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Dienstag, 25. September 2018
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Zangengeburt

Autor: Jessica Schmid
Letzte Aktualisierung: 25. Januar 2017

Zangengeburt (Zangenentbindung, Forzepsentbindung) bedeutet, dass der Arzt das Kind mit einer Geburtszange (Forzeps) aus dem Geburtskanal herauszieht. Die Zange besteht aus zwei miteinander verbundenen Löffeln aus Metall.

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Bei der Zangengeburt wird der Kopf des Kindes mit einer Zange umfasst und aus dem Geburtskanal gezogen
(c) iStockphotos

Damit greift der Arzt während des Geburtsvorgangs vorsichtig um den Kopf des Kindes und zieht es aus der Scheide heraus. Die Zangengeburt ist wie die Saugglocken-Entbindung ein vaginaloperatives Entbindungsverfahren und zählt zur operativen Geburtshilfe.

Vorbereitung auf eine Zangenentbindung

Bevor eine Zangengeburt stattfinden kann, wird die Gebärende über mögliche Folgen und Risiken dieses Eingriffs informiert. Die Harnblase wird mittels Katheter entleert. Die Ärzte verabreichen ein Schmerzmittel (Pudendusblock) und führen meist einen Dammschnitt durch.

Ablauf einer Zangengeburt

Es gibt verschiedene Modelle der Geburtszange. Der Arzt wählt eine passende aus, zerlegt sie in zwei Einzelteile und führt diese nacheinander in die Scheide ein. Der Arzt bringt die beiden Löffel so an, dass sie wie zwei Hände um den Kopf des Ungeborenen fassen. Dann verbindet er beide Zangenteile miteinander und führt einen Probezug durch. Danach zieht er den Kopf des Kindes aus der Scheide. Nun wird die Zange entfernt, denn der restliche Körper des Kindes kommt wie bei einer normalen Geburt zur Welt. Während des Eingriffs steht eine Hebamme der Schwangeren zur Seite und erklärt ihr, welche Schritte als nächstes folgen.

Anwendungsgebiete einer Zangengeburt

Bei der Zangengeburt handelt es sich um ein Prinzip der operativen Geburtshilfe, das in einer Notfallsituation unter der Geburt angewendet wird, um diese möglichst rasch abzuschließen. Gründe eine Zangengeburt durchzuführen sind beispielsweise:

  • In der Austreibungsphase kommt es zu einem Geburtsstillstand und der Geburtsvorgang soll vorangetrieben werden.
  • Die werdende Mutter ist zusehends erschöpft, hat Fieber, oder kann wegen einer Erkrankung oder Betäubung in der Pressphase nicht aktiv pressen.
  • Es besteht eine mögliche gesundheitliche Gefährdung für das Kind, beispielsweise eine zu geringe Sauerstoffzufuhr.
  • Wehenschwäche der Frau

Komplikationen und Risiken einer Zangengeburt

Die Risiken einer Zangengeburt bestehen in einer erhöhten Verletzungsgefahr für die werdende Mutter und das Kind. Das sind beispielsweise:

  • Dammriss
  • Scheidenriss
  • Riss des Gebärmutterhalses
  • Riss der Gebärmutter
  • Kopfverletzungen beim Kind wie Abschürfungen, Blutergüsse, Quetschungen und Nervenlähmungen

Diese Risiken bestehen insbesondere dann, wenn der Geburtshelfer wenig Erfahrung mit Zangenentbindungen hat oder die Vorbedingungen zur Durchführung dieses geburtshilflichen Eingriffs nicht stimmen.

Alternativen zur Zangengeburt: Kaiserschnitt und Saugglocken-Entbindung

Alternativ zur Zangengeburt stehen mit der Saugglocken-Entbindung und dem Kaiserschnitt zwei weitere operative Verfahren zur Auswahl, die dazu geeignet sind, eine laufende Geburt möglichst schnell zu beenden. Welches der Verfahren angewendet wird ist davon abhängig, wie weit die Geburt schon fortgeschritten ist, über wie viel Erfahrung der Geburtshelfer verfügt und wie der gesundheitliche Zustand von Mutter und Kind ist.

Autor: Jessica Schmid
Letzte Aktualisierung: 25. Januar 2017
Quellen

Beiträge im Forum "Geburtstermin Juli/August 2018"
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