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Thrombose in der Schwangerschaft

Während einer Schwangerschaft besteht ein erhöhtes Thromboserisiko bei Frauen. Verschiedene Ursachen führen zu dieser erhöhten Neigung zur Blutgerinnung, die höher als normal sein kann, ohne dass die Schwangere spezielle Risikofaktoren wie Rauchen oder eine ungesunde Lebensführung haben muss.

Thrombose in der Schwangerschaft
Bei Thrombose in der Schwangerschaft sollte das betroffene Bein hochgelegt werden
(c) Digital Vision

Eine Thrombose bedarf nicht nur in der Schwangerschaft dringend ärztlicher Behandlung.

Thrombose in der Schwangerschaft – Was ist eine Thrombose?

Als Thrombose wird ein teilweiser oder kompletter Verschluss eines Blutgefäßes bezeichnet. Hierbei bilden sich kleine Klumpen aus geronnenem Blut, sogenannte Blutkoagel. Meist entstehen Thrombosen im Bereich der unteren Extremitäten, diese sind bekannt als Bein- oder Beckenvenenthrombosen. Aber auch an Armen, am Herz, im Gehirn oder im Analbereich können Thrombosen entstehen. Weitere Arten der Thrombose sind eher selten. Eine Thrombose ist sozusagen eine Blutgerinnung am falschen Ort. Als Thrombophilie wird eine überhöhte Neigung zu Thrombosen bezeichnet.

Welche Symptome hat eine Thrombose und wie wird sie diagnostiziert?

Charakteristische Anzeichen für eine Thrombose sind Schmerzen. Unterhalb des Gefäßverschlusses verändert sich das Aussehen der Haut. Diese wird blass oder rötlich und sieht meist marmoriert aus. Oft geht eine Thrombose auch mit einer Schwellung des beispielsweise betroffenen Bereiches, etwa des Beines einher. Jede Thrombose hat, je nach Lokalisation, andere Symptome und Stellen, die schmerzhaft sein können. Für die Diagnose sind die sichtbaren Anzeichen wichtig. Zusätzlich kann eine Ultraschalluntersuchung oder eine sogenannte Phlebographie (Darstellung der Gefäße) bei der Diagnosestellung helfen.

Warum besteht ein erhöhtes Thromboserisiko in der Schwangerschaft?

In der Schwangerschaft besteht ein höheres Thromboserisiko, wenn die Schwangere bereits vorher schon einmal eine Thrombose hatte, Gerinnungsstörungen vorliegen. Wenn innerhalb der Familie Erkrankungen vorliegen, die eine Thrombose begünstigen würden, steigt dieses Risiko zusätzlich an. Auch bei Übergewicht, Mehrlingsschwangerschaften oder längerer Bettruhe besteht in der Schwangerschaft ein erhöhtes Thromboserisiko.

Therapie der Thrombose in der Schwangerschaft

Allgemeine Maßnahmen bei einer Thrombose in der Schwangerschaft bestehen aus Bettruhe und Hochlegen der betroffenen Extremität. Gegebenenfalls wird beispielsweise das betroffene Bein zusätzlich mit einer Schiene versorgt. Frische Thrombosen können operiert werden, um eventuelle Spätfolgen vermeiden zu können. Hierbei wird der Thrombus, also der Blutklumpen entfernt. Sofort nach der Diagnosestellung wird normalerweise Heparin zur Blutverdünnung verabreicht. Nach der Geburt wird die Therapie oft fortgeführt.

Wie kann einer Thrombose in der Schwangerschaft vorgebeugt werden?

Besteht bei der Schwangeren ein erhöhtes Thromboserisiko, kann zur Vorbeugung täglich niedrig dosiertes Heparin gespritzt werden. Regelmäßige Bewegung kann einer Thrombose in der Schwangerschaft ebenfalls vorbeugen.

Autor:
Letzte Aktualisierung: 11. Januar 2017
Quellen: De Gruyter: Pschyrembel Klinisches Wörterbuch 2014. de Gruyter Verlag, Berlin 2013; Breckwoldt, M., Kaufmann, M.; Pfleiderer, A.: Gynäkologie und Geburtshilfe. Thieme Verlag, Stuttgart 2008

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