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Was hilft bei Erkältungsbeschwerden?

Erkältung: Dauer, Symptome und Behandlung

Die Erkältung ist eine sehr häufige Infektionskrankheit, welche die Schleimhäute der Nase, der Nasennebenhöhlen, des Rachenraums und der Atemwege befällt. Auslöser sind zumeist Rhinoviren, von denen es mehr als 100 Untertypen gibt. Wie lange eine Erkältung im Schnitt dauert und was schnell dagegen hilft: die wichtigsten Antworten.

Papa hilft erkältetem Jungen zu schnäuzen
© GettyImages/Halfpoint Images

Erkältungen, auch grippale Infekte genannt, treten gehäuft ab Herbst bis ins Frühjahr auf. Im Gegensatz dazu steht die echte Grippe (Influenza), welche wesentlich seltener auftritt, mit plötzlichem, hohen Fieber einhergebt und einen deutlich schwereren Verlauf nehmen kann.

Artikel-Inhalte im Überblick:

Erkältung: Natürliche Hausmittel gegen grippalen Infekt

Erkältung oder Corona?

Auch mit einer Corona-Infektion kann eine Erkältung verwechselt werden, denn manche Symptome (etwa Husten und Schnupfen) gleichen sich. Dagegen kommt es bei einer Ansteckung mit dem Coronavirus kaum zu Niesen, einem typischen Anzeichen des grippalen Infekts. Umgekehrt verhält es sich mit Kopfschmerzen und Fieber: Diese Symptome liegen bei einer Corona-Infektion häufig vor, bei einer Erkältung dagegen nur selten. Auch der Verlust von Geschmacks- und Geruchssinn weist eher auf eine Corona-Erkrankung hin.

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© 9monate.de

Ursachen: Erreger der Erkältung sind meist Rhinoviren

Eine Erkältung wird meist durch Viren, seltener auch durch Bakterien verursacht. Kaltes Wetter, Wind und starke Temperaturschwankungen begünstigen aber grippale Infekte. Das liegt daran, dass die Immunabwehr durch Abkühlung des Körpers geschwächt wird.

Daneben sind die Schleimhäute, beispielsweise die der Nase, bei Kälte schlechter durchblutet und bilden weniger Schleim. Hinzu kommt trockene Heizungsluft in den Wohnungen, welche die Nasenschleimhaut zusätzlich austrocknet. Ohne den schützenden Schleim gelangen Erreger von Erkältungskrankheiten leichter in unseren Körper und vermehren sich dort. Es kommt zu einer Erkältung.

Erkältungen werden vornehmlich über Sekrete infizierter Personen übertragen, die auslösende Viren beinhalten. Diese sind zumeist ein Stamm der Rhinovirus, vom griechischen Wort "rhis" für Nase. Aber auch Corona- und Adenoviren spielen als Auslöser der Erkältung eine Rolle.

Oft reicht ein Händeschütteln aus, um die Krankheitserreger von einer zur anderen Person zu transportieren. Weniger häufig erfolgt die Ansteckung über infizierte Tröpfchen, die von Erkrankten durch die Luft gehustet und geniest werden.

Gereizte Schleimhäute sind darüber hinaus anfälliger für den Befall mit Bakterien.

Symptome der Erkältung: Diese Anzeichen sind typisch

Ein bis drei Tage nach der Ansteckung treten die ersten Symptome zutage. Auf Beschwerden in Nase, Bronchien und Rachen folgen Niesen und eine laufende Nase. In den meisten Fällen werden die Symptome nicht von Fieber begleitet.

Nach einigen Tagen werden die Nasensekrete dickflüssiger, trübe und gelbgrün. Oft kommt zusätzlich noch Husten hinzu, der bis in die zweite Woche andauert, während die Symptome der Erkältung nach etwa sieben Tagen abgeklungen sind.

Husten und Schnupfen sind manchmal auch Symptome anderer Erkrankungen. Wenn die Symptome länger als sieben Tage andauern, zu ihnen Brustschmerzen hinzukommen oder der Husten von dunklem Schleim begleitet wird, sollten Sie in der ärztlichen Praxis um Rat fragen.

Wie die Diagnose bei Erkältung abläuft

Zur Diagnose einer Erkältung reichen der*dem Ärztin*Arzt meist die typischen Symptome aus. Treten jedoch plötzlich hohes Fieber, starke Kopfschmerzen oder Ausschlag auf und klagen Betroffene über Atembeschwerden und Brustschmerzen, handelt es sich nicht um einen einfachen grippalen Infekt. Bluttests und Röntgenuntersuchungen geben Aufschluss über mögliche Komplikationen. Auch die Abgrenzung der Erkältung von der Grippe oder einer Corona-Infektion ist über Tests möglich.

Therapie: Was tun bei Erkältung?

Eine Erkältung wird am besten durch (Bett-)Ruhe, leichte Kost und viel Flüssigkeit therapiert. Unter den Getränken eignen sich besonders verdünnte Säfte, Mineralwasser und heiße Tees (kein Schwarztee), um die Beschwerden zu lindern.

Es ist ratsam, eine etwaige Fieberphase nicht durch die Einnahme von Medikamenten zu unterdrücken. Besser ist es, wenn das Fieber gezielt unterstützt wird. Das gelingt beispielsweise mit Lindenblütentees oder Schwitzkuren. Inhalationen mit Kamilledämpfen oder spezielle Erkältungsbäder lindern Entzündungen und helfen dabei, den Schleim in den Atemwegen zu verflüssigen.

Um die Beschwerden eines grippalen Infekts zu lindern, werden auch Medikamente angeboten. Sie sollen die Schleimhäute abschwellen lassen, Schmerzen lindern, Schleim leichter abhusten lassen und den Husten mildern. Sie bekommen solche Präparate, etwa Hustensäfte oder Kapseln, rezeptfrei in der Apotheke.

Meist verläuft die Erkältung unkompliziert

Erkältungen klingen in der Regel nach sieben Tagen wieder ab. Zu Komplikationen kann es kommen, wenn die Rhinoviren bei Asthmatikern einen Asthmaanfall auslösen. Die Erkrankung kann sich auch verlängern, wenn die Erkältung eine Mittelohrentzündung oder Nebenhöhlenentzündung nach sich zieht.

Grund hierfür ist, dass sich krankheitserregende Bakterien ungehindert vermehren, wenn die Nase wegen einer Verstopfung nicht gereinigt werden kann. Das nennen Fachleute auch bakterielle Superinfektion. Sie muss bisweilen mit Antibiotika behandelt werden. Gegen die Viren, die eine normale Erkältung auslösen, sind Antibiotika jedoch wirkungslos und deshalb nicht angezeigt!

Der Erkältung vorbeugen: unsere Tipps für ein starkes Immunsystem

Ob und wie häufig sich Menschen eine Erkältung einfangen, ist von ihrer individuellen Veranlagung und der körperlichen Verfassung abhängig. Für Menschen, die sich häufiger erkälten oder die ein geschwächtes Immunsystem haben, sind verschiedene Maßnahmen gut geeignet, um die körpereigenen Abwehrkräfte zu unterstützen und Erkältungen vorzubeugen.

Dazu gehören:

  • regelmäßige sportliche Aktivität
  • regelmäßige Saunabesuche
  • Wechselduschen (abwechselnd warm und dann wieder kalt)
  • ausreichende Mengen an Vitaminen und anderen Mikronährstoffen (insbesondere Zink und Vitamin C) am besten durch frische, gesunde Ernährung
  • den Kontakt mit erkrankten Menschen, den Aufenthalt in der Kälte und Zugluft vermeiden
  • der Witterung angepasste Bekleidung tragen

Im Gegensatz zur echten Grippe (Influenza) kann man gegen den grippalen Infekt nicht impfen. Jeder Kranke kann durch sein eigenes Verhalten aber dazu beitragen, dass sich die Erkrankung nicht so schnell weiter verbreitet. So sollte man in die Armbeuge oder ein Taschentuch niesen und husten, sich regelmäßig die Hände waschen und häufig benutze Oberflächen wie Klospülungen, Computertastaturen oder Türgriffe sauber halten.

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