Reproduktionsmedizin

Die Reproduktionsmedizin setzt dann an, wenn Störungen bei der natürlichen Fortpflanzung auftreten. Die Methoden der künstlichen Befruchtung sind heute sehr vielversprechend.

Viele Paare können heute mit Hilfe der Reproduktionsmedizin schwanger werden
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In deutschen Kinderwunschzentren wurden im Jahr 2013 laut Deutschen IVF-Registers e.V. über 84.000 Behandlungszyklen von Frauen erfasst. Gerade die Methoden der künstlichen Befruchtung werden immer vielversprechender: Bei durchschnittlich 30 Prozent liegen die Schwangerschaftsraten durch In-Vitro-Fertilisation (IVF), Samenübertragung (ICSI) und Kryo-Embryotransfer pro Transfer.

Die Reproduktionsmedizin bei Kinderwunsch und Familienplanung

Die Reproduktionsmedizin unterstützt die natürliche und assistierte Fortpflanzung des Menschen. Wenn Störungen der Fortpflanzungsorgane oder Erkrankungen vorliegen, führt der Weg der meisten Paare in eine Kinderwunschklinik. Dort können Spezialisten die Ursachen für Unfruchtbarkeit klären und mit verschiedenen Methoden und Verfahren beim Kinderwunsch helfen.

Für viele Menschen ist die Reproduktionsmedizin unteilbar mit der Künstlichen Befruchtung verbunden. Die Künstliche Befruchtung (Assistierte Reproduktion) ist tatsächlich ein Meilenstein für kinderlose Paare, die nicht auf natürlichem Wege schwanger werden können. Zu ihr zählen verschiedene Verfahren wie die In-Vitro-Fertilisation (IVF), bei der Ei- und Samenzelle in einem Glasschälchen außerhalb des Körpers zusammengebracht werden. Die häufigste Methode der Künstlichen Befruchtung ist die Insemination (Samenübertragung): Die Befruchtung findet bei der Insemination im Körper der Frau statt, lediglich das Sperma wird instrumentell eingebracht. Auch die Intracytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI) ist ein häufig angewendetes Verfahren in der Reproduktionsmedizin. Dabei wird ein einzelnes Spermium in die Eizelle gebracht und die befruchtete Eizelle im Anschluss in die Gebärmutterhöhle der Frau übertragen.

Die Kosten einer künstlichen Befruchtung sind übrigens abhängig von Alter der Paare mit Kinderwunsch und Familienstand. Einige Krankenkassen bieten über die normale Kostenübernahme hinaus Leistungen an.

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Letzte Aktualisierung: 23. Mai 2016