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CMV

Liebes Experten-Team! 

Meinem Kind (19 Monate) wurde von dem gleichaltrigen Kind einer CMV-seropositiven Mutter ins Gesicht geniest aus unmittelbarer Nähe. Ich hatte noch kein CMV und bin schwanger. 
Wenn ich das richtig verstanden habe, bricht CMV bei den meisten stillenden Müttern wieder aus und wird über die Muttermilch auf das Kind übertragen, weshalb ich leider davon ausgehen muss, dass das Kind, welches mein Kind angeniest hat, ebenfalls CMV-positiv ist. 
Nun heißt es überall, dass Kinder unter 3 Jahren das Virus "über längere Zeit" ausscheiden. Können Sie mir sagen, was "längere Zeit" hier bedeutet? Wochen? Monate? Jahre? Scheidet man den Virus mit 19 Monaten über den Speichel wirklich noch aus, wenn man sich durch das Stillen gleich nach der Geburt infiziert hat? 
Und ab wann könnte ich mich bei meiner Tochter anstecken? Ab dem Tag, an dem Sie angeniest wurde, oder nach den 2-6 Wochen Inkubationszeit? 
Ab welcher SSW sind keine Schäden mehr beim Ungeborenen zu erwarten, sollte sich die Mutter anstecken?

Ich hoffe, Sie können mir hier weiterhelfen. 

Herzlichen Dank und viele Grüße

Bisherige Antworten
9monate-Gesundheitsteam
9monate-Gesundheitsteam | 17.08.2020, 12:48 Uhr
76 Beiträge seit 30.06.2020

Re: CMV

Hallo Mini2018,

Sie beschreiben tatsächlich einen schwierigen Fall für eine Nutzen-Risiko-Abwägung, der sehr viele "wenns" und "fallss" enthält.
An sich ist es richtig, dass das Virus über die Muttermilch übertragen werden kann, die Wahrscheinlichkeit hierfür beträgt bei seropositiven Müttern je nach Studie ca. 15%. Das heißt, das betreffende Kind KANN ein Überträger sein, muss es aber nicht.
Als nächstes steht die Frage, wie lange infizierte Kinder Ausscheider sein können und das kann über Monate bis sogar Jahre gehen, eine solche Länge ist aber eher unwahrscheinlich (Prozentzahlen hierzu haben wir leider nicht).
Ihre Tochter könnte Sie anschließend dann nach der Inkubationszeit infizieren. Das Risiko, dass sich das Virus dann über die Plazenta auf das Kind überträgt liegt wohl auch unter 50%. Die Infektion des Kindes wäre vor allem in den ersten zwei Schwangerschaftsdritteln gefährlich. Je später eine Infektion erfolgen würde, desto besser das Outcome für das Kind.
Wie gesagt, es ist alles ein bisschen "wenn und falls". Am ehesten könnte es deshalb sinnvoll sein, wenn Sie bei Ihrer betreuenden Frauenärztin/ Ihrem Frauenarzt Verlaufskontrollen bezüglich der Infektion vornehmen lassen.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen damit weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

Re: CMV

Liebes Experten-Team,

Sie haben mir wirklich sehr geholfen mit Ihrer Antwort. 
Vielen lieben Dank und viele Grüße

9monate-Gesundheitsteam
9monate-Gesundheitsteam | 17.08.2020, 21:47 Uhr
76 Beiträge seit 30.06.2020

Re: CMV

Hallo Mini2018,

es freut uns sehr, dass wir Ihnen helfen konnten. Bei weiteren Fragen sind wir natürlich gerne wieder für Sie da.

- Ihr 9Monate Gesundheitsteam

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