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Checkliste Schulfähigkeit von Kindern

Autor: Christian Fiala, Medizinautor
Letzte Aktualisierung: 26. Juni 2018

Eine Checkliste für die Schulfähigkeit dient dazu, dass bei einem Kind beurteilt werden kann, ob es schon schulfähig ist oder ob besser noch ein Jahr mit der Einschulung gewartet wird. Kinder sollten körperlich und geistig in der Lage sein, am Unterricht teilzunehmen, bevor sie eingeschult werden.

Checkliste Schulfähigkeit bei Kindern
Bald zur Einschulung oder lieber noch ein Jahr warten? Die Checkliste für die Schulfähigkeit von Kindern hilft Eltern bei dieser Entscheidung.
© iStock.com/romrodinka

Die Entscheidung über die Einschulung eines Kindes ist für Eltern nicht immer einfach. In Deutschland gelten Kinder, die das sechste Lebensjahr vollendet haben, als schulreif. Allerdings sorgen sich manche Eltern, ob ihr Kind auch wirklich schon schulreif ist. Hieraus ergeben sich einige Fragen bezüglich der Feststellung der tatsächlichen Schulfähigkeit.

Checkliste für die Schulfähigkeit von Kindern

Sie suchen Anhaltspunkte für die Schulfähigkeit Ihres Kindes? Anhand unserer Checkliste zur Schulfähigkeit können Sie mittels Fragen über motorische und kognitive Fähigkeiten Hinweise darauf finden, ob Ihr Kind schulreif sind. Auch Sozialverhalten oder Aufmerksamkeit und Konzentration sind Punkte, die in der Checkliste Schulfähigkeit angesprochen werden und von den Eltern bewertet werden können, bevor ihr Kind eingeschult wird.

Über welche Voraussetzungen sollte ein Kind bereits vor der Einschulung verfügen?

Motorische Fähigkeiten

  • Zu den motorischen Fähigkeiten, die ein Kind vor der Einschulung haben sollte, gehört das Gleichgewicht und die Fähigkeit, balancieren zu können.
  • Das Fangen und Werfen eines Balles sollte möglich sein. Auch sollte das Kind fünf bis sechs Hüpfer auf einem Bein und ein paar Sprünge mit geschlossenen Beinen machen können.
  • Wichtig ist auch der erste Umgang mit Stift, Papier und Schere. So sollte das Nachzeichnen oder Ausschneiden von einfachen Figuren keine große Schwierigkeit für das Kind darstellen.

Kognitive Fähigkeiten

  • Der Umgang mit Sprache sollte altersentsprechend ausgeprägt sein. Das Kind soll Gesprächsbereitschaft zeigen und Gegenstände richtig benennen können.
  • Auf Aufforderung soll das Kind in der Lage sein, Handlungen durchzuführen, beispielsweise ein Viereck auszuschneiden.
  • Fragen zur eigenen Person, etwa Name und Alter, sollte ein Kind leicht beantworten können, bevor es in die Schule geht.
  • Das Zählen bis Zehn sowie Mengenvergleiche bis Zehn sollten ebenso möglich sein.
  • Hören und Sehen des Kindes müssen ausreichend ausgeprägt sein. Geräusche sollten differenziert werden können und das Zusammenlegen einfacher Puzzles möglich sein.
  • Unter den Punkten Denkfähigkeit und Kenntnisse wird von einem schulfähigen Kind erwartet, dass es Formen und Grundfarben erkennen und benennen kann oder einfache Handlungsabläufe erkennt und beschreiben kann.
  • Was Gedächtnis und Merkfähigkeit angeht, sollte ein schulfähiges Kind Bilder und Figuren wiedererkennen und zuordnen können (Memory). Einfache Lieder oder Reime soll das Kind behalten und wiedergeben können. Auch kleine Arbeitsaufträge sollte das Kind behalten können.

Motivationale und soziale Voraussetzungen

Das Prüfen von Leistungs- und Arbeitsverhalten des Kindes bezieht sich auf das Interesse an Spiel- und Lernangeboten, Sorgfalt in aufgetragenen Arbeiten und deren Abschluss. Ebenso wird unter anderem das zielstrebige Vorgehen beim Malen oder Basteln bewertet.

Aufmerksamkeit und Konzentration

Wichtig ist hierbei, dass das Kind eine Aufgabe zielstrebig bis zum Ende durchführt, ohne sich ablenken zu lassen. Eine Konzentrationsphase von zehn Minuten am Stück wird hier von einem schulfähigen Kind erwartet.

Psychischer Zustand und Individualverhalten

Eine gewisse psychische Stabilität, ein angemessenes Selbstwertgefühl und die Fähigkeit, mit kleinen Misserfolgen umgehen zu können, sind Voraussetzungen für die Schulfähigkeit eines Kindes. Das Kind sollte auch nicht unangemessen ängstlich sein, keine Trennungsangst haben und sprachliche Kontakte zu anderen nicht verweigern.

Sozialverhalten

In der Schule ist es wichtig, sich in die Gemeinschaft einzuordnen. Hierzu gehört auch ein konstruktives Konfliktlösungsverhalten. Hilfsbereitschaft und Freude am Spielen mit anderen Kindern sind hierbei auch von Vorteil. Wichtig ist vor allem, dass das Kind die Spielregeln akzeptiert und einhält.

Bei lediglich dezenten Schwächen in manchen Punkten heißt dies noch nicht, dass ein Kind nicht eingeschult werden kann. Je mehr Defizite beim Kind erkennbar sind, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass mit der Einschulung des Kindes besser noch ein Jahr gewartet wird.

Autor: Christian Fiala, Medizinautor
Letzte Aktualisierung: 26. Juni 2018
Quellen
Beiträge im Forum "Forum für Großfamilien"
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