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Samstag, 18. November 2017
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Erkältung (Grippaler Infekt)

Erkältung - gippaler Infekt
Bei Erkältung ist Bettruhe sinnvoll - tritt allerdings hohes Fieber auf, sollte der Arzt kontaktiert werden
(c) iStockphoto

Eine Erkältung bzw. ein grippaler Infekt ist eine Infektionskrankheit, welche die Schleimhäute der Nase, der Nasennebenhöhlen, des Rachenraums und der Atemwege befällt. Auslöser sind zumeist Rhinoviren (abgeleitet vom griechischen Wort "rhinos" für Nase), von denen es mehr als 100 Untertypen gibt.

Grippale Infekte treten gehäuft im Winter oder Frühjahr auf. Im Gegensatz dazu steht die echte Grippe (Influenza), welche wesentlich seltener auftritt.

Ursachen einer Erkältung (Grippaler Infekt)

Eine Erkältung wird meist durch Viren, seltener auch durch Bakterien verursacht. Kaltes Wetter, Wind und starke Temperaturschwankungen sind oft Ursache für grippale Infekte. Das liegt daran, dass die Immunabwehr durch Abkühlung des Körpers geschwächt wird. Daneben sind die Schleimhäute, beispielsweise die der Nase, bei Kälte schlechter durchblutet und bilden weniger Schleim. Hinzu kommt trockene Heizungsluft in den Wohnungen, welche die Nasenschleimhaut zusätzlich austrocknet. Ohne den schützenden Schleim gelangen Erreger von Erkältungskrankheiten leichter in unseren Körper und vermehren sich dort. Es kommt zu einer Erkältung.

Erkältungen werden vornehmlich über Sekrete infizierter Personen übertragen, die auslösende Viren (zumeist ein Typ des Rhinovirus) beinhalten. Gereizte Schleimhäute sind jedoch auch anfälliger für den Befall mit Bakterien. Oft reicht ein Händeschütteln schon aus, um die Krankheitserreger von einer zur anderen Person zu transportieren. Weniger häufig erfolgt die Ansteckung über infizierte Tröpfchen, die von Erkrankten durch die Luft gehustet und geniest werden.

Symptome einer Erkältung (Grippaler Infekt)

Ein bis drei Tage nach der Ansteckung treten die ersten Symptome eines grippalen Infekts auf. Beschwerden in Nase, Bronchien und Rachen folgen Niesen und eine laufende Nase. In den meisten Fällen werden die Symptome nicht von Fieber begleitet. Nach einigen Tagen werden die Nasensekrete dickflüssiger, trübe und gelbgrün. Oft kommt zusätzlich noch ein Husten hinzu der bis in die zweite Woche andauert, während die Symptome der Erkältung nach etwa sieben Tagen abgeklungen sind.

Husten und Schnupfen sind manchmal auch Symptome anderer Erkrankungen. Wenn die Symptome länger als sieben Tage andauern, zu ihnen Brustschmerzen hinzukommen oder der Husten von dunklem Schleim begleitet wird, sollte ein Arzt um Rat gefragt werden. Schmerzen können ein Hinweis auf eine Grippe (Influenza) sein.

Diagnose einer Erkältung (Grippaler Infekt)

Zur Diagnose einer Erkältung reichen die typischen Symptome aus. Treten jedoch plötzlich hohes Fieber, starke Kopfschmerzen oder Ausschlag auf und klagt der Betroffene über Atembeschwerden und Brustschmerzen, handelt es sich nicht um einen einfachen grippalen Infekt. Bluttests und Röntgenuntersuchungen geben Aufschluss über mögliche Komplikationen.

Therapie einer Erkältung (Grippaler Infekt)

Eine Erkältung wird am besten durch (Bett-)Ruhe, leichte Kost und viel Flüssigkeit therapiert. Unter den Getränken eignen sich besonders verdünnte Säfte, Mineralwasser und heiße Tees (kein Schwarztee), um die Beschwerden zu lindern. Es ist ratsam, die Fieberphase nicht durch die Einnahme von Medikamenten zu unterdrücken. Besser ist es, wenn das Fieber gezielt unterstützt wird. Das gelingt beispielsweise mit Lindenblütentees oder Schwitzkuren. Inhalationen mit Kamilledämpfen oder spezielle Erkältungsbäder lindern Entzündungen und helfen dabei, den Schleim wieder zu verflüssigen.

Um die Beschwerden eines grippalen Infekts zu lindern, werden auch Medikamente angeboten. Sie sollen die Schleimhäute abschwellen lassen, Schmerzen lindern, Schleim leichter abhusten lassen und den Husten mildern.

Verlauf einer Erkältung (Grippaler Infekt)

Erkältungen klingen in der Regel nach sieben Tagen wieder ab. Zu Komplikationen kann es kommen, wenn die Rhinoviren bei Asthmatikern einen Asthmaanfall auslösen. Die Erkrankung kann sich auch verlängern, wenn die Erkältung eine Mittelohrentzündung oder Nebenhöhlenentzündung nach sich zieht. Grund hierfür ist, dass sich krankheitserregende Bakterien ungehindert vermehren, wenn die Nase wegen einer Verstopfung nicht gereinigt werden kann.

Vorbeugen vor einer Erkältung (Grippaler Infekt)

Ob und wie häufig sich Menschen "eine Erkältung einfangen" ist von ihrer individuellen Veranlagung und der körperlichen Verfassung abhängig. Für Menschen, die sich häufiger erkälten oder die ein geschwächtes Immunsystem haben, sind verschiedene Maßnahmen gut geeignet, um die eigenen Abwehrkräfte zu unterstützen und Erkältungen vorzubeugen. Dazu gehören:

  • regelmäßige sportliche Aktivitäten
  • Saunabesuche
  • Wechselduschen (abwechselnd warm und kalt abbrausen)
  • ausreichende Mengen an Vitaminen (insbesondere Vitamin C) am besten durch frische Kost zu sich nehmen
  • den Kontakt mit erkrankten Menschen, den Aufenthalt in der Kälte und Zugluft vermeiden
  • der Witterung angepasste Bekleidung tragen

Im Gegensatz zur echten Grippe (Influenza) kann man gegen den grippalen Infekt nicht impfen. Jeder Kranke kann durch sein eigenes Verhalten aber dazu beitragen, dass sich die Erkrankung nicht so schnell weiter verbreitet. So sollte man in ein Taschentuch hinein niesen und husten, sich regelmäßig die Hände waschen und häufig benutze Oberflächen wie Klospülungen, Computertastaturen oder Türgriffe sauber halten.

Informationen zur Erkältung in der Schwangerschaft finden Sie hier.

Autor:
Letzte Aktualisierung: 10. November 2016
Quellen: Beers, M.H. (Hrsg.).: MSD Manual. Handbuch Gesundheit. Wilhelm Goldmann, München 2005; F.A. Brockhaus Gesundheit (Hrsg.): Der Brockhaus Gesundheit. F.A. Brockhaus Gesundheit, Leipzig 2006

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