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Gonadotropin

Das Hormon Gonadoliberin (GnRH = Gonadotropin releasing hormone), auch Freisetzungshormon genannt, wird im Hypothalamus gebildet und setzt eine Kettenreaktion in Gang, die zu zyklischen Veränderungen im weiblichen Organismus führt.

Gonadotropin
Gonadotropin wird durch Prolaktin gehemmt, weshalb stillende Mütter meist keinen richtigen Zyklus haben
© iStock.com/golubovy

 

Funktion von Gonadotropin

Gonadoliberin gelangt über die Blutbahn zu der ihm zugeordneten Hormondrüse, der Hirnanhangdrüse (Hypophyse), die die Ausschüttung von zwei weiteren gonadotropen Hormonen anregt. Diese beiden Hormone - das luteinisierende Hormon (LH) und das follikelstimulierende Hormon (FSH) - bewirken wiederum die Bildung von Geschlechtshormonen in den Eierstöcke beziehungsweise Hoden.
Gonadotropin releasing Hormon, LH und FSH sind verantwortlich für den geordneten Ablauf des weiblichen Zyklus.

Gegenspieler Prolaktin

Während der Stillzeit wird vermehrt das Hormon Prolaktin gebildet. Es hemmt die Sekretion von Gonadotropin releasing Hormon, wodurch bei stillenden Müttern meist der Menstruationszyklus nicht in Gang kommt. Nach Ende der Stillzeit kehrt die Prolaktinkonzentration auf den Normalwert zurück.

Antibabypille

In diese Kettenreaktion greifen die hormonellen Empfängnisverhütungsmittel ein. Die Pillen, die zur Verhütung einer Schwangerschaft eingenommen werden, enthalten hochwirksame, künstlich hergestellte weibliche Geschlechtshormone. Diese Hormone haben große Ähnlichkeit mit den natürlichen Hormonen Östrogen und Gestagen. Orale Ovulationshemmer sind bekannt unter der Bezeichnung Antibabypille. Mit Ausnahme der sogenannten Minipille wird durch die Einnahme verhindert, dass das Gonadotropin FSH gebildet wird, das den Eisprung bewirkt. Damit unterbleibt der monatliche Eisprung und es fehlt eine zur Befruchtung notwendige Eizelle.

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