Ein Angebot von Lifeline
Dienstag, 26. September 2017
Menu

Depressionen: Leitfaden für Angehörige

Depressionen: Leitfaden für Angehörige
Eine Depression ist eine Krankheit, die ernst genommen werden sollte
(c) iStockphoto/AntonioGuillem

Depressionen sind ernsthafte psychische Störungen, die sich in Niedergeschlagenheit äußern. Die Depression ist eine Erkrankung, die ernst genommen werden sollte. Besonders von den Angehörigen depressiver Menschen verlangt sie Geduld und Verständnis.

Angehörige von Menschen mit einer Depression benötigen Verständnis für die Erkrankung, um den Depressiven ernst- und annehmen zu können. Vielleicht können diese Ratschläge etwas Verständnis wecken und sowohl dem Betroffenen als auch Ihnen das Zusammenleben ein Stück weit erleichtern.

Ernst nehmen: Eine Depression ist eine sehr ernst zu nehmende Krankheit. Genauso wenig, wie Sie Vorboten eines Herzinfarkts herunterspielen würden, sollten Sie auch typische Symptome einer Depression nicht bagatellisieren

Keine Appelle: Krankheitsbedingt ist die Willenskraft eines depressiven Menschen extrem reduziert. Appelle wie "Reiß dich doch zusammen" sind nicht nur zwecklos, sondern verschlimmern die Situation.

Liebe: Sagen Sie ihm, dass er geliebt wird und nichts für seine Krankheit kann und dass es auch für diese Erkrankung eine Therapie gibt.

Konkrete Hilfe: Zeigen Sie konkrete Hilfsangebote auf und begleiten Sie ihn. Machen Sie ihm keine Vorwürfe, wenn er die Hilfsangebote nicht gleich annimmt. Vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal. Sie brauchen unter Umständen viel Geduld.

Unterstützung im Alltag: Nehmen Sie ihm alltägliche Entscheidungen ab, die für ihn qualvoll sind. Dabei kann es sich um Dinge handeln, die einem Gesunden lapidar erscheinen, wie z.B. Kleiderwahl beim Anziehen, einkaufen, etc. Setzen Sie ihn nicht unter Druck.

Lob bei Fortschritten: Bestärken Sie ihn, das zu tun, wozu er sich in der Lage fühlt. Das können kleine Dinge sein, wie z.B. sich wieder entscheiden zu können, was er morgens anziehen will, oder sich wieder der eigenen Körperpflege zu widmen. Loben Sie ihn für jeden kleinen Schritt, den er im Alltag wieder selber schafft.

Tagesrhythmus: Hilfreich ist es für den Betroffenen auch, sich wieder an einen Tagesrhythmus zu gewöhnen. Unterstützen Sie ihn dabei, aber zwingen Sie ihn zu nichts.

Geborgenheit: Das sexuelle Interesse ist bei den meisten depressiven Menschen gleich null. Wichtig ist ihnen dagegen häufig, in den Arm genommen zu werden, sich geborgen, angenommen und verstanden zu fühlen.

Entscheidungen: Achten Sie darauf, dass der Betroffene während einer depressiven Phase keine radikalen und einschneidenden Entscheidungen trifft (Trennung, Kündigung o.ä.).

Stärke: Sie müssen versuchen stark zu bleiben. Trotz der krankheitsbedingten negativen Haltung des Depressiven sollten Sie weiterhin seine Nähe suchen und ihn unterstützen.

Gegenwart: Versuchen Sie, den Depressiven in die Gegenwart zu holen. Viele Betroffene grübeln nur noch über die Vergangenheit nach, verdrängen die Gegenwart und glauben an keine Zukunft mehr.

Weinen: Weinen ist wichtig, viele Depressive können gerade dies leider nicht mehr. Geben Sie dem Betroffenen ein Gefühl des Vertrauens und der Geborgenheit, in der er sich ausweinen kann.

Autor:
Letzte Aktualisierung: 22. April 2017

Beiträge im Forum "Mutter-Kind-Kuren"
Neuste Artikel in dieser Rubrik
Entbindung & Kaiserschnitt

Eine Überschreitung des errechneten Entbindungstermins ist prinzipiell kein Grund zur Sorge. Nur etwa vier Prozent aller Babys kommen von selbst am ausgerechneten Termin. Bei der Übertragung wird zwischen... Mehr...

Entbindung & Kaiserschnitt

Bei einer Hausgeburt bringt eine Schwangere ihr Kind im eigenen Zuhause und häufig im Beisein von Familienmitgliedern auf die Welt. Mehr...

Entbindung & Kaiserschnitt

Zur Geburtseinleitung gibt es unterschiedliche Methoden. Sofern der Muttermund reif ist, wird in Kliniken meistens ein Wehentropf verwendet. Prostaglandinpräparate werden üblicherweise zur Geburtseinleitung... Mehr...

Weitere interessante Themen
  • Zangengeburt

    Zangengeburt (Zangenentbindung, Forzepsentbindung) bedeutet, dass der Arzt das Kind mit einer Geburtszange (Forzeps) aus dem Geburtskanal herauszieht. Die Zange besteht aus zwei... Mehr...

  • Oxytocin

    Oxytozin ist ein ganz besonderes Hormon, welches auch als Wehenhormon bezeichnet wird. Es löst Muskelkontraktionen aus und wird interessanterweise auch während des... Mehr...

  • Anästhesien während der Geburt

    Eine der Hauptaufgaben der Geburtshilfe ist die zuverlässige Schmerzbekämpfung. Hierzu stehen eine Vielzahl von schmerzlindernden Arzneimitteln, Beruhigungsmitteln und Anästhesien... Mehr...

Zum Seitenanfang