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Die erste Babygarderobe

Babykleidung: Was braucht mein Baby, worauf muss ich achten?

Babykleidung kaufen macht werdenden oder frisch gebackenen Eltern meist viel Freude. Oft landet aber zu viel im Schrank oder die niedliche Klamotte ist einfach unpraktisch. Lesen Sie hier, was Sie wirklich brauchen und worauf es bei der Auswahl von Babys Garderobe ankommt.

Babykleidung
Die Erstausstattung an Babykleidung sollte vor allem bequem sein und aus natürlichen Materialien bestehen.
© GettyImages/lithiumcloud

Von süßen Babysachen können werdende Eltern häufig nicht genug bekommen. Auch wenn es schwerfällt: Kaufen Sie im Vorfeld nicht zu viel, denn Babys wachsen schnell.

In diesem Artikel lesen Sie:

Baby-Erstausstattung: Diese Dinge brauchen Sie wirklich

Für die ersten Wochen reicht eine Grundausstattung aus wichtigen Basics, die das Baby täglich trägt. Planen Sie dafür ausreichend Wechselkleidung ein, damit Sie immer ein trockenes und sauberes Teil zur Hand haben, wenn das Baby viel spuckt oder die Windel ausgelaufen ist.

Zudem sollte die erste Garderobe an die Jahreszeit angepasst sein, in der das Baby zur Welt kommt. Babys, die im Herbst oder Winter geboren werden, benötigen eher langärmelige und Sommerbabys eher kurzärmelige Kleidung.

Checkliste Erstausstattung an Babykleidung – das gehört in Babys Schrank:

  • 6 bis 8 Bodys, kurz- und langärmelig

  • 6 bis 8 Strampler

  • 6 bis 8 Jäckchen, Pullover oder T-Shirts

  • 4 bis 6 Paar Söckchen

  • 2 dünne Baumwollmützen oder warme Wintermützen

  • ein Sonnenhut für Sommerbabys beziehungsweise Handschuhe, Wollschuhe und ein Halstuch für Winterbabys

Die Erstausstattung bietet Ihnen auch eine gute Orientierung, welche Kleidung Sie in den kommenden Wochen und Monaten in größeren Größen nachkaufen müssen.

Brauchen Babys bereits Schuhe?

Niedliche Babyschuhe gibt es bereits für die Kleinsten ab einem Monat. Aber Babys, vor allem Neugeborene, brauchen noch keine Schuhe. Ein sinnvoller Kälteschutz sind lediglich wärmende Wollschuhe im Winter.

Auch wenn das Kind zu krabbeln beginnt oder die ersten Schritte wagt, braucht es noch keine Schuhe. Erst wenn es selbstständig und einigermaßen sicher einen Fuß vor den anderen setzt, wird es Zeit für das erste Paar.

Worauf sollten Eltern beim Kauf von Babykleidung achten?

In Babyfachmärkten oder Online-Shops finden Mamas und Papas eine große Auswahl an hübschen Babysachen. Ob Sie dabei rosa Babykleidung für Mädchen beziehungsweise blaue Babykleidung für Jungen oder doch eher neutrale Farben wählen, ist persönlicher Geschmack.

Über die Farbe hinaus gibt es aber einige Kriterien, die Sie beachten sollten, damit Strampler und Co. auch tatsächlich babygerecht sind:

Materialien: Wählen Sie Kleidung aus natürlichen und hautfreundlichen Materialien. Kunstfasern wie Polyester lassen die Haut schneller schwitzen und sind zudem nicht temperaturregulierend. Das kann zu einem Hitzestau führen. Optimal sind Baumwolle, Seide oder Wolle: Sie sind atmungsaktiv, bewegungsfreundlich, bequem und angenehm auf der Haut.

Kleidung aus Baumwolle hat zudem den Vorteil, dass sie langlebig ist, sich häufig waschen lässt und auch hohe Temperaturen verträgt. Also ideal für Kleidungsstücke, die besonders viel abbekommen wie Hemdchen, Bodys oder Strampler.

Auch Wolle und Seide sind gute Baby-Stoffe. Wolle bietet in der kalten Jahreszeit einen wirksamen Schutz vor Kälte. Sie hält die Wärme in den Fasern und gibt überschüssige Wärme nach außen ab. Leichte Stoffe aus Seide sind hingegen ein guter Sommerbegleiter, besonders als Oberkleidung. So bieten zum Beispiel lange und locker sitzende Hosen und Oberteile einen guten Schutz vor UV-Strahlen – ohne, dass das Baby ins Schwitzen kommt.

Schadstofffrei: Neue Babykleidung kann Chemikalien und Farbstoffe enthalten, die die Haut von Babys reizen können oder im Verdacht stehen, Krebs auszulösen. Das betrifft vor allem Babykleidung, die im Ausland produziert wird.

Hat Kleidung einen starken chemischen Geruch, dann könnte das an Insektenschutzmitteln liegen. Diese werden vor allem für den Transport eingesetzt, um Kleidung aus Naturfasern wie Baumwolle vor Insekten und Schimmel zu schützen.

Auch dunkle Kleidung ist für zarte Babyhaut mitunter problematisch. Denn blaue und schwarze Farbstoffe können Allergien auslösen. Bei ungefärbter Kleidung gehen Eltern hingegen kein Risiko ein. Beim Kauf von Babykleidung empfiehlt es sich, auf Zertifikate zu achten, die die Begrenzung von Schadstoffen regeln. Dazu zählen unter anderem:

  • Global Organic Textile Standard (GOTS)
  • NATURTEXTIL IVN Zertifiziert BEST
  • STANDARD 100 by OEKO-TEX
  • Made in Green by OEKO-TEX

Passform und Größe: Die Konfektionsgrößen von Babykleidung entsprechen ungefähr der Körpergröße des Babys. Die kleinste Größe für Frühchen beginnt bei 38 und erhöht sich dann jeweils um sechs Zentimeter.

Kleidung für Neugeborene beginnt bei Konfektionsgröße 50. Diese Größe eignet sich zum Beispiel für ein Baby, das bei der Geburt 48 Zentimeter groß ist. Für ein 52 Zentimeter großes Baby eignet sich die Kleidergröße 56, aber auch 50 passt häufig noch in den ersten paar Lebenswochen.

Wer vor der Geburt bezüglich der Größe unsicher ist, kauft die Erstausstattung besser in zwei verschieden Größen. So gehen Eltern sicher, dass nichts spannt oder viel zu groß ist.

Größentabelle für Babykleidung von 0 bis 12 Monate

Alter Größe des Babys Konfektionsgröße
Frühchen Bis 38 cm 38
Frühchen 38-44 cm 44
0-1 Monat 40-50 cm 50
1-2 Monate 51-56 cm 56
2-3 Monate 57-62 cm 62
4-6 Monate 63-68 cm 68
7-9 Monate 69-74 cm 74
10-12 Monate 75-80 cm 80

Entwicklung Baby: Das passiert Monat für Monat

Tragekomfort: In den ersten Wochen liegen Babys fast ausschließlich auf dem Rücken, später auch auf dem Bauch. Modische Extras an der Kleidung wie eine Kapuze oder Zierknöpfe am Pullover, ein kleiner Kragen am Hemd oder Spitze am Halsausschnitt können dabei stören. Sie sind für das Baby unbequem, können unangenehm drücken oder die Haut aufreiben. Auch steife Stoffe oder dicke Nähte, wie zum Beispiel bei einer Jeans, bieten Babys keinen hohen Tragekomfort.

Praktisch: Babykleidung sollte sich problemlos wechseln lassen, denn Babys liegen beim Wickeln und Anziehen nie still. Kleidungsstücke mit Druckknöpfen im Hals- und Schulterbereich erleichtern das An- und Ausziehen – und schonen damit die Nerven von Mama und Papa. Auch Druckknöpfe im Schrittbereich an Bodys, Stramplern und Schlafanzügen erleichtern das Windelwechseln, ohne dass das Baby dafür komplett ausgezogen werden muss. Kleidung, die über den Kopf gezogen werden muss, kann hingegen unpraktisch sein.

Checkliste Erstausstattung: Das braucht Ihr Baby für einen guten Start

Ab wann Babykleidung kaufen?

Es gibt keinen festen Zeitpunkt, an dem werdende Eltern Babysachen kaufen sollten. Sinnvoll ist es, die Erstausstattung bereits einige Woche vor dem errechneten Geburtstermin zu Hause zu haben. So bleibt noch genügend Zeit, die Kleidung zu waschen. Auch für den Fall, dass das Baby eher kommt als angekündigt, sind Sie so vorbereitet.

Babykleidung über die erste Ausstattung hinaus sollten Sie nach Bedarf, mit zunehmendem Körperwachstum und der Jahreszeit entsprechend kaufen. So riskieren Sie keinen Fehlkauf, der ungenutzt im Schrank liegt, weil Ihr Baby für den praktischen Winteranzug oder das süße Sommerhöschen schon zu groß ist.

Secondhand: Babykleidung gebraucht kaufen oder lieber neu?

Wer Babykleidung günstig erstehen will, sollte auf Secondhand-Ware setzen. Gebrauchte Babysachen kosten deutlich weniger als neue. Oft ist die Kleidung sogar kostenlos, wenn man sie von Freunden oder Familienmitgliedern überlassen bekommt. Das schont den Geldbeutel: Da Babys schnell wachsen, tragen sie die Kleidungsstücke nur wenige Male, bevor sie schon zu klein sind. So können gerade Klamotten in den ganz kleinen Größen viele Runden drehen, bevor sie aufgetragen sind – ein großes Plus in Sachen Nachhaltigkeit.

Ein weiterer Vorteil ist, dass gebrauchte Babykleidung bereits mehrmals gewaschen ist. Unerwünschte chemische Rückstände sind in Secondhand-Ware in aller Regel ausgespült. Sie ist somit schadstoffärmer als neue Babykleidung.

Wie wäscht man Babykleidung?

Grundsätzlich gilt: Vor dem ersten Tragen sollte Babykleidung immer gewaschen werden; Secondhand-Ware aus hygienischen Gründen einmal. Für neue Babysachen werden zwei Waschgänge empfohlen, um alle problematischen Rückstände zu entfernen.

Danach waschen Sie die Kleidung nach Bedarf, wenn sie verschmutzt ist. Kleidungsstücke wie Bodys, die viel Spucke oder anderes abbekommen, wechseln Sie täglich. Hosen oder Pullis, die weniger stark beansprucht werden, können auch noch ein zweites oder drittes Mal getragen werden, bevor sie in die Wäsche wandern.

Die meisten Babysachen lassen sich in der Waschmaschine unkompliziert waschen. Selbst Kleidung aus Wolle kann mit dem entsprechenden Programm in der Maschine gereinigt werden. Eine aufwändige Reinigung mit der Hand ist meistens nicht nötig. Die Waschtemperatur sollte immer gemäß der Empfehlung auf dem Waschzettel in der Kleidung eingestellt werden, in der Regel sind das 30 bis 40 Grad Celsius.

Waschmittel, das auch für die Erwachsenenkleidung verwendet wird, ist unproblematisch. Auf Weichspüler sollte hingegen verzichtet werden, da sie Duftstoffe enthalten, die Allergien auslösen können.

Hautpflege fürs Baby: Worauf beim Waschen, Pflegen, Cremen achten?
Beiträge im Forum "Geburtstermin Juli/August 2018"
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