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Mittwoch, 22. November 2017
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Erziehungsstile: Die bekanntesten Stile im Vergleich

Erziehungsstile: Die bekanntesten Stile im Vergleich
Ein Erziehungsstil, der Zuneigung, Verständnis und gleichzeitig Regeln vermittelt, soll Kinder zur Selbstständigkeit heranwachsen lassen
(c) iStockphoto/shironosov

Wie reagiere ich, wenn mein Kind im Restaurant mit dem Essen matscht, sich vor dem Schlafengehen nicht die Zähne putzen will oder in der Pubertät ein Tattoo möchte? Alle Eltern müssen sich erzieherischen Herausforderungen stellen. In der Theorie liegen den Verhaltensmustern unterschiedliche Erziehungsstile zugrunde.

Ein Erziehungsstil bezeichnet ein bestimmtes Verhalten, das Eltern (oder auch Erzieher) ihrem Kind gegenüber dauerhaft anwenden. Jeder Erziehungsstil basiert auf einer speziellen Grundhaltung und grenzt sich durch das unterschiedliche Erziehungsverständnis voneinander ab.

Im Laufe der Zeit wurden in der Forschung verschiedene typologische Konzepte entwickelt, um die Erziehungsstile einzuordnen. Nicht immer ist eine trennscharfe Definition möglich. In der Praxis werden die Erziehungsstile meist ohnehin in einer Mischform angewandt. Kein Erziehungsstil funktioniert wie eine Gebrauchsanweisung.

Heutzutage wird davon ausgegangen, dass eine gute Erziehung darauf basiert, Kindern Liebe zu geben, Verständnis für sie zu haben und ihnen gleichzeitig Regeln und Werte aufzuzeigen. Körperliche und seelische Gewalt sind in der Erziehung tabu – und in Deutschland gesetzlich verboten.

Erziehungsstile im Überblick

In der Literatur tauchen diverse Klassifizierungen und Ausprägungen der Erziehungsstile auf. Im Folgenden erläutern wir Ihnen die gängigsten Erziehungsstile.

Psychologe Kurt Lewin begann ab den 1930er Jahren mit seinen Untersuchungen, er unterschied in drei Erziehungsstile – autoritär, demokratisch und laissez-faire.

Erziehungsstil Kurzbeschreibung
Autoritärer Erziehungsstil

Die Kinder müssen tun, was ihre Eltern sagen. Erwachsene agieren als Autoritätspersonen, dessen strenge Regeln nicht infrage gestellt werden dürfen. Belohnung und Bestrafung sind typische Erziehungsmittel.

Weitere Klassifizierung aus der Forschung:

Der autokratische Erziehungsstil setzt verstärkt auf das Prinzip der Autorität: Gehorsamkeit spielt eine große Rolle. Die Eigeninitiative des Kindes wird komplett unterdrückt.

Demokratischer Erziehungsstil

Eltern geben ihren Kindern zwar einen Rahmen und Regeln vor, erziehen sie aber zu selbstständigem Handeln und Denken. In einem für das Alter angemessenen Bereich übernehmen Kinder selbst Verantwortung. Ihre Bedürfnisse werden ernst genommen.

Weitere Klassifizierungen aus der Forschung:

Beim autoritativen Erziehungsstil üben die Eltern eine etwas stärkere Kontrolle aus als beim demokratischen. Er gilt heute als der geeignetste Erziehungsstil.

Der egalitäre Erziehungsstil kann als eine extreme Steigerung des demokratischen Erziehungsstils betrachtet werden. Bei dieser Variante stehen Eltern und Kinder auf einer Ebene – sie haben die gleichen Rechte und Pflichten.

Laissez-faire-Erziehungsstil

Es gibt weder Regeln noch Richtlinien, an denen sich Kinder orientieren sollen. Eltern verhalten sich passiv und lassen ihre Kinder einfach gewähren.

Weitere Klassifizierung aus der Forschung:

Der antiautoritäre Erziehungsstil wird manchmal mit dem Laissez-faire-Erziehungsstil gleichgesetzt, obwohl die beiden nicht identisch sind. Auch bei einer antiautoritären Erziehung erfährt das Kind keine Regeln, dies soll aber der Persönlichkeitsentfaltung dienen und resultiert nicht zwangsläufig aus einer gleichgültigen Haltung der Eltern.

Durch die Entwicklungspsychologin Diana Baumrind und eine Erweiterung dessen von Eleanor Maccoby und John Martin wurden Lewins Erziehungsstile in vier wesentliche Unterscheidungen abgewandelt. Neben dem autoritären und dem autoritativen Erziehungsstil (siehe demokratischer Erziehungsstil) werden zusätzlich folgende Stile beschrieben:

Permissiv-verwöhnender Erziehungsstil Weder Kontrolle noch Bestrafung werden als Erziehungsmittel angewandt. Stattdessen halten sich Eltern sehr zurück, sie sind nachgiebig und erlauben alles. Manchmal verhalten sie sich überbeschützend oder unverhältnismäßig verwöhnend. Das Maß an Unterstützung und Zuwendung ist (zu) hoch.
Zurückweisend-vernachlässigender Erziehungsstil Eltern üben weder Kontrolle aus, noch bekommt das Kind Zuwendung. Beim vernachlässigenden oder auch negierenden Erziehungsstil wird davon ausgegangen, dass Eltern kein Interesse an der Entwicklung ihres Kindes haben. Ihre Haltung gegenüber dem Kind ist gleichgültig und distanziert.

Autoritärer Erziehungsstil: „Es wird getan, was ich dir sage!“

Der autoritäre Erziehungsstil basiert auf einem klaren Machtverhältnis: Strenge Eltern sind Autoritätspersonen, Kinder ihnen untergeordnet. Die Erwachsenen kontrollieren ihre Kinder und erlauben es nicht, dass ihre Rolle hinterfragt wird. Meinungen der Kinder werden zwar akzeptiert, spielen für die Entfaltung der Persönlichkeit aber keine Rolle. Eine Kommunikation in Form eines Meinungsaustausches findet nicht statt. Im Gegenteil: Meist ist das unerwünscht – nach dem Motto „Mach, was ich dir sage.“

Entscheidungen oder Anweisungen werden nicht erklärt oder begründet, denn Kinder sollen gehorsam sein und lediglich den Befehlen ihrer Eltern folgen. Gefühle zu zeigen, wird als Schwäche angesehen, auf Wünsche keine Rücksicht genommen und sich über die Bedürfnisse der Kinder hinweggesetzt. Ist ein kindliches Verhalten von Eltern unerwünscht, wird es bestraft. Fleiß hingegen hat eine hohe Priorität und wird belohnt.

Fünf zentrale Merkmale des autoritären Erziehungsstils

  1. Feste Regeln, die strikt eingehalten werden müssen
  2. Hohes Maß an elterlicher Kontrolle
  3. Große Erwartungen an die Kinder bei gleichzeitig mangelnder emotionaler Unterstützung durch die Eltern
  4. Lob und Tadel als Erziehungsmittel
  5. Keine konstruktive Kritik

Nachteile des autoritären Erziehungsstils

Eine solche Art der Erziehung gilt heute als veraltet. Zahlreiche Studien und Untersuchungen belegen, dass sich ein solcher Erziehungsstil negativ auf die Entwicklung von Kindern auswirkt, weil sie nie gehört oder ernst genommen wurden. Autoritär erzogenen Kindern fehlt es häufig an Selbstwertgefühl. Sie sind unselbstständig, unsicher, weniger kreativ oder spontan. Außerdem neigen sie eher zu aggressivem und gewalttätigem Verhalten und es mangelt ihnen an sozialer Kompetenz. Auch ein überangepasstes, unterwürfiges Verhalten kann Folge einer autoritären Erziehung sein.

Autokratischer Erziehungsstil: Duldet keinen Widerspruch

Autokratischer und autoritärer Erziehungsstil ähneln sich, der autokratische Erziehungsstil ist aber noch strikter – Eltern sind Alleinherrschende. Die Autorität gegenüber Kindern wird als zentrales Element der Erziehung angesehen, Meinungen der Kinder werden weder berücksichtigt noch akzeptiert. Die totale elterliche Kontrolle und die Machtausübung unterdrücken jegliche Art von Eigeninitiative. Kinder sind später nicht dazu in der Lage, selbstständig zu handeln und Verantwortung zu übernehmen.

Demokratischer bzw. autoritativer Erziehungsstil: Selbstständig werden

Mittlerweile sind sich viele Experten einig, dass der demokratische oder autoritative Erziehungsstil förderlich für die Entwicklung des Kindes ist. Wer seine Kinder in diesem Stil erzieht, möchte sie zu selbstständig handelnden Personen heranwachsen lassen.

Das Kind wird hier als Partner angesehen und als eigenständige Persönlichkeit betrachtet, es erfährt Zuwendung und bekommt Aufmerksamkeit. Eltern übernehmen weiterhin die Aufgabe, und einen Rahmen vorzugeben, in dem die Kinder sich aber frei bewegen und selbst entscheiden können. Je älter sie werden, desto mehr Verantwortung tragen sie. Eltern loben, bieten Hilfe an und richten ihre Anforderungen an das Alter und den Entwicklungsstand. Grenzen werden nicht willkürlich gezogen, sondern erklärt. Kommunikation spielt eine große Rolle.

Eltern machen ihren Kindern außerdem klar, dass es familiäre Bereiche gibt, in denen sie als Erwachsene – je nach Alter des Kindes – allein entscheiden müssen. Besonders in Gefahrensituationen können Kinder die Folgen ihres Handelns nicht abschätzen und müssen von Erwachsenen geschützt werden.

Fünf zentrale Merkmale des demokratischen bzw. autoritativen Erziehungsstils

  1. Eltern geben Handlungsspielraum für Kinder vor
  2. Kind übernimmt (altersgerecht) Verantwortung
  3. Ausgewogenheit zwischen Freiheit und Autorität
  4. Bedürfnisse der Kinder werden ernst genommen
  5. Konstruktive Auseinandersetzung bei Diskussionen

Beispiel für den demokratischen oder autoritativen Erziehungsstil

In der Theorie klingen die Erziehungsstile sehr abstrakt, im Familienalltag kommen sie auch in ganz praktischen Situationen zum Vorschein. Ein Beispiel: Das Kind spielt im Wohnzimmer mit dem Ball, die Eltern möchten dies aber nicht. Was tun? Im Sinne des demokratischen Erziehungsstils reagieren Erwachsene nun beispielsweise folgendermaßen: „Du darfst Ball spielen, aber bitte draußen im Garten. Hier drinnen könnte sonst etwas kaputtgehen.“

Vorteile des demokratischen bzw. autoritativen Erziehungsstils

Da die Kinder mit zunehmendem Alter mehr Freiheiten und Verantwortung bekommen, werden sie in ihrer individuellen Entwicklung gefördert. Beobachtungen in der Erziehungsforschung haben gezeigt, dass Kinder als Ergebnis eine hohe emotionale Sicherheit und Stabilität entwickeln. Sie wachsen zu toleranten und respektvollen Persönlichkeiten mit sozialer Kompetenz heran. Auch auf die intellektuelle Entfaltung soll sich die Erziehungsweise positiv auswirken. Für eine gesunde, psychosoziale Entwicklung gilt der demokratische oder autoritative Erziehungsstil als geeignet.

Egalitärer Erziehungsstil: Partnerschaftlich erziehen – geht das?

Der egalitäre Erziehungsstil ist eine Steigerung des demokratischen Erziehungsstils. Ihm liegen die Grundsätze der demokratischen Erziehung zugrunde, darüber hinaus wird das Kind aber sogar als gleichberechtigter Partner angesehen. Das heißt, Eltern und Kinder befinden sich auf einer Ebene, ihre Meinungen haben das gleiche Gewicht – sowohl in Bezug auf die Rechte als auch auf die Pflichten.

Nachteile des egalitären Erziehungsstils

Als problematisch beim egalitären Erziehungsstil kann angesehen werden, dass Erwachsene nun einmal über mehr Wissen und Erfahrungen verfügen als Kinder. In bestimmten Angelegenheiten können sie deshalb einfach nicht als gleichwertige Partner betrachtet werden und entscheiden. Noch fehlt ihnen die nötige Reife, ihren Willen durch ihre eigene Vernunft zu bremsen oder die Konsequenzen jeder Handlung abzusehen.

Antiautoritärer Erziehungsstil: Freiräume erforschen

In der antiautoritären Erziehung werden dem Kind keine oder nur wenige Grenzen gesetzt. Der autoritäre Erziehungsstil kann als das eine, der antiautoritäre als das andere Extrem betrachtet werden. Die Idee der antiautoritären Erziehung entstand in den 1960er Jahren auf Grundlage der Arbeit des schottischen Pädagogen Alexander Sutherland Neill. Sie beschreibt eine Erziehungsmethode ganz ohne Zwang, im Gegensatz zur in jener Zeit meist praktizierten autoritären Erziehung, die auf der Grundlage von Gehorsam, Strenge und oftmals körperlicher Züchtigung basierte.

Zum einen wird der Begriff „antiautoritär“ in Bezug auf die Kindererziehung benutzt, um eine alternative Erziehungsmethode zu beschreiben. Zum anderen ist die antiautoritäre Erziehung auch als Statement gegen die autoritär geprägte Gesellschaft der sechziger und siebziger Jahre anzusehen. Das Kind soll sein Verhalten selbst kontrollieren und seine Freiräume weitestgehend allein erforschen. Auch Werte und Regeln sollen bei der antiautoritären Erziehung von den Kindern eigenständig erlernt und auch verstanden werden.

Vor- und Nachteile des antiautoritären Erziehungsstils

Anhänger der antiautoritären Erziehung argumentieren damit, dass Kinder in ihrer Entwicklung möglichst wenig Einschränkung erfahren dürften, um ihre Persönlichkeit vollkommen entfalten zu können. Im Gegensatz zur autoritären Erziehung, in der Gehorsam und Anpassung die Grundpfeiler sind und Fehlverhalten mit Strafen sanktioniert werden, soll eine antiautoritäre Erziehung dem Kind zu Selbstbewusstsein, Kreativität und Selbstentfaltung verhelfen. Allerdings sind Kinder schnell damit überfordert, dass sie ihre Welt alleine erschließen sollen. Sie können ihre Impulse nicht kontrollieren und treffen Entscheidungen nach dem Lustprinzip. Kinder müssen außerdem lernen, dass es Regeln und Grenzen in der Gesellschaft gibt, an die sie sich halten müssen. Sonst haben sie Schwierigkeiten, sich in Gruppen einzufügen, können ein egoistisches Verhalten entwickeln und wenig soziale Kompetenz besitzen.

Laissez-faire-Erziehungsstil: „Ja, ja ... mach mal!“

Was aus dem Französischen übersetzt so viel wie „Macht mal“ heißt, bedeutet, dass Eltern ihre Kinder sich selbst überlassen. Während bei der antiautoritären Erziehung die vollkommen freie Selbstentfaltung im Vordergrund steht, ist der Laissez-faire-Erziehungsstil eher durch eine Gleichgültigkeit der Eltern gekennzeichnet. Sie haben kein Interesse daran, sich zu kümmern und wollen keine Verantwortung übernehmen. Auch hier gibt es keine Regeln für die Kinder. Bei der Entscheidungsfindung müssen sie selbst aktiv werden.

Diesen Erziehungsstil unterscheiden einige Experten in zwei verschiedene Ausprägungen:

  • Permissiv-verwöhnender Erziehungsstil
  • Zurückweisend-vernachlässigender (auch negierender Erziehungsstil)

Fünf zentrale Merkmale des Laissez-faire-Erziehungsstils

  1. Minimale oder keine Grenzen, Regeln und Vorgaben
  2. Keine Lenkung durch Eltern – Kinder hören selten „Nein“
  3. Jeder macht, was er will
  4. Verwöhnend oder vernachlässigend
  5. Vernachlässigende Eltern verhalten sich stark distanziert

Nachteile des Laissez-faire-Erziehungsstils

Kritiker sind der Meinung, dass es zu Verwirrungen bei den Kindern führt, wenn im Zusammenleben gar keine Regeln herrschen. Kinder empfinden dies möglicherweise als mangelnde Zuwendung und verhalten sich herausfordernd, weil sie Reaktionen provozieren wollen. Da von den Eltern keine Leistungen eingefordert werden, entscheiden sich die Kinder möglicherweise für einen Bildungsweg mit geringem Aufwand. Obwohl sie dazu in der Lage wären mehr zu leisten. Sie können von einem geringen Selbstwertgefühl geprägt sein und ihnen fehlt die soziale Kompetenz.

Bei Kindern von nachgiebigen Eltern, die eine permissiv-verwöhnende Erziehung erlebten und immer alles durften, besteht die Gefahr, dass sie stark egoistische Verhaltensweisen entwickeln. Soziale Fähigkeiten wie Rücksichtnahme besitzen sie nicht. Sie zeigen wenig eigene Leistungsbereitschaft und können keine Verantwortung für ihr Handeln übernehmen.

Im schlimmsten Fall vernachlässigen Eltern ihre Kinder, indem sie bewusst kein Interesse am Kind aufbringen, sondern das Familienleben nur nach den eigenen Bedürfnissen gestalten. Sie zeigen keine Bereitschaft, mit dem Kind Zeit zu verbringen, sind ihm gegenüber distanziert und gleichgültig. Dies hemmt die soziale Entwicklung des Kindes massiv, kann zu Depressionen führen, Problemverhalten und Drogenmissbrauch begünstigen. Dieser Erziehungsstil wird als ungünstigster angesehen und in der Literatur teilweise als Form von Misshandlung definiert.

Autor:
Letzte Aktualisierung: 02. August 2017
Quellen: Edelmann, K.; Gebauer-Sesterhenn, B.; Pulkkinen, A.: Die ersten 3 Jahre meines Kindes: Das umfassende Standardwerk zu Entwicklung, Gesundheit und Erziehung. Gräfe und Unzer Verlag, München 2017; Hatschenberger, M.: Hilfe- und Betreuungsplanung: Grundlagen der ressourcenorientierten Hilfe- und Betreuungsplanung. BoD – Books on Demand, Norderstedt 2014; Liebenwein, S.: Erziehung und soziale Milieus: Elterliche Erziehungsstile in milieuspezifischer Differenzierung. Springer Verlag, Heidelberg 2008; Vollmer, K.: Fachwörterbuch für Erzieherinnen und pädagogische Fachkräfte. Verlag Herder GmbH, München 2017

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