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Montag, 20. November 2017
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Wie finde ich den richtigen Kindersitz?

Wie finde ich den richtigen Kindersitz?
Mit dem richtigen Kindersitz ist Autofahren nicht nur sicherer, sondern macht auch Spaß
(c) iStockphoto/PeopleImages

Kindersitze sind beim Autofahren mit Kindern unerlässlich. Doch welche Größe und welches Modell ist das Richtige? Diese Frage ist ist nicht so leicht zu beantworten. Wir helfen Ihnen dabei.

Ein Kind benötigt während des Wachstums drei unterschiedliche Kindersitze. Je nach Größe, vom Baby bis zum Schulkind, bietet der Markt weit über 200 Modelle. Aber Vorsicht: Selbst die teuersten Modelle bieten nicht immer guten Schutz oder sind mit giftigen Substanzen belastet.

Kindersitze von ADAC und Stiftung Warentest getestet: Tests im Jahr 2017

Im Oktober 2017 haben ADAC und Stiftung Warentest wieder gemeinsam Kindersitze für Autos getestet. Insgesamt wurden in diesem Herbst Babyschalen und Kindersitze für Kinder von 0 bis circa 12 Jahre getestet. Von den 16 Modellen haben immerhin zwölf die Note "gut" erhalten und zwei die Note "befriedigend".

Zwei Kindersitze fielen beim Test mit "mangelhaft" wegen Sicherheitsmängeln durch. Es sind dies der Kindersitz JANÉ Grand, bei dem sich beim Aufpralltest die Isofix-Halterung lockerte. Auch der RECARO Optia fiel beim Test durch, beim Aufprall löste sich die Schale von der Basis. ADAC und Stiftung Warentest hatten diese beiden Ergebnisse bereits im Juli veröffentlicht. Recaro hat das "mangelhafte" Modell zwischenzeitlich vom Markt genommen und bietet einen kostenfreien Umtausch gegen andere Modelle an. Jané dagegen bietet lediglich eine kostenlose Reparatur des Modells an.

In der Datenbank der Stiftung Warentest befinden sich mittlerweile 419 getestete Kindersitz-Modelle. Diese können online gegen Gebühr von 5 Euro abgerufen werden. Eine Kurzübersicht der im Oktober 2017 getesteten 16 Modell finden Sie hier.

Wie suche ich den richtigen Kindersitz aus?

Durch das große Angebot von Kindersitzen empfiehlt es sich, möglichst zu Hause schon eine Vorauswahl zu treffen. Im Internet sind die jeweils aktuellsten Testberichte veröffentlicht. Es gibt viele unterschiedliche Kriterien, die zu beachten sind. Welches Befestigungssystem beispielsweise ausgewählt wird, richtet sich auch danach, ob das Familienauto schon ein vorinstalliertes Befestigungssystem, wie zum Beispiel Isofix hat, oder ob der Kindersitz mit dem Sicherheitsgurt des Fahrzeugs befestigt wird. Für Babys gibt es auch sogenannte Reboarder. In diesen ist das Kind rückwartsgeneigt, also mit dem Gesicht in Richtung Fahrzeugheck. Derzeit arbeitet die EU an einer Verpflichtung zur Benutzung dieser Reboarder für Babys.

Prüfsiegel

Kindersitze, die nach der neuesten Norm getestet und zugelassen sind, tragen das orangefarbene Prüfsiegel ECE R 44 mit der Prüf­nummer 03 oder 04. Die i-Size-Kinder­sitze haben eine eigene Prüfnorm. Sie sind mit ECE R 129, einer internationalen Norm, die mittlerweile in 60 Staaten weltweit gilt, gekenn­zeichnet.

Sicherheit ist beim Kindersitz besonders wichtig

Nach Ansicht von Experten sind bei der Kindersitzmontage nicht nur der Sitz und die Halterung sondern auch der Mensch ein wichtiger Faktor. Wird ein Kindersitz nicht genau nach Anleitung montiert, kann dies beim Unfall hohe Risiken für das Kind zur Folge haben. Der Sicherheitsgurt sollte nicht zu locker sein. Ein montierter Kindersitz sollte nicht mehr wackeln oder rutschen können. Bei den Crash-Tests werden unterschiedliche Aufprallmechanismen simuliert. Bei allen verschiedenen Tests sollte ein guter Kindersitz in jeder Situation genügend Sicherheit bieten.

Warum sind giftige Schadstoffe im Kindersitz?

Einige synthetische Materialien oder Farbstoffe in Kindersitzen enthalten Stoffe, die für Menschen als gesundheitsschädlich oder krebserregend gelten. Nicht nur hier, auch in Spielsachen, Kleidungsstücken, Werkzeugen und anderem können Schadstoffe in einzelnen Komponenten enthalten sein. Hierzu zählen beispielsweise PAK (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe), Flammschutzmittel und sogenannte Weichmacher. Im letzten Test hat sogar ein Kindersitz für mehrere hundert Euro ein „mangelhaft“ erhalten, weil er zu schadstoffbelastet war.

Den Kindersitz unbedingt im eigenen Auto ausprobieren

Beim Kauf eines Kindersitzes sollte das Auto möglichst mitgenommen werden, damit zur Auswahl stehende Modelle gleich vor Ort ausprobiert werden können. Hier können auch Vergleiche bezüglich des Gewichts oder des Handlings der einzelnen Modelle angestellt werden.

Autor:
Letzte Aktualisierung: 24. Oktober 2017
Quellen: Online-Informationen des ADAC: www.adac.de (Stand: Oktober 2017); Online-Informationen von Stiftung Warentest: www.test.de (Stand: Oktober 2017)

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