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Montag, 28. Mai 2018
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Magnesium in der Schwangerschaft

Magnesium in der Schwangerschaft wird vielen Schwangeren oft schon zu Beginn der Schwangerschaft verschrieben beziehungsweise empfohlen. Es wirkt krampflösend und wirkt sich daher auch positiv auf Schwangerschaften aus, bei denen ein erhöhtes Risiko für Frühgeburten oder Fehlgeburten besteht.

Magnesium in der Schwangerschaft
Magnesium ist in der Schwangerschaft aufgrund des erhöhten Bedarfs besonders wichtig - grünes Gemüse, zum Beispiel Salat, ist reich an Magnesium
iStock/Jyliana

Wie wirkt sich ein Mangel von Magnesium aus?

Magnesium wird insbesondere für den Eiweiß- und Fettstoffwechsel sowie den Knochenaufbau benötigt. Wenn über die Nahrung nicht ausreichend Magnesium zugeführt wird, kann sich das zum Beispiel in vermehrten Muskelkrämpfen oder Stoffwechselstörungen äußern.

Darum ist eine ausreichende Zufuhr Magnesium in der Schwangerschaft wichtig:

  • Der Bedarf an Magnesium steigt im Laufe der Schwangerschaft. Es tritt eher an Magnesiummangel auf.
  • Magnesiummangel kann zu Muskelkrämpfen oder Verstopfung führen, aber auch im akuten Fall eine Fehl- oder Frühgeburt begünstigen.
  • Magnesium wird auch vorbeugend zur Wehenhemmung verschrieben.
  • Intravenös verabreicht kann Magnesium Bluthochdruck positiv beeinflussen.
Gesund schlemmen: Diese Lebensmittel sind reich an Magnesium!

Magnesiumbedarf von Schwangeren

Schwangere und stillende Frauen haben einen erhöhten Bedarf an Magnesium. Im Laufe der Schwangerschaft steigt dieser noch an. Gleichzeitig scheiden Schwangere vermehrt Magnesium aus. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Schwangeren über 19 Jahren eine tägliche Zufuhr von 310 Milligramm. Schwangere unter 19 Jahren sollten 350 Milligramm Magnesium am Tag zu sich nehmen. Bei Stillenden liegt der Bedarf an Magnesium sogar bei 390 Milligramm täglich.

Ein Kombinationspräparat mit Folsäure und Magnesium kann sinnvoll sein. Vielen Frauen wird auch die zusätzliche Einnahme von Eisen in der Schwangerschaft geraten. Da sich Eisen und Magnesium gegenseitig bei der Aufnahme durch den Körper behindern können, sollten mindestens zwei Stunden zwischen den Einnahmen der Präparate liegen.

Magnesiummangel bei Schwangeren

Ein leichter Magnesiummangel bei Schwangeren ist in der Regel nicht problematisch und kann über die Ernährung oder über ein vom Arzt oder der Ärztin empfohlenes Magnesiumpräparat ausgeglichen werden. Ein andauernder, sehr hoher Magnesiummangel in der Schwanerschaft kann in seltenen Fällen zu einer verzögerten Entwicklung des Fötus oder vorzeitiger Wehentätigkeit führen. Viele Ärzte verschreiben daher Magnesiumpräparate zur Vorbeugung von Fehl- oder Frühgeburt.

Wie äußert sich Magnesiummangel?

Magnesiummangel kann sich bei schwangeren Frauen vor allem in Form von Wadenkrämpfen oder Verdauungsstörungen (Verstopfung) äußern. Erste Hinweise sind nächtliche Wadenkrämpfe. Sie sollten diese unbedingt mit dem behandelnden Arzt oder der Ärztin besprechen. Ein fortschreitender, unbehandelter Magnesiummangel erhöht das Risiko für eine Frühgeburt oder Fehlgeburt.

Wehenhemmung mit Magnesium

Magnesium wirkt sich entspannend auf die Muskulatur aus. Es wird daher auch zur Hemmung von vorzeitigen Wehen eingesetzt. Schwangere, die ein erhöhtes Risiko für Früh- oder Fehlgeburten haben, erhalten Magnesium häufig vorbeugend.

Magnesium gegen Bluthochdruck und bei Eklampsie

Magnesium wird auch als Medikament gegen Bluthochdruck in der Schwangerschaft (meist intravenös) verabreicht. Es wird außerdem bei Eklampsie eingesetzt. Bei der Eklampsie kommt es plötzlich zu heftigen Krampfanfällen. Sie tritt im Rahmen einer Praeklampsie auf beziehungsweise ist eine Folge von Praeklampsie. Eklampsie tritt vor allem im letzten Schwangerschaftsdrittel oder kurz nach der Geburt auf. Gegen die Krampfanfälle wird intravenös Magnesiumsulfat gegeben. Eklampsie ist in Ländern mit guter Schwangerschaftsvorsorge eine sehr seltene Erkrankung.

Wann kann man Magnesium in der Schwangerschaft einnehmen?

Bei Übelkeit und Erbrechen – vor allem in der Frühschwangerschaft – sowie dem behandlungsbedürftigen übermäßigem Erbrechen in der Schwangerschaft (Hyperemesis gravidarum) kann es ratsam sein, die verlorenen Elektrolyte (Kalium, Natrium und Magnesium) wieder zuzuführen.

Bei übermäßigem Sodbrennen (Reflux) in der Schwangerschaft können Kombinationspräparate aus Aluminium-, Magnesium- und Kalziumsalzen helfen, die Magensäure zu neutralisieren.

Nehmen Sie Nahrungsergänzungsmittel oder frei verkäufliche Medikamente in der Schwangerschaft bitte grundsätzlich nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin ein.

Magnesiummangel vorbeugen

Viele Menschen in Deutschland leiden an einem Magnesiummangel – häufig, ohne es zu wissen. Magnesium kann über die Nahrung normalerweise in ausreichender Menge zugeführt werden. Besonders reich an Magnesium sind:

  • Milch und Milchprodukte
  • Sonnenblumen- und Kürbiskerne
  • Grünes Gemüse
  • Beeren
  • Bananen
  • Nüsse und Mandeln
  • Vollkornprodukte
  • Hülsenfrüchte
  • Haferflocken
  • Mineralwasser mit hohem Magnesiumanteil

In Schokolade ist besonders viel Magnesium enthalten: in einer Tafel zwischen 80 und 100 Milligramm. Vor allem dunkle Schokolade mit einem hohen Kakaoanteil können Sie also ohne schlechtes Gewissen hin und wieder naschen, um Ihrem Magnesiumhaushalt etwas Gutes zu tun.

Autor:
Letzte Aktualisierung: 03. November 2017
Quellen: Biesalski, H. K., Bischoff, S. C., Puchstein, C.: Ernährungsmedizin. Nach dem neuen Curriculum Ernährungsmedizin der Bundesärztekammer. Thieme, Stuttgart 2010 Briggs, G. G. Bpharm, FCCP, Nageotte, M., M.D.: Diseases, Complications and Drug Therapy in Obstetrics. American Society of Health-System Pharmacists, Bethesda 2009; Huch, Prof. Dr. R., Fessel, D.: Glücklich schwanger von A-Z. Trias, Stuttgart 2010; Körner, U., Rösch, R.: Ernährungsberatung in Schwangerschaft und Stillzeit. Hippokrates, Stuttgart 2014

Beiträge im Forum "Geburtstermin Juli/August 2018"
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