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Samstag, 21. Juli 2018
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Finanzen und Mutterschutz: Das ändert sich 2018 für Schwangere und Familien

Ab dem 1. Januar 2018 winkt nicht nur ein Plus beim Kindergeld und beim Kinderfreibetrag, auch beim Mutterschutz gibt es Änderungen. Er wird für Schwangere und Mütter flexibler und zusätzlich noch ein wenig ausgeweitet.

Das ändert sich 2018 für Schwangere und Familien
2018 gibt es einige Änderungen für Familien: mehr Kindergeld, höherer Kinderfreibetrag und Ausweitung des Mutterschutzes
iStock/Geber86

Mehr Kindergeld

Immerhin um zwei Euro monatlich wurde bereits im Januar 2018 das Kindergeld angehoben. Damit erhalten Eltern 194 Euro monatlich für die ersten beiden Kinder, beim dritten Kind sind es 200 Euro monatlich und ab dem vierten Kind je 225 Euro. Im Juli 2019 ist übrigens eine weitere Erhöhung geplant: Jeweils um zehn Euro pro Monat.

Frisch gebackenen Eltern empfehlen wir, sich mit der Beantragung des Kindergelds nach der Geburt nicht zu lange Zeit zu lassen: Bereits seit Juni 2017 kann das Kindergeld nämlich nur noch rückwirkend für sechs Monate ausbezahlt werden.

Ausweitungen beim Mutterschutz

Ab 2018 wird der Mutterschutz ausgeweitet: So haben auch Schülerinnen und Studentinnen sowie Praktikantinnen Anspruch auf Mutterschutz laut Mutterschutzgesetz. Der Mutterschutz beginnt sechs Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin und endet acht Wochen nach der Entbindung bzw. zwölf Wochen nach der Geburt bei Mehrlingen oder Frühgeburten. Bereits im Mai 2017 wurde der Mutterschutz für Mütter von Kindern mit Behinderung auf zwölf Wochen nach der Geburt verlängert.

Ebenfalls zwölf Wochen statt bisher acht Wochen Schutzfrist haben Frauen nach einer stillen Geburt. Im Falle einer Fehlgeburt nach der zwölften Schwangerschaftswoche besteht ein gesetzlicher Kündigungsschutz im Rahmen der regulären Schutzfrist (bis acht Wochen nach der Fehlgeburt).

Auch arbeitnehmerähnliche Selbstständige werden nun durch das Mutterschutzgesetz geschützt.

Außerdem soll es kein Verbot der Feiertags- und Sonntagsarbeit mehr geben, wenn dies gegen den Wunsch der Schwangeren ist. Ach für Arbeiten zwischen 20 und 22 Uhr gilt kein zwingendes Beschäftigungsverbot mehr: Hier soll ein behördliches Genehmigungsverfahren implementiert werden, das auch branchenübliche Gepflogenheiten berücksichtigt.

Kinderfreibetrag erhöht sich

Auch steuerlich ändert sich für Eltern etwas: Zum 1. Januar 2018 erhöht sich der Kinderfreibetrag um 72 Euro auf 4.788 Euro jährlich. Ob der Kinderfreibetrag überhaupt in Anspruch genommen werden kann, prüft das Finanzamt bei der Steuererklärung. Denn Eltern erhalten ihn nur, wenn er ihnen mehr einbringt als das Kindergeld.

Kindesunterhalt: Einkommensstufen der Düsseldorfer Tabelle ändern sich

Der gesetzlich vorgeschriebene Kindesunterhalt an sich verändert sich nicht. Jedoch ändern sich die Gehaltseinstufungen der "Düsseldorfer Tabelle". So galt bislang als niedrigste Einkommensgruppe ein Nettoeinkommen von bis zu 1.500 Euro monatlich. Dieses erhöht sich ab 2018 auf 1.900 Euro monatlich. Gleichzeitig steigt der Mindestunterhalt.

Die nachfolgenden Gehaltsstufen erhöhen sich entsprechend ebenfalls. Je nach Alter des Kindes und Einkommen des unterhaltspflichtigen Vaters können sich daraus Änderungen ergeben.

Eine aktuelle Version der Düsseldorfer Tabelle können Sie hier als PDF-Dokument auf der Website des Oberlandesgerichts Düsseldorf herunterladen.

Da sich der Mindestunterhalt ab 2018 erhöht, steigt entsprechend auch der Unterhaltsvorschuss:

  • Kinder bis 5 Jahre: von 150 auf 154 Euro monatlich
  • 6 bis 11 Jahre: von 201 auf 205 Euro monatlich
  • 12 bis 17 Jahre: von 268 auf 273 Euro monatlich

Wenn sie mit wenigen Schritten selbst ermitteln möchten, welche Familienleistungen und Hilfen Ihnen zustehen, können Sie seit kurzem auch das Infotool für Familien des Bundesfamilienministeriums nutzen. Sie finden es im Internet unter https://infotool-familie.de.

Autor:
Letzte Aktualisierung: 01. Juli 2018
Quellen

Beiträge im Forum "Forum für Großfamilien"
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