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Ein Beitrag zum Mut machen

Hallo liebe Mitglieder, 

ich möchte euch gerne erzählen wie die Kinderwunschzeit, in der es nicht klappen wollte bis zu meiner Schwangerschaft gelaufen ist. Ich hoffe ich kann der einen oder anderen damit etwas Mut machen. Achtung, es wird lang!

Ich dachte anfangs immer, dass es mit dem Schwanger werden bestimmt gut klappen wird und habe mir nicht wirklich Gedanken gemacht, wie viele Faktoren da eigentlich zusammenkommen müssen damit es klappt. Ich sage aber direkt am Anfang, dass ich das ganze Thema recht wissenschaftlich angegangen bin, da ich nach einigen Zyklen mit Fehlversuchen nicht noch mehr Zeit verlieren wollte, nur weil ich mich nicht detaillierter auskannte. Ernährung und Sport war bei mir nie schlecht, aber auch da habe ich auch versucht alles zu optimieren.

Also zu mir, ich bin 32 und habe einen recht kurzen Zyklus zwischen 22 und 26 Tagen, nur selten waren es mal 28 Tage. Daher war ich auch früh beim Arzt, um körperliche Gründe auszuschließen, warum es nicht klappt, als ein Jahr zu warten. Schließlich habe ich mit den kurzen Zyklen mehr Versuche gehabt als jemand mit längeren Zyklen.

Meine Ärztin hatte mit Zyklusmonitoring festgestellt, dass meine Follikel reifen und ich regelmäßig Eisprünge habe. Dann wurde mir Progesteron verschrieben, damit die 2. Zyklushälfte unterstützt wird. Ich habe dann angefangen die Basaltemperatur zu messen, um selbst über mich zu lernen, wie mein Zyklus verläuft und ich habe parallel natürlich Ovulationstests gemacht, um wirklich keinen Eisprung zu verpassen. Temperatur messen finde ich übrigens sehr aufschlussreich. Wenn man es richtig macht, kann man vieles ablesen, ob die Hormone stark schwanken. Mein Mann hatte auch ein Spermiogramm machen lassen und da war alles top.

Da es nach dieser Zeit auch nicht klappen wollte, hatten wir uns recht früh eine Überweisung für ein Kinderwunschzentrum geholt, da ich ausschließen wollte, dass es nicht an verklebten Eileitern liegt, weshalb es nicht klappt. Weil dann ist jede Mühe umsonst, wenn sich Eizelle und Spermium nicht begegnen können. Aber auch da konnte der Arzt nichts bei mir finden.

Ich habe dann eine Standardtherapie mit leichter Stimulation und einer Spritze zum Eisprung auslösen bekommen, obwohl mein Körper das auch alles alleine gemacht hat. Mein Arzt wollte damit gerne eine zweite Eizelle heranreifen lassen, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen und die Spritze zum Auslösen war nur, um wirklich ganz sicher zu gehen. 

Selbst als 3 Eizellen da waren und der Arzt grünes Licht gegeben hat es zu versuchen, hatte es nicht geklappt. Da hatte ich echt Angst vor einer Mehrlingsschwangerschaft.

Insgesamt war bei mir auffällig, dass mein Eisprung immer schon sehr früh ist, immer so zwischen Zyklustag 8 bis 10. Da hat die Gebärmutterschleimhaut nicht viel Zeit sich aufzubauen. Das hatte mir wenig Hoffnung gemacht, da auch hier im Experten-Forum das als sehr früh genannt wurde und dass das nicht optimal ist. Aber beim KiWu sagte der Arzt, dass man sich da keinen Kopf machen soll, die Schleimhaut kann trotzdem gut sein.

Also zusammengefasst, bis auf die frühen Eisprünge war nicht klar, warum es so lange gedauert hat. Als es nach den 3 Eizellen nicht geklappt hatte, waren im nächsten Versuch 2 Eizellen (oder eine und eine Zyste,  die wegen der vorherigen Stimulation entstanden sein könnte...so ganz deutlich war das nicht). Der Schwangerschaftstest war dann auch negativ, ich hatte einen Termin beim KiWu für ein Gespräch was man noch als Ursachenanalyse machen kann und wie wir meinen Eisprung etwas verzögern können. Der Plan dafür stand. Es wurde trotz negativem Test vorsichtshalber Blut abgenommen und siehe da, es konnte ganz leicht das Schwangerschaftshormon HCG nachgewiesen werden. Aber so gering, dass mir gesagt wurde, dass ich Progesteron nicht weiter nehmen soll, aber ich nochmal für eine weitere Blutkontrolle vorbeikommen soll. Und da war der Wert gestiegen, ich sollte Progesteron wieder nehmen, denn ich war tatsächlich schwanger!

Ich bin jetzt in der 16. SSW und mein Eisprung muss an Zyklustag 8 oder 9 gewesen sein. Also nicht optimal und es war nichts anders als sonst, nur diesmal hatte ich Glück.

Vielleicht findet sich ja jemand in meiner Geschichte wieder und ich hoffe ich konnte etwas Mut machen, wenn bei euch auch nichts festgestellt werden kann. Bei jedem Zyklus besteht nur ca. eine 20%ige Wahrscheinlichkeit, dass es klappt und deswegen nie den Mut verlieren und weitermachen. Bei uns hat es 1,5 Jahre gedauert ohne einen Zyklus auszulassen, also etwa 20 Fehlversuche, der 21. war dann der Glücksversuch. Auch wenn es bei anderen deutlich länger dauert, hoffe ich, dass ihr den Mut nicht verliert und euch nicht so sehr unter Druck setzt und Freude an dem Thema behaltet.

Liebe Grüße

D.

Bisherige Antworten

Re: Ein Beitrag zum Mut machen

Hallo D.,

vielen Dank für Deinen mutmachenden Beitrag in unserem Forum und:GIRL 200:zur Schwangerschaft.

 

Es ist immer wieder schön positive Berichte in unserem Forum zu lesen.

Ich wünsche Dir alles Gute und eine schöne und entspannte Zeit der Schwangerschaft.

Viele Grüße

Victoria

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