Suchen Menü
Ansteckungsquellen eliminieren

Erkältungen bei Kindern vorbeugen

Viele Eltern kennen es: Kaum ist die Erkältung beim Kind vorbei, kommt schon der nächste Infekt. Doch Eltern können etwas tun, um das Risiko für eine Erkältung ihrer Kinder zu senken. Dazu sollten sie wissen, wo die größten Ansteckungsquellen lauern.

Mutter hilft Kind mit Erkältung beim Schneuzen
Kinder haben häufig eine Erkältung. Wo für sie die größten Ansteckungsquellen lauern.
© iStock.com/filadendron

Erkältungsviren lauern überall und fordern das noch schwache Immunsystem von Babys und Kleinkindern. Als Faustregel gilt: Zehn bis zwölf grippale Infekte jährlich sind bei Kindern normal. Kinder in Betreuungseinrichtungen wie Kita und Kindergarten oder mit Geschwistern können häufiger an Erkältungen erkranken, weil sie sich öfter anstecken. Was Eltern trotzdem dagegen tun können?

Artikelinhalte im Überblick:

Erkältung: Natürliche Hausmittel gegen grippale Infekte

Wo lauern Erkältungsviren in Kita und Haushalt?

In Kita, Kindergarten und Schule kommen sich die Kinder beim gemeinsamen Spielen und Lernen zwangsläufig sehr nahe. Wenn dann ein Kind erkältet ist, dauert es meistens nicht lange, bis sich andere Kinder anstecken.

Neben Kita und Kindergarten gibt es in der Öffentlichkeit und im eigenen Haushalt bestimmte Bereiche, in denen Viren und Bakterien bevorzugt anzutreffen sind.

Typische Quellen für die Ansteckungen mit Erkältungsviren:

  • Rolltreppen: Die Handläufe von Rolltreppen werden von vielen Menschen angefasst und sind damit eine besonders ansteckende Quelle für Erkältungsviren.
  • Türklinken: Auch sie werden von vielen Menschen angefasst, sodass die Gefahr hoch ist, sich darüber mit Krankheitserregern anzustecken.
  • Nahverkehr: Hier ist die Ansteckung mit Erkältungsviren sehr hoch, denn der Kontakt zwischen den Menschen kann sehr eng sein und Haltegriffe oder Türöffner werden von vielen angefasst. Während der Corona-Pandemie öffnen sich die Türen vieler Verkehrsmittel übrigens automatisch. Eltern sollten ihre Kinder darauf aufmerksam machen.
  • Telefonhörer und Fernbedienung: Im Haushalt lauern auch Quellen für Erkältungsviren – Eltern sollten diese regelmäßig reinigen, um ihre Kinder zu schützen.
  • Smartphones und Tablets: Die Fingerabdrücke auf den Displays verraten es schon – auch Smartphones und Tablets sollten regelmäßig mit geeigneten Mitteln gesäubert und desinfiziert werden. Dort tummeln sich viele Krankheitskeime.
  • Papiertaschentücher: Eltern sollten ihre benutzten Taschentücher wegschmeißen, bevor sie ihr Baby oder Kleinkind in die Finger bekommt und damit spielt. Außerdem sollten sie ihren älteren Kindern erklären, dass Taschentücher aus Papier nach dem Benutzen im Abfalleimer entsorgt werden sollten, um eine Ansteckung mit Erkältungsviren zu verhindern.
  • Haustiere: Auch Haustiere können Krankheiten übertragen – daher sollten sie nicht auf dem Esstisch Platz nehmen. Die Körner des Katzenklos mögen zwar zum Spielen animieren, Eltern sollten ihren Kindern aber besser erklären, warum das keine geeignetes Spielzeug ist.

Kinder vor Erkältungen schützen

Erkältungsviren verbreiten sich durch Tröpfcheninfektion oder Schmierinfektionen.

  • Tröpfcheninfektion: Hustet, niest, spricht oder lacht ein erkältetes Kind, verteilen sich winzige Tröpfchen (Aerosole) in der Luft, die Krankheitserreger enthalten. Über die Schleimhäute von Mund, Nase und Augen gelangen die Viren dann in den Körper eines anderen Kindes.
  • Schmierinfektion: Die Krankheitserreger werden durch das Anfassen von infizierten Gegenständen oder Menschen übertragen. Auch hier gelangen die Erreger dann über Mund, Nase oder Augen in den Körper.

Daher sollten Eltern ihren Kindern beibringen, sich regelmäßig gründlich die Hände mit Seife zu waschen. Außerdem sollte man nicht in die Hand, sondern in den Ellenbogen oder ein Taschentuch husten oder niesen. Kinder sollten zudem angehalten werden, sich möglichst nicht ins Gesicht zu fassen. Regelmäßiges Lüften tauscht die Raumluft aus und treibt Aerosole nach draußen.

Hygiene: So lernen Kinder Händewaschen

Hygiene zu Hause während der Erkältungszeit

Alles, was kleine und große Hände oft anfassen, sollte nach Möglichkeit regelmäßig gereinigt werden. Dazu gehören auch Spielsachen und Schmusetücher: Womit Kinder viel und intensiv kuscheln, gehört regelmäßig zu den empfohlenen Temperaturen in die Waschmaschine. Kuscheltuch, Teddybär und Co. je nach Bedarf und Verschmutzungsgrad auch gerne öfter, wenn sie häufig herunterfallen oder in den Mund genommen werden.

Tipps gegen Erkältungen bei Kindern

Was Eltern tun können, um ihre Kinder bei Erkältungen mit einfachen Maßnahmen zu unterstützen.

  • Ruhe: Wer sich körperlich schont, gibt seinem Immunsystem die Möglichkeit, sich ganz auf die Abwehr der Erkältungsviren zu konzentrieren. Da es oft nicht so leicht ist, Kindern Bettruhe zu verordnen, sollte zumindest etwas Ruhe in den Tagesablauf gebracht werden. Sportliche Aktivitäten und Herumtoben jetzt besser vermeiden.
  • Wärme: Eine leicht erhöhte Körpertemperatur hilft dem Immunsystem ebenfalls, die Krankheit schneller zu überwinden – Eltern können ihre Kinder also ruhig etwas dicker einpacken.
  • Ausreichend trinken: Ob Wasser oder ungesüßter Tee, eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr hilft dem Körper, die Erkältung schneller zu überwinden. Zudem werden die Schleimhäute besser befeuchtet und das Abhusten erleichtert. Die Getränke sollten Zimmertemperatur haben oder warm sein. Bei Babys darauf achten, dass sie ausreichend viel Flüssigkeit über das Stillen oder Ersatznahrung per Flasche bekommen.
  • Feuchtwarmes Klima: Besonders in den kalten Monaten ist die Raumluft durch das Heizen eher trocken. Unterstützend für die Schleimhäute wirkt bei Erkältungen jedoch ein feuchtwarmes Klima. Daher am besten im Kinderzimmer einen Raumbefeuchter verwenden, alternativ ein breites Gefäß mit Wasser auf die Heizung stellen. Durch das verdunstende Wasser wird das Raumklima etwas feuchter.
  • Gesunde Ernährung: Damit der Körper genügend Kraft hat, sollten Eltern auf eine gesunde Ernährung achten: Frisches Gemüse und Obst enthält viele Vitamine und Mineralstoffe.

Gezielt fernhalten von anderen erkälteten Kindern müssen Eltern ihre Kinder nicht. Schließlich trainiert das kindliche Immunsystem in den ersten Lebensjahren und wird mit jedem überstandenen Erkältungsinfekt letztendlich gestärkt. Je ausgeprägter das Immunsystem wird, desto besser kann es Erkältungskrankheiten im späteren Leben abwehren.

Warum Kinder häufiger an Erkältungen leiden

Babys und Kleinkinder haben eine höhere Infektanfälligkeit, denn ihr Immunsystem befindet sich noch im Aufbau. Während Erwachsene in ihrem Leben zahlreiche Infekte durchgemacht haben und damit schon mit verschiedenen Erregern in Kontakt gekommen sind, begegnet das kindliche Immunsystem in den ersten Lebensjahren vielen noch unbekannten Bakterien, Viren und anderen Krankheitserregern.

Auch die Vielfalt von Erkältungsviren spielt eine Rolle: Häufigster Auslöser für Erkältungen mit Schnupfen, Husten oder Heiserkeit sind Rhinoviren, von denen es über 100 Arten gibt. Gegen die meisten Rhinoviren verfügen Kinder noch nicht über entsprechende Antikörper. Daher fällt die Immunreaktion teilweise besonders heftig aus. Kennt das Immunsystem den Erreger schon, kann er effektiver bekämpft oder abgewehrt werden, noch bevor es zum Infekt kommt.

Immunsystem stärken: Tipps für Kinder und Eltern
Beiträge im Forum "Babyernährung"
Neuste Artikel in dieser Rubrik
Potenziell gefährlich

Coronabedingt kam es diese Saison zu einer besonders frühen und heftigen RSV-Welle. Mehr...

Genetische Störungen

Das Down-Syndrom beim Baby wird auch als Trisomie 21 bezeichnet, womit gleichzeitig die häufigste Ursache dieser genetischen Störung benannt ist: Das 21. Chromosom (oder Teile davon) liegt nicht wie gewöhnlich... Mehr...

Risikogebiete beachten

Die durch Zecken übertragene Erkrankung FSME kann schwer verlaufen. Bester Schutz sind Impfung und Vorbeugung von Zeckenstichen. Mehr...

Alle Themen zu Coronavirus, SARS-CoV-2 und COVID-19- Übersichtlich auf einer Seite.

mehr lesen...
Neuste Themen in den Foren

Mit der Teilnahme an unseren interaktiven Gewinnspielen sichern Sie sich hochwertige Preise für sich und Ihre Liebsten!

Jetzt gewinnen
Weitere interessante Themen
  • Mumps

    Mumps ist eine weltweit verbreitete, hoch ansteckende Kinderkrankheit. Die Krankheit wird durch ein Virus ausgelöst. Charakteristisch für Mumps sind schmerzhafte Schwellungen der... Mehr...

  • Kinderkrankheiten

    Von ADHS bis Zöliakie: In unserem A bis Z der Kinderkrankheiten erhalten Sie alle wichtigen Informationen – Ursachen, Symptome, Behandlung und Vorbeugung. Mehr...

  • Mukoviszidose (zystische Fibrose)

    Mukoviszidose (zystische Fibrose) ist eine erbliche Stoffwechselerkrankung. Bei Mukoviszidose produzieren bestimmte Drüsen im Körper dickflüssige, zähe Sekrete, die vor allem die... Mehr...