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Teilleistungsstörungen

Autor: Christian Emmerling
Letzte Aktualisierung: 31. März 2017

Als Teilleistungsstörungen bezeichnet man ausgeprägte Lernschwächen, die sich nur auf einzelne Fähigkeiten wie zum Beispiel Lesen und Schreiben (Lese- und Rechtschreibstörung, Legasthenie) oder Rechnen (Rechenstörung, Dyskalkulie) beziehen.

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Teilleistungsstörungen machen sich meistens erst nach Beginn der Schulzeit bemerkbar
(c) iStokphoto

Was sind die Ursachen von Teilleistungsstörungen?

Die Ursachen von Teilleistungsstörungen sind sehr komplex und bislang noch nicht vollständig geklärt. Man geht jedoch davon aus, dass Wahrnehmungsstörungen beim Hören und Sehen, Umwelteinflüsse, genetische Faktoren und Störungen in verschiedenen Bereichen der Entwicklung eine Rolle spielen. Im Gegensatz zu Lernbehinderungen lassen sich Teilleistungsstörungen aber nicht auf eine verminderte Intelligenz (IQ unter 70) zurückführen.

Wie äußern sich Teilleistungsstörungen?

Teilleistungsstörungen äußern sich durch starke Schwierigkeiten beim Lesen, Schreiben oder Rechnen. Betroffene Kinder lernen in der Regel deutlich langsamer, machen charakteristische Fehler und können ihre Defizite nicht alleine durch vermehrtes Üben aufholen. Dadurch liegen ihre schulischen Leistungen oft weit unter dem Klassendurchschnitt und dem eigentlichen Intelligenzniveau.

Wie werden Teilleistungsstörungen diagnostiziert?

Teilleistungsstörungen werden durch Kinder- und Jugendpsychiater, -psychotherapeuten oder -psychologen mithilfe spezieller Tests diagnostiziert. Wichtig ist dabei auch die enge Zusammenarbeit mit Lehrern und Eltern, um verschiedene Fragen zu schulischen Leistungen und zum allgemeinen Entwicklungszustand (Körper, Motorik, Sprache) des Kindes zu klären.

Wie werden Teilleistungsstörungen behandelt?

Eine "Behandlung" in klassischem Sinne gibt es bei Teilleistungsstörungen nicht. Betroffene Kinder sind auf eine konsequente und individuell abgestimmte Unterstützung durch die Familie, Lehrer und Therapeuten angewiesen, um die Schwierigkeiten in den betroffenen Teilbereichen des Lernens auszugleichen. In der Regel ist es nicht möglich, Teilleistungsstörungen vollständig zu "heilen". Mithilfe einer konstanten sozialen, schulischen und emotionalen Förderung ist es aber möglich, die Schwierigkeiten zu minimieren und Folgeerscheinungen zu vermeiden.

Wie verlaufen Teilleistungsstörungen?

Teilleistungsstörungen können sich bereits im Grundschulalter durch Probleme beim Sprechen und Zuhören oder Schwierigkeiten beim "Lernen der Uhr" bemerkbar machen. In der Regel fallen die Störungen aber erst im Verlauf der Grundschulzeit auf. Kinder mit Teilleistungsstörungen haben häufig auch psychische Probleme wie Angststörungen, Depressionen, oder Hyperaktivität (ADHS). Diese können bereits vorhanden sein bevor eine Teilleistungsstörung auftritt, aber auch als Folgeerkrankungen entstehen.

Ist es möglich Teilleistungsstörungen vorzubeugen?

Da über die Ursachen wenig bekannt ist, ist es sehr schwierig Teilleistungsstörungen vorzubeugen. Generell können eine frühe Diagnose und Förderung aber dabei helfen, die Lernschwierigkeiten zu minimieren und Folgeerscheinungen zu vermeiden.

Checkliste Teilleistungsstörungen

Die Checkliste zu Teilleistungsstörungen kann Ihnen helfen, zu beurteilen, ob Ihr Kind möglicherweise Teilleistungsstörungen hat und sie kann bei der Diagnose von Hyperkinetischen Störungen helfen. Sie ist für Eltern, Lehrer und Erzieher gedacht, die Auffälligkeiten bei einem Kind bemerkt haben.

Bitte beurteilen Sie das Verhalten des Kindes auf der vorgegebenen Antwortskala des Fragebogens. Lassen Sie bitte kein Merkmal aus.

  trifft überhaupt nicht zu trifft ein wenig zu trifft ziemlich zu trifft sehr stark zu
unruhig o o o o
übermäßig aktiv o o o o
erregbar, impulsiv o o o o
stört andere Kinder o o o o
beendet angefangene Dinge nicht, kurze Aufmerksamkeitsspanne o o o o
zappelt ständig o o o o
unaufmerksam o o o o
leicht ablenkbar o o o o
Wünsche müssen sofort erfüllt werden o o o o
weint schnell und häufig o o o o
schnelle und ausgeprägte Stimmungswechsel o o o o
schnelle und ausgeprägte Meinungswechsel o o o o
Wutausbrüche, unvorhersagbares Verhalten o o o o
Lese-Rechtschreibschwäche o o o o
Dyskalkulie (Rechenschwäche) o o o o
Gleichgewichtsstörungen o o o o
Fehlende dosierte Kraftanwendung o o o o
schläft nachts durch o o o o
hat ein "normales" Schlafbedürfnis o o o o
hat ein gutes Körpergefühl o o o o
Haut ist sehr sensibel o o o o
verwendet beim Malen auffällig häufig dunkle Farben o o o o

Autor: Christian Emmerling
Letzte Aktualisierung: 31. März 2017
Quellen

Beiträge im Forum "Babyernährung"
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