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Beckenbodenschwäche

Beckenbodenschwäche
Frauen mit rasch aufeinanderfolgenden Geburten sind häufig von Beckenbodenschwäche betroffen
(c) iStockphoto

Die Beckenbodenschwäche spielt in Bezug auf die Blasenschwäche oder Harninkontinenz eine besondere Rolle. Der aus einem Muskelnetzwerk gebildete Beckenboden ist eine wichtige Stütze für die inneren Organe im kleinen Becken, indem er die Organe in ihrer anatomischen Lage hält.

Kommt es zu einer Schwächung des Beckenbodens, dann verliert diese Trennwand zwischen kleinem Becken und Damm ihre Festigkeit. Bei Frauen ist das häufiger als bei Männern, da die Scheide eine zusätzliche Schwachstelle ist. Die Folge ist eine Senkung von Blase und Gebärmutter, im äußerst extremen Fall kommt es zu einem Gebärmuttervorfall.

Besonders bei der Blase ist das von Nachteil, weil der willkürliche Blasenverschluss auch durch die Beckenbodenmuskulatur gewährleistet wird. Durch die Senkung ändert sich der Austrittswinkel der Harnröhre und die "Verschluss-Strecke" verkürzt sich. Es entwickelt sich eine Harninkontinenz.

Ursachen der Beckenbodenschwäche

  • Überdehnung der Muskulatur durch rasch aufeinander folgende Geburten oder durch Geburten großer oder schwerer Kinder
  • Geburtsverletzungen (Dammriss oder Dammschnitt)
  • Neurologische Erkrankungen (durch Nervenschäden hervorgerufen)
  • Angeborene und erworbene Bindegewebsschwäche, beispielsweise Krampfadern
  • Körperliche Überlastung (schwere körperliche Arbeit, schweres Heben, chronischer Husten)
  • Ausdünnung des Gewebes (Atrophie) durch Hormonmangel nach den Wechseljahren
  • Übergewicht, erhöht den Druck im Bauchraum und belastet den Beckenboden.

Maßnahmen bei Beckenbodenschwäche

Als Erstes ist die Beckenbodengymnastik zu nennen, ein Muskelaufbautraining, das die Muskulatur des Beckenbodens kräftigt. Um körperliche Überbelastung zu vermeiden, sollten keine schwere Lasten gehoben werden. Es ist ratsam, Übergewicht zu reduzieren. Körperliche Bewegung unterstützt die Gewichtsabnahme und kann helfen, den Beckenboden zu stärken.

Sportarten wie Schwimmen, Laufen oder Gymnastik sind zu bevorzugen. Kampfsport, Aerobic, Tennis belasten den Beckenboden durch Druckerhöhung im Bauchraum.

Biofeedback-Training und Elektrostimulation des Beckenbodens sind apparative Maßnahmen zur Kräftigung der Muskulatur. Ist die Senkung von Blase und Uterus nicht aufzuhalten, helfen nur noch Operationen.

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Letzte Aktualisierung: 18. Mai 2017

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