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Hormon-Yoga bei Kinderwunsch

Autor: Miriam Funk
Letzte Aktualisierung: 21. Februar 2018

Hormon-Yoga soll sich zyklusregulierend und hormonell günstig auswirken, weshalb es oft bei Kinderwunsch praktiziert wird. Nur wenige, einfach auszuführende Übungen sollen helfen.

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Yoga kann die Fruchtbarkeit fördern und eine Schwangerschaft begünstigen
(c) iStockphoto/neustockimages

Hormon-Yoga ist eine Form des Yoga, bei der die Drüsen und Organe im Körper angeregt und belebt werden sollen. Dadurch soll die Hormonproduktion angeregt werden. Hormon-Yoga verbindet Elemente aus dem Kundalini-Yoga sowie dem klassischen Hatha-Yoga, in Verbindung mit tibetischen Heilmethoden. Homon-Yoga umfasst etwas 20 Übungen. Das Körpersystem wird dabei aktiviert, es gibt dynamische Bewegungsfolgen, bei denen die inneren Organe massiert werden sollen.

Entwickelt hat das Hormon-Yoga, eine speziell auf das weibliche Hormonsystem ausgerichtete Übungsreihe, die 1925 geborene Brasilianerin Dinah Rodrigues, im Alter von 65 Jahren, gemeinsam mit ihrem Gynäkologen.

Fünf einfache Übungen Hormon-Yoga

Übungsweise von Hormon-Yoga

Um Einfluss auf das Hormonsystem und somit Störungen wie Wechseljahrsbeschwerden oder auch Zyklusstörungen bei Kinderwunsch entgegen zu wirken, sollte Hormon-Yoga regelmäßig mindestens dreimal pro Woche geübt werden. Es muss von einem längeren Zeitraum (mindestens vier Monate regelmäßiges Üben) ausgegangen werden, bis die Wirkungen spürbar werden.

Wirkungsweise von Hormon-Yoga

Die "Erfinderin" des Hormon-Yogas, Dinah Rodriguez, hat 2001 zusammen mit einer gynäkologischen Klinik in Brasilien eine Studie zur Wirksamkeit von Hormon-Yoga durchgeführt. Dabei wurden 116 Frauen, die regelmäßig Hormon-Yoga praktizierten, wissenschaftlich untersucht. Nach durchschnittlich vier Monaten Übungspraxis an drei Tagen pro Woche besserten sich Symptome, die durch einen instabilen Hormonspiegel verursacht wurden, und verschwanden teilweise sogar ganz.

Der wissenschaftliche Nachweis ist unter Experten und Yogis umstritten. Man gehe eher von einer allgemeinen Wirkung von Hormon-Yoga aus, die dann beispielsweise zu Besserung von Wechseljahrsbeschwerden oder Zyklusregulierung bei Kinderwunsch führe. Da jede Form von Yoga entspannend wirkt, sinken nachweislich die Stresslevel, was sich auf Blutdruck und Wohlbefinden auswirkt und auch den Hormonhaushalt positiv beeinflusst. Frauen mit Kinderwunsch berichten, dass sich nach einiger Zeit regelmäßigen Übens ihr Zyklus und ihre Periode wieder eingestellt habe und es wird auch von erhöhter Fruchtbarkeit berichtet.

Kinderwunsch und Hormon-Yoga

Insgesamt muss gesagt werden, dass nach wie vor keine gesicherten und unabhängigen wissenschaftlichen Ergebnisse zur Wirksamkeit von Hormon-Yoga bei Kinderwunsch und hormonellen Problemen vorliegen. Hormon-Yoga kann ebenso wie andere Yogaformen das hormonelle Steuerungssystem stimulieren, aber es kann eben auch sein, dass Frauen individuell nicht darauf ansprechen. Insgesamt tut sich aber sicher jede Frau mit Yoga etwas Gutes, das sich insgesamt positiv auswirkt und Stress mindert, wenn sie Spaß daran hat.

Tipps, um die Fruchtbarkeit zu steigern

 

Übungen aus dem Hormon-Yoga

Wir stellen Ihnen hier ein paar Übungen aus dem Hormon-Yoga vor, die Sie zuhause leicht üben können. Wer regelmäßig üben möchte, für den ist aber sicher der Besuch eines Kurses zum Hormon-Yoga sinnvoll. Viele Yoga-Studios bieten dies inzwischen an.

Für wen ist Hormon-Yoga geeignet?

  • Frauen mit Kinderwunsch
  • Frauen mit Wechseljahrsbeschwerden
  • Frauen mit hormonellen Problemen
  • Frauen mit geringer Libido

Kontraindikationen von Hormonyoga

Da Hormon-Yoga Einfluss auf die Hormonproduktion im Körper hat, darf es bei verschiedenen Erkrankungen und in bestimmten Lebensphasen nicht angewendet werden. Es ist nicht geeignet bei:

  • hormon-abhängigem Brustkrebs
  • großen Myomen
  • Bluthochdruck
  • Schilddrüsenüberfunktion
  • unklaren Schmerzen, vor allem Bauchschmerzen
  • in der Schwangerschaft und in den ersten drei Monaten danach
  • nach einer Total-Operation (Entfernung von Gebärmutter und Eierstöcken)
  • Herzerkrankungen
  • Endometriose
  • schwerer Osteoporose
  • nach jeder Art von OP

Dennoch können oft andere Yoga-Formen, wie beispielsweise das klassische Hatha-Yoga, durchgeführt werden. Wenn Sie unsicher sind, ob Sie Hormon-Yoga praktizieren dürfen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber.

Buchempfehlung:

Autor: Miriam Funk
Letzte Aktualisierung: 21. Februar 2018
Quellen

Beiträge im Forum "Kinderwunsch: Ich will schwanger werden - wer noch?"
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