Teil 1

Leichter schwanger werden mit Progesteron

Letzte Aktualisierung: 06. Juni 2019

Das Gestagen Progesteron gibt im Körper der Frau den Takt an. Zusammen mit den Hormonen des Hypothalamus und der Hirnanhangdrüse sorgt es für einen regelmäßigen Monatszyklus. In dieser Funktion ist es zudem ein treuer Verbündeter auf dem Weg zum Wunschkind.

Kalender
Bei Kinderwunsch sollte frau den Monatszyklus genau im Blick haben.
© DR. KADE/BESINS/iStock/Alexander Penyushkin))

Das Gelbkörperhormon Progesteron spielt von der Pubertät an eine wichtige Rolle im Leben der Frau. Es ist nämlich einer der wesentlichen Taktgeber des weiblichen Monatszyklus. Dieser unterteilt sich in drei Phasen, die jede Frau kennen sollte. Denn vor allem Frauen und Paaren mit Kinderwunsch kann es auf dem Weg zum eigenen Baby sehr helfen, die natürlichen Vorgänge des Körpers zu kennen.

Progesteron im "Bilderbuchzyklus"

Follikelphase: Vor dem Eisprung stimulieren die Hormone des Hypothalamus (GnRH) und der Hirnanhangdrüse (FSH und LH) das Wachstum der Eibläschen. Einer dieser sogenannten Follikel wird besonders groß und kommt zur Reife, die anderen sterben ab.

Ovulationsphase: Das überlebende Eibläschen produziert immer mehr Östrogen. Dadurch wird die Ausschüttung von LH in der Hirnanhangdrüse angeregt. Die hohe LH-Konzentration löst schließlich den Eisprung aus. Bei einem bestehenden Kinderwunsch beginnt nun die alles entscheidende Phase: Die reife Eizelle wird in den Eileiter entlassen (Ovulation) und ist für etwa 24 bis 36 Stunden befruchtungsfähig.

Lutealphase: In der nach dem Eisprung zurückbleibenden Eihülle – dem sogenannten Gelbkörper – wird eine große Menge an Progesteron produziert. Der Progesteronspiegel steigt dadurch stark an. Zusammen mit Östrogen hemmt das Gestagen die Ausschüttung von GnRH, FSH und LH um die Reifung weiterer Eizellen zu verhindern. Tritt keine Schwangerschaft ein, bildet sich nach etwa zehn bis zwölf Tagen der Gelbkörper zurück. In der Folge fallen die Östrogen- und Progesteronspiegel stark ab, die Menstruationsblutung wird ausgelöst und ein neuer Zyklus beginnt.

Grafik Der weibliche Zyklus
© DR. KADE/BESINS

Dank Progesteron lässt sich der Eisprung ermitteln

Gut zu wissen: Das Gelbkörperhormon Progesteron beeinflusst die Regulation der Körpertemperatur. Daher steigt die Körperkerntemperatur (Basaltemperatur) mit dem Eisprung – wenn im Gelbkörper große Mengen an Progesteron produziert werden – um rund 0,3 bis 0,6 Grad Celsius an. Ein herkömmliches Fieberthermometer kann also ein wertvoller Helfer auf dem Weg zum Wunschkind sein. Gemessen wird im Körperinneren – am besten in der Scheide. Übrigens: Auch für eine erste Prognose, ob der Versuch erfolgreich war, ist diese Methode geeignet. Bleibt die Temperatur nämlich über mehr als 16 Tage erhöht, ist eine Schwangerschaft sehr wahrscheinlich. Wegen der größeren Zuverlässigkeit sind jedoch Schwangerschaftstests zu empfehlen. Diese bestimmen das nach der Einnistung produzierte Hormon humanes Choriongonadotropin (hCG).

Progesteronmangel verursacht Zyklusstörungen

Nicht immer läuft der monatliche Zyklus wie im Bilderbuch ab. Tatsächlich sind vor allem niedrige Progesteronspiegel keine Seltenheit. Sie können beispielsweise durch eine Funktionsschwäche der Eierstöcke, eine Gelbkörperschwäche oder das gelegentliche Ausbleiben des Eisprungs verursacht werden. Dann sind nicht nur unregelmäßige, verkürzte oder sehr starke Monatsblutungen die Folge, sondern oft haben betroffene Frauen auch Schwierigkeiten schwanger zu werden. Abhilfe kann ein vom Arzt verschriebenes Präparat mit natürlichem Progesteron zur Unterstützung der Lutealphase schaffen. Die Weichkapseln werden in die Vagina eingeführt, wo sie bei Körpertemperatur schmelzen und ihre Wirkung an Ort und Stelle entfalten – direkt und natürlich, wie auch das körpereigene Hormon Progesteron.

Neuen Studien1,2,3 zufolge hat Progesteron einen Einfluss auf die Schnelligkeit der männlichen Spermien und erleichtert ihnen das Eindringen in die Eizelle. So fördert es die Befruchtung und die Entstehung der Schwangerschaft. Viele weitere Informationen gibt es unter www.progesteron.de

Für den kostenlosen Download der Kinderwunsch-Fibel klicken Sie bitte hier.

Titel Broschüre Dr. Kade Fertilität
Kostenlose Kinderwunsch-Fibel: "Unser Weg zum Wunschkind"
© DR. KADE/BESINS

Viele weitere Informationen gibt es im Web-Portal www.progesteron.de

Letzte Aktualisierung: 06. Juni 2019
Quellen
Beiträge im Forum "Kinderwunsch: Ich will schwanger werden - wer noch?"
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