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Einschränkungen unumgänglich

Geburt in Zeiten von Corona

Was ändert sich durch Corona bei Geburt, Schwangerschaftsvorsorge und Hebammenbetreuung? Ein Überblick zur aktuellen Situation.

Coronavirus: Was sich bei Geburt und Schwangerschaftsvorsorge ändert
© iStock.com/gorodenkoff

Die weiterhin andauernde Corona-Pandemie stellt frauenärztliche Praxen, Hebammen, Kliniken und Geburtshäuser vor Herausforderungen. Die gute Nachricht: Mittlerweile hat sich vieles eingespielt und es gibt nur noch wenige Einschränkungen.

Hinweis: Eine Corona-Infektion während der Schwangerschaft erhöht das Risiko für einen schweren Verlauf von Covid-19: Studienauswertungen zeigten ein erhöhtes Komplikationsrisiko für werdende Mütter und ihre Babys. Die STIKO empfiehlt deshalb allen Schwangeren ab dem zweiten Trimester eine Schutzimpfung gegen das Coronavirus.

In diesem Artikel lesen Sie:

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Geburt in Zeiten von Corona

Trotz Corona lassen mittlerweile die meisten Geburtskliniken wieder Begleitpersonen zur Geburt zu. Auch die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) spricht sich unbedingt für eine Vertrauensperson als Begleitung zur Geburt aus – auch in Zeiten von Corona. Individuelle Regelungen wie das Vorlegen eines negativen Testergebnisses oder das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes können in den Entbindungskliniken unterschiedlich sein.

Regelungen für Familienzimmer sind von Klinik zu Klinik verschieden. In einigen dürfen Partner mit im Familienzimmer bleiben, andere haben das Konzept Familienzimmer für unbestimmte Zeit ausgesetzt – zum Schutz vor der weiteren Verbreitung von Corona. Informieren Sie sich bei Ihrer Entbindungsklinik, welche Regelungen aktuell gelten.

Maske tragen während der Geburt?

Ein Mund-Nasen-Schutz unter der Geburt wird von der DGGG nicht empfohlen. Ist nicht klar, ob eine Frau zum Zeitpunkt der Geburt mit Corona infiziert ist, kann das Tragen eines Schutzes diskutiert werden. Bei positiv Getesteten wird ein Mund-Nasen-Schutz unter laufender Kontrolle ihres Gesundheitszustandes und ihres Wohlbefindens auch unter der Geburt empfohlen.

Auch eine Infektion mit dem Coronavirus ist nicht automatisch ein Grund für einen Kaiserschnitt. Vielmehr spricht sich die DGGG weiterhin für die vaginale Geburt aus, wenn der Gesundheitszustand der Schwangeren dies erlaubt.

Corona positiv: Und nach der Geburt?

Auch bei positiv auf Corona getesteten Gebärenden wird der Haut-zu-Haut-Kontakt zwischen Mutter und Kind nach der Geburt unbedingt empfohlen. Wichtig ist, dass die Mutter dabei bestimmte Hygienemaßnahmen wie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, Vermeiden von Schleimhautkontakt etwa durch Küssen sowie Desinfektion der Hände einhält.

Auch das Stillen wird ausdrücklich befürwortet. Aktuell gilt eine Übertragung über die Muttermilch nach neuestem Forschungsstand immer noch als sehr unwahrscheinlich. Es wird sogar ein sogenannter Nestschutz durch die in der Muttermilch enthaltenen Antikörper von der Mutter diskutiert.

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Geburtshaus: Geburten finden trotz Corona statt

Geburtshäuser sind hebammengeleitete Einrichtungen, in denen außerklinische Geburten stattfinden. Eine Geburt im Geburtshaus ist in der Regel ambulant, wenige Stunden nach der Geburt kann die Familie wieder nach Hause gehen. Verläuft alles ohne Komplikationen, ist kein Krankenhausaufenthalt nötig. Das kann sicherlich in Zeiten von Besuchsstopp, Begleitverbot und drohender Überbelegung in Kliniken vorteilhaft sein.

Bislang finden Geburten im Geburtshaus regulär statt. Wichtig ist, dass alle Beteiligten, also Mutter und Begleitperson, nicht mit Corona infiziert sind.

Schwangeren mit Verdacht auf eine oder mit bestätigter Corona-Infektion wird vom DGGG empfohlen, als Vorsichtsmaßnahme zur Geburt eine Klinik aufzusuchen, damit das Neugeborene umfassend überwacht werden kann.

Welche Geburtspositionen gibt es?

Hebammenbetreuung während Corona

Alle regulären Hebammenleistungen wie Schwangerschaftsvorsorge, Geburts- und Wochenbettbetreuung dürfen wie bisher durchgeführt werden. Hebammen achten ohnehin streng auf Hygiene, reinigen und desinfizieren ihre Instrumente und Hände regelmäßig. Ob die individuelle Hebammenbetreuung auch im Falle einer Infektion mit Corona stattfinden kann, sollte mit der jeweiligen Hebamme geklärt werden.

Die Betreuung per Video-Sprechstunde hat sich während der Pandemie vielfach bewährt und soll nun auch dauerhaft im Hebammenhilfevertrag verankert werden. So sollen Hebammen künftig auch ohne pandemische Situation Beratungs- oder Aufklärungsgespräche per Videotelefonie führen und mit den Krankenkassen abrechnen können, wenn ein persönlicher Besuch nicht unbedingt erforderlich oder gewünscht wird.

Vorbereitungskurse für die Geburt wegen Corona reduziert

Infoabende in Geburtshäusern oder Kreißsaalführungen und ähnliche Veranstaltungen finden in der Regel nicht mehr statt. Immer mehr Krankenhäuser und Entbindungsstationen bieten aber virtuelle Kreißsaalführungen an.

Auch die meisten Kurse, die nicht in erster Linie der Vorbereitung auf die Geburt oder der Rückbildung dienen, werden abgesagt beziehungsweise ins Internet verlegt. Auch hier greift jetzt die Verlängerung der digitalen Leistungserbringung: Gesetzliche Krankenkassen übernehmen in der Regel die Kosten für Online-Geburtsvorbereitungs- und Rückbildungs- sowie zahlreiche Schwangerenkurse, die durch zugelassene Hebammen durchgeführt werden. Voraussetzung ist, dass die Kurse "live" stattfinden und Fragen und Diskussionen möglich sind.

Auch reguläre Geburtsvorbereitungskurse finden teilweise noch unter Einhaltung der Hygienevorschriften statt.

Corona: Quarantäne in der Schwangerschaft

Für Schwangere, die nachweislich mit Corona infiziert sind oder die sich aufgrund von Kontakt mit einer infizierten Person oder nach Rückkehr aus einem Risikogebiet in häuslicher Quarantäne befinden, hat die DGGG (Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe) Empfehlungen herausgegeben:

  • Bleiben Sie zu Hause und vermeiden Sie 14 Tage lang den Kontakt zu anderen Menschen. Halten Sie sich an die Vorgaben des zuständigen Gesundheitsamtes.
  • Informieren Sie Ihren Frauenarzt oder Ihre Frauenärztin über Ihre Selbstisolierung.
  • Verschieben Sie routinemäßige Vorsorge-Termine.
  • Bei nicht aufschiebbaren Terminen werden in Ihrer Arztpraxis die nötigen Vorkehrungen getroffen, dass der Termin stattfinden kann.
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