Suchen Menü

Hüftschnupfen (Coxitis fugax)

Autor: Christian Fiala, Medizinautor
Letzte Aktualisierung: 06. Juni 2017

Der Hüftschnupfen (Coxitis fugax) ist eine Entzündung der Gelenkkapsel des Hüftgelenks. Bei Kindern tritt er meist zwischen dem dritten und achten Lebensjahr auf.

Hüftschnupfen (Coxitis fugax)
Bei Hüftschnupfen ist Bettruhe angesagt: Gegen die Langeweile hilft das Vorlesen von Büchern
© iStock.com/Wavebreak

Dem Hüftschnupfen geht in der Regel ein Atemwegsinfekt im Körper des Kindes voraus. Das Hüftgelenk des Kindes sollte bei Hüftschnupfen geschont und entlastet werden, damit die Entzündung möglichst schnell wieder abklingt. Ein Hüftschnupfen tritt nur selten bei Kleinkindern auf. Auch Erwachsenen können vom Hüftschnupfen betroffen sein, dies ist jedoch selten.

Symptome bei Hüftschnupfen: Schmerzen in Leiste oder Knie

Die Symptome für einen Hüftschnupfen begrenzen sich auf plötzlich auftretendes Hinken des Kindes, oftmals mit Schmerzen in der Leistengegend oder die Vorderseite des Oberschenkels runter bis zum Kniegelenk verbunden. In der akuten Phase kann auch die Beweglichkeit des Hüftgelenks eingeschränkt sein, vor allem in der Drehbewegung (Rotation).

Fieber ist kein typisches Symptom des Hüftschnupfens. Treten zu den Beschwerden Fieber und Schwächegefühl auf, kann es sich auch um eine bakterielle Arthritis oder Rheuma handeln, die anders behandelt wird als der Hüftschnupfen.

Hüftschnupfen – erst einmal zum Arzt

Zur sicheren Diagnose eines Hüftschnupfens muss eine bakterielle Infektion sowie Rheuma und andere Erkrankungen ausgeschlossen werden. Dies geschieht durch Laboruntersuchungen und einem Abstrich im Rachen des Kindes. Mit einer Ultraschalluntersuchung kann ein bestehender Erguss im Gelenk nachgewiesen werden. Ein Röntgenbild kann ebenso dazu beitragen, weitere Erkrankungen auszuschließen.

Ist Hüftschnupfen ansteckend?

Nein, bei Hüftschnupfen besteht keine Ansteckungsgefahr.

Therapie bei Hüftschnupfen ist einfach

Steht die Diagnose Hüftschnupfen, heißt es zuerst einige Tage Bettruhe. Da kleine Kinder oft noch nicht mit Gehhilfen umgehen können, die zu einer Entlastung des Hüftgelenks wichtig wären, sollen sie besser liegen bleiben. Oft verschreibt der Arzt ein entzündungshemmendes Mittel, auch Schmerzmittel können zum Einsatz kommen.

Homöopathie bei Hüftschnupfen?

Die Homöopathie zählt nicht zu den wissenschaftlich anerkannten Heilmethoden. Da die Erkrankung jedoch selbstständig innerhalb von zehn Tagen abheilt, ist nicht nachweisbar, ob dies mit homöopathischen Mitteln unterstützt werden kann.

Dauer des Hüftschnupfens

In der Regel ist ein Hüftschnupfen nach etwa zehn Tagen kuriert.

Hüftschnupfen ist meist nach zehn Tagen vorbei

Nach medikamentöser Therapie, zwei bis vier Tagen strenger Bettruhe und dann angemessener Belastungssteigerung klingt die Symptomatik zügig ab. Nach zehn Tagen ist ein Hüftschnupfen dann in der Regel vorbei. Da während eines Hüftschnupfens der Allgemeinzustand des Kindes für gewöhnlich nicht beeinträchtigt ist, können ein paar Tage Bettruhe für ein Kind ziemlich langweilig werden. Mit mehr Zuwendung, Büchern oder fürs Liegen geeignete Spielsachen kann dem entgegengewirkt werden.

Autor: Christian Fiala, Medizinautor
Letzte Aktualisierung: 06. Juni 2017
Quellen
Beiträge im Forum "Babyernährung"
Neuste Artikel in dieser Rubrik
Was hilft gegen Pollenallergie?

Knapp jeder Fünfte leidet in Deutschland unter Heuschnupfen, und die Zahl der Betroffenen, gerade die der Kinder, steigt stetig. Daran erkennen Sie Pollenallergie und das kann man dagegen tun. Mehr...

Kinderkrankheiten

Unter der Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) versteht man eine Entzündung der Hirnhäute (Meningitis) und des Gehirns (Enzephalitis), die gehäuft im Frühsommer auftritt. Die Erreger der FSME werden durch... Mehr...

Kinderkrankheiten

Hirnhautentzündung (Meningitis) ist eine Entzündung der Hirnhäute und der Häute des Rückenmarks (Meningen). Die Erkrankung kann akut oder chronisch verlaufen. Bei der akuten Hirnhautentzündung handelt es sich... Mehr...

Neuste Themen in den Foren

Mit der Teilnahme an unseren interaktiven Gewinnspielen sichern Sie sich hochwertige Preise für sich und Ihre Liebsten!

Jetzt gewinnen
Weitere interessante Themen
  • Nasenbluten (Epistaxis) bei Kindern

    Nasenbluten (Epistaxis) wird durch geplatzte Äderchen in der Nasenschleimhaut ausgelöst. Es kommt bei Kindern häufig vor – jedoch steckt nur selten eine ernsthafte Erkrankung... Mehr...

  • Mumps

    Mumps ist eine weltweit verbreitete, hoch ansteckende Kinderkrankheit. Die Krankheit wird durch ein Virus ausgelöst. Charakteristisch für Mumps sind schmerzhafte Schwellungen der... Mehr...

  • Bronchitis bei Kindern

    Bronchitis bei Kindern ist eine Entzündung der Bronchialschleimhäute und tritt bevorzugt in den feucht-kalten Wintermonaten auf. Man unterscheidet die akute und die chronische... Mehr...