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Methoden zur Brustuntersuchung

Autor: Monika Preuk
Letzte Aktualisierung: 05. Mai 2014

Nicht jede tast- oder sichtbare Veränderung der Brust muss ein Hinweis auf Krebs sein. Sicher ist jedoch, dass je früher Krebs erkannt wird, desto besser die Heilungschancen sind und weniger belastend die Therapien. Deshalb ist eine regelmäßige Brustuntersuchung wichtig, um Veränderungen bereits zu Beginn entdecken zu können.

Methoden zur Brustuntersuchung
Die Selbstuntersuchung der Brust spielt bei der Früherkennung eine große Rolle
Getty Images/iStockphoto

Nicht jede tast- oder sichtbare Veränderung der Brust muss ein Hinweis auf Brustkrebs sein. Sicher ist jedoch, dass je früher Krebs erkannt wird, desto besser die Heilungschancen sind. Dafür steht eine ganze Reihe von Diagnosemöglichkeiten zur Verfügung, die vom Arzt durchgeführt werden. Daneben gibt es aber auch die Selbstuntersuchung, wobei die Frau mindestens einmal pro Monat ihre Brüste vor dem Spiegel genau betrachtet und abtastet.

Wie der Arzt untersucht: Abtasten, Mammografie, Ultraschall und CT

Zu den ärztlichen Untersuchungenmethoden gehören:

  • Abtasten der Brust und der Achsel (Palpation)
  • Mammografie (Röntgenuntersuchung:. Mit ihrer Hilfe können besonders gut Verkalkungen entdeckt werden, die oft ein Vorstufe von Krebs sind.
  • Ultraschalluntersuchung (Sonografie): Sie eignet sich zur Ergänzung der Mammografie und für junge Frauen, deren Brustgewebe noch so dicht ist, dass die Röntgenstrahlen es nicht durchdringen können.
  • Computertomografie (CT): Diese Technik wird bei unklaren Befunden hinzugezogen. Beim CT werden Röntgenstrahlen schichtweise durchs Gewebe gesendet. Anders als die zweidimensionalen Aufnahmen der Mammografie liefert das CT 3-D-Bilder. Inzwischen wurden Modelle entwickelt, die sich durch stark reduzierte Strahlenbelastung auszeichnen.
  • Milchgangdarstellung (Galaktografie) und Milchgangspiegelung (Duktoskopie): Besteht der Verdacht auf Veränderungen in den Milchgängen, wird in einen Milchgang Kontrastmittel injiziert. Danach werden sie mit einer speziellen Mammografie genauer untersucht. Bei der Milchgangspiegelung schiebt der Arzt ein winziges Endoskop in den Milchgang. Gleichzeitig werden die Milchgänge mit einer Lösung gedehnt, damit Veränderungen gut sichtbar sind.
  • Biopsie: Hier entnimmt der Arzt eine kleine Probe aus verdächtigem Gewebe und lässt es im Labor untersuchen.

Der richtige Zeitpunkt für die Selbstuntersuchung der Brust   

Vor allem bei der Früherkennung spielt jedoch die Selbstuntersuchung der Brust eine besonders wichtige Rolle. Immerhin werden fast 80 Prozent aller Fälle von Brustkrebs auf diese Weise entdeckt, obwohl nur knapp 30 Prozent der Frauen in Deutschland ihre Brust regelmäßig untersuchen. Für die Selbstuntersuchung gibt es einige einfache Tipps:

Führen Sie die Untersuchung immer am selben Tag aus. Günstig sind die ersten Tage der Regelblutung, weil das Brustgewebe dann weich ist. Im Laufe des Zyklus verändern sich die weiblichen Hormone das Brustgewebe etwas. Es können sich harmlose Verhärtungen bilden, die bei der Selbstuntersuchung sonst irritieren. Falls Sie sich bereits in den Wechseljahren befinden und keine Regel mehr haben, sollten Sie am besten den gewohnten Tag beibehalten oder einfach den ersten des Monats wählen.

Die Brust betrachten, mit hängenden und erhobenen Armen

Stellen Sie sich für die Selbstuntersuchung vor einen Spiegel, lassen Sie die Arme entspannt zur Seite hängen. Betrachten Sie Ihre Brüste – gibt es Hautveränderungen, Eindellung, Vorwölbung, Flecken, Rötungen, sind beide Brüste gleich und auch die Warzen? Heben Sie danach die Arme langsam auf und ab. Beobachten Sie dabei, ob sich Ihre Brüste gleich verhalten. Drehen Sie sich auch zu  beiden Seiten und schauen auch aus dieser Perspektive nach Veränderungen.

Die Brust mit leichtem Druck abtasten

Nun kommt der zweite Teil der Selbstuntersuchung, das Abtasten der Brust. Streichen Sie dabei zuerst sanft mit der Hand über die Brüste, registrieren Sie, ob die Haut glatt ist und gleichmäßig kühl. Drücken Sie dann die Brustwarzen – tritt Sekret aus und falls ja, welche Farbe und Beschaffenheit weist es auf? Tasten Sie danach langsam mit den Fingern (die Fingerkuppen liegen flach auf) Brüste und Achseln ab. Ob Sie das mit kleinen kreisenden Bewegungen der Finger tun oder in Linien von oben nach unten und links nach rechts, bleibt Ihnen überlassen. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie keinen Bereich vergessen.

Auf diese Weise lernen Sie mit der Zeit Ihre Brüste kennen. Tritt eine Veränderung auf – und ist sie noch so klein -  wird Sie Ihnen deshalb rasch auffallen. Zögern Sie dann nicht,  das mit Ihrem Gynäkologen/Ihrer Gynäkologin zu besprechen. 

Autor: Monika Preuk
Letzte Aktualisierung: 05. Mai 2014
Quellen

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