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Montag, 20. November 2017
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Hepatitis C

Hepatitis C
Das Hepatitis-C-Virus lässt sich bei einer ärztlichen Untersuchung im Blut nachweisen
(c) iStockphoto/vadimguzhva

Hepatitis C verläuft meist chronisch und häufig mit nur geringen Symptomen. Aber auch schwere Verläufe sind möglich. Einen Impfschutz gegen Hepatitis C gibt es bislang nicht.

Hepatitis C ist eine virusbedingte und häufig chronisch verlaufende Entzündung der Leber. Die meldepflichtige Infektion wird durch das Hepatitis-C-Virus (HCV) verursacht. Sie ist weltweit verbreitet, kommt aber besonders häufig in Afrika und im Westpazifik vor. In Ägypten beispielsweise sind bis zu 20 Prozent der Bevölkerung Virusträger.

In Deutschland werden jedes Jahr etwa 7.000 Neuinfektionen gemeldet, die vermutete Dunkelziffer liegt jedoch weit höher. Insgesamt geht man von rund 275.000 Menschen aus, die das HCV in sich tragen.

Wie wird Hepatitis C verursacht?

Hepatitis C wird in erster Linie durch den Kontakt mit dem Blut infizierter Menschen übertragen. Aus diesem Grund sind Menschen, die sich Drogen injizieren und die Spritzen mit anderen teilen, besonders gefährdet. Bei einer hohen Virusbelastung findet sich das Virus auch in Speichel, Schweiß, Tränen, Sperma und Muttermilch. Deshalb ist eine Übertragung etwa durch ungeschützten Geschlechtsverkehr und auch durch Stillen theoretisch möglich. Praktisch sind diese Risiken jedoch eher gering.

Das Infektionsrisiko steigt allerdings bei verletzungsträchtigen Sexualpraktiken. Außerdem sollte eine frisch entbundene Mutter die Stillentscheidung sorgfältig abwägen, wenn sie sich erst gegen Ende der Schwangerschaft mit dem Hepatitis C-Virus infiziert hat. Gelegentlich kommt es im medizinischen und Pflegebereich zu beruflich bedingten HCV-Infektionen. Auch bei Tätowierungen und Piercings können bei nicht fachgerechter Durchführung Infektionen nicht ausgeschlossen werden.

Wie sind die Symptome bei Hepatitis C?

Die Zeit zwischen Ansteckung und ersten möglichen Symptomen (Inkubationszeit) beträgt bei Hepatitis C im Allgemeinen sechs bis neun Wochen, kann aber auch kürzer oder länger sein. Infektiös sind Betroffene so lange, wie sich Hepatitis-C-Viren in ihrem Blut nachweisen lassen. Das gilt auch, wenn sie keinerlei Symptome zeigen. Verläuft eine Infektion chronisch, besteht zumeist eine dauerhafte Ansteckungsgefahr.

Gut drei Viertel aller Infizierten entwickeln keine auffälligen Symptome. Wenn Beschwerden auftreten, ähneln sie einer leichten Grippe. Das restliche Viertel macht eine meist mild verlaufende Hepatitis durch, bei der die Leber geschwollen und Haut und Augen gelb gefärbt sein können. Schwere akute Verläufe mit plötzlichem Leberversagen sind sehr selten.

Trotz fehlender äußerlich sichtbarer Symptome nimmt die Hepatitis C in den meisten Fällen einen chronischen Verlauf. Unbehandelt entwickelt sich in der Folge bei etwa jedem fünften Betroffenen über längere Zeit eine Leberzirrhose. Auch das Leberkrebsrisiko ist erhöht.

Wie wird Hepatitis C festgestellt?

Die Hepatitis C-Infektion wird durch einen Bluttest festgestellt, der spezifische Antikörper gegen das HCV nachweist und gegebenenfalls verschiedene weitere Bestätigungstests nach sich zieht. Hat sich die Hepatitis C bereits chronifiziert, wird eine Gewebeprobe (Biopsie) aus der Leber entnommen, um das Stadium einer möglichen Leberschädigung einschätzen zu können.

Wie wird Hepatitis C behandelt?

Wird eine akute Hepatitis C-Infektion rechtzeitig festgestellt, kann sie durch eine medikamentöse Behandlung mit Interferon fast immer vollständig geheilt werden. Vorrangiges Ziel der Behandlung, die in der Regel etwa ein halbes Jahr dauert, ist es, einen chronischen Verlauf zu verhindern.

Hat sich die Hepatitis C bereits chronifiziert, können zur Behandlung ebenfalls Interferone infrage kommen, doch hängt deren Wirksamkeit vom speziellen Genotyp des jeweils vorliegenden Hepatitis-C-Virus ab. Das HCV wird in verschiedene Genotypen unterteilt, die unterschiedlich gut auf Interferone reagieren. In vielen Fällen wird das eingesetzte Interferon mit dem Wirkstoff Ribavirin kombiniert. Einfluss auf die Heilungschancen, die im günstigsten Fall die 80 Prozent nicht überschreiten, haben zudem das bisherige Ausmaß der Leberschädigung, die Infektionsdauer sowie das Alter und Geschlecht der Betroffenen.

In vielen Fällen wird die Behandlung von Nebenwirkungen wie Fieber.

, Anfälle von Schüttelfrost, Kopf-, Gelenk- und Muskelschmerzen sowie eine allgemeine Abgeschlagenheit begleitet. Unter der Behandlung ist es dringend zu empfehlen, auf den Konsum von Drogen und Alkohol zu verzichten. Auch sollte möglichst keine Schwangerschaft riskiert werden. Da nicht jede Hepatitis C-Erkrankung vollständig geheilt werden kann, sollte größter Wert darauf gelegt werden, die Infektion mit dem Virus zu vermeiden.

Verlauf

Unbehandelt führt eine chronische Hepatitis C-Erkrankung meist zu einem lebensgefährlichen Leberschaden (Leberzirrhose) bis hin zur Ausbildung von Leberkrebs. Kommt es zu einem Leberversagen, kann oft nur noch die Transplantation einer neuen Leber helfen.

Kann man Hepatitis C vorbeugen?

Eine Impfung gegen Hepatitis C gibt es bislang nicht. Kondome bieten Schutz bei verletzungsträchtigen Sexualpraktiken, Drogenabhängige sollten Einnahmeutensilien keinesfalls gemeinsam benutzen.

Autor:
Letzte Aktualisierung: 07. November 2016
Quellen: Ach übrigens... - Informationen über sexuell übertragbare Krankheiten. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Köln (Stand: 2007) RKI-Ratgeber Infektionskrankheiten - Merkblätter für Ärzte: Hepatitis C. Robert Koch-Institut, Berlin (Stand: 01.04.2004)

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