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Mittwoch, 21. Februar 2018
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Nasenbluten (Epistaxis) bei Kindern

Nasenbluten (Epistaxis) wird durch geplatzte Äderchen in der Nasenschleimhaut ausgelöst. Es kommt bei Kindern häufig vor – jedoch steckt nur selten eine ernsthafte Erkrankung dahinter.

Nasenbluten (Epistaxis) bei Kindern
Nasenbluten (Epistaxis) bei Kindern ist in der Regel harmlos und hört von selber wieder auf
(c) iStockphoto/AnneMS

Auch, wenn Nasensekret mit Blut vermischt ist, spricht man von Nasenbluten. Obwohl es oft erschreckend aussieht, ist der Blutverlust beim Nasenbluten in den meisten Fällen sehr gering.

Ursachen von Nasenbluten bei Kindern

Die Ursachen für Nasenbluten bei Kindern sind in der Regel harmlos. Nasenbluten kann aber auch Anzeichen für eine ernsthafte Erkrankung, wie Blutungsneigung oder Bluthochdruck, sein. Deshalb ist es ratsam, bei häufigem oder sehr starkem Nasenbluten des Kindes einen Arzt aufzusuchen.

Die Nasenschleimhaut ist von sehr feinen Äderchen durchzogen. Wenn diese Äderchen platzen, kommt es zu Nasenbluten. Der häufigste Auslöser ist, dass zu viel Druck in der Nase ausgeübt wird, welcher die Adern der Nasenschleimhaut verletzt. Der bekannteste Auslöser von Nasenbluten ist "Nase bohren". Auch zu starkes Schnäuzen kann die Adern der Nasenschleimhaut zum Platzen bringen. Weitere häufig vorkommende Ursachen für Nasenbluten bei Kindern sind:

  • Trockene Heizungsluft
  • Schlag (Gewalteinwirkung) auf die Nase
  • Schnupfen und Allergien
  • Körperlicher oder seelischer Stress
  • Fremdkörper in der Nase
  • Vitamin-K-Mangel

Wie äußert sich Nasenbluten?

Beim Nasenbluten läuft Blut aus einem oder beiden Nasenlöchern. Es kann auch vorkommen, dass dem Nasensekret Blut beigemischt ist. Das Bluten selbst ist für die Kinder schmerzlos.

Wie wird Nasenbluten diagnostiziert?

Die Diagnose von Nasenbluten ist einfach – aus der Nase austretendes Blut beim Kind ist charakteristisch. Wenn die dahinter steckenden Ursachen unklar sind oder eine Krankheit als Auslöser für Nasenbluten in Frage kommt, wird der Arzt weitere Untersuchungen empfehlen.

Was können Eltern gegen das Nasenbluten bei Kindern tun?

Bei Nasenbluten läuft das Blut nicht nur außen aus der Nase heraus, sondern auch innen durch den Nasen-Rachen-Raum in Richtung Atemwege und Speiseröhre. Dadurch kann es zu Atemproblemen und dem Verschlucken von Blut kommen. Folgende Maßnahmen können Eltern ergreifen:

  • Lassen Sie das Kind mit vorgebeugtem Oberkörper sitzen oder stehen (idealerweise über ein Waschbecken), damit das Blut nicht in die Luft- oder Speiseröhre laufen kann. Oberkörper verhindert, dass Blut aus der Nase in die gelangt. Die Nasenflügel können für einige Minuten sanft zusammengedrückt werden.
  • Einen kalten, nassen Waschlappen in den Nacken legen, um die Blutung zu stoppen. Kälte wirkt gefäßverengend. Sollte die Blutung sich nicht innerhalb von 15 Minuten legen oder stärker werden, ist es ratsam, mit dem Kind einen Arzt aufzusuchen oder 112 anzurufen. Das gilt auch, wenn ein Fremdkörper in der Nase des Kindes vermutet wird. Bitte nicht selbst entfernen!
  • Keine Tamponaden in die Nase des Kindes stecken, denn beim Entfernen könnten diese die Wunde erneut aufreißen.

So beugen Sie Nasenbluten bei Kindern vor

Mit ein paar einfachen Maßnahmen können Sie Nasenbluten beim Kind vorbeugen:

  • Nach dem Nasenbluten bei Ihrem Kind sollten Sie ihm erklären, dass es sich an diesem Tag möglichst nicht mehr die Nase schnäuzt. Auch wildes Herumtoben sollte vermieden werden.
  • Bei starken Krusten in der Nase können fettreiche Nasensalben aufgetragen werden. Dies wirkt auch dem Austrocknen der Nasenschleimhaut entgegen.
  • Zu heftiges Nasebohren oder -schnäuzen kann Nasenbluten verursachen und sollte von Ihrem Kind vermieden werden.
  • In den Wintermonaten trocknet Heizungsluft die Schleimhäute aus. Deshalb auf ausreichende Befeuchtung von Innenräumen achten.
  • Vermeiden von Gewalteinwirkung auf die Nase.

Autor:
Letzte Aktualisierung: 11. Januar 2017
Quellen: Schellenberg, I., Schwellenberg, C.: Kinderkrankheiten von A-Z. TRIAS Verlag, Stuttgart 2012; Pschyrembel: Klinisches Wörterbuch. de Gruyter, Berlin 2013

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