsmassagen, Schokoladenmassagen, Thaimassagen, Hawaiianische Massagen und viele mehr.

Was muss bei Massage in der Schwangerschaft beachtet werden?

Je nach Stadium der Schwangerschaft sollte immer die möglichst bequemste Ausgangsposition eingenommen werden. In der Spätphase ist der Kreuzbein-Becken-Bereich durch hormonelle Einflüsse weniger stabil, da es für den Geburtsvorgang notwendig ist, dass er nachgibt. Der untere Lendenbereich ist deshalb bei Schwangeren von der Massage auszuschließen. Grundsätzlich sollten Massagen in der Schwangerschaft vorsichtiger durchgeführt werden und der Behandler fragt die Schwangere idealerweise regelmäßig, ob Druck und Massagetechnik angenehm ist.

Je nach Beschwerdebild ist es ratsam, die Hebamme oder einen Arzt um Rat zu fragen, um ernsthaftere Probleme auszuschließen. Massage in der Schwangerschaft kann für die Frau jedoch insgesamt eine hilfreiche Unterstützung und Linderung sein.

Autor:
Letzte Aktualisierung: 16. Mai 2017
Quellen: Steck, T., Hertel, E., Morgenstern, C., Pachmann, H.: Kompendium der Geburtshilfe für Hebammen. Springer Verlag, Wien 2008; Geist, C. , Harder, U., Stiefel, S.: Hebammenkunde, Hippokratesverlag ,Stuttgart 2007; De Gruyter, W.: Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch 2013, de Gruyter Verlag, Berlin 2012; Deans, A.: Die Schwangerschaftsbibel, Südwest Verlag, München 2007

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